Inkontinenz – Therapie und Naturheilkunde | naturalsmedizin.com

Inkontinenz - ein unangenehmes, peinliches Thema

Die Harninkontinenz ist eine Erkrankung bei der die Betroffenen unfreiwillig Harn verlieren. In unseren Breitengraden sind rund fünf Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Viele meinen, dass die Erkrankung nur ältere Menschen betrifft, damit liegen sie aber falsch. Von der Inkontinenz sind mehr Frauen, als Männer betroffen (circa viermal so viele). Dafür verantwortlich zeichnen sich die Länge der Harnröhre, der Muskulatur und das Fehlen der Vorsteherdrüse. Wie sie vorbeugen können beziehungsweise Heilung erreichen können, erfahren sie in diesem Beitrag.

Inkontinenz aus Sicht von Louise Hay

Unterdrückte Gefühle als mögliche Ursache für Inkontinenz

panajiotis / Pixabay – Unterdrückte Gefühle als mögliche Ursache für Inkontinenz

Laut Louise Hay haben Menschen, die von einer Harninkontinenz betroffen sind, einen Überfluss an Emotionen. Eigene Gefühle und Bedürfnisse wurden über viele Jahre hinweg verdrängt.

Neuer Leitsatz: “Ich habe keine Angst, meine Gefühle auszudrücken. Ich liebe mich.”

Was ist Harninkontinenz?

Bei gesunden Menschen äußert sich der Drang, Wasser lassen zu müssen, erst bei einer etwa halbvollen Blase. Menschen, die an einer Blasenschwäche leiden verspüren diesen Drang mehrmals täglich und das Bedürfnis tritt teilweise auch sehr plötzlich ein. Teilweise kann auch unwillkürlich Urin abgehen, was für Betroffene verständlicherweise sehr unangenehm ist.

Die Harninkontinenz ist ein Symptom für eine Erkrankung am Harnapparat. Tritt die Inkontinenz in der Nacht auf, dann spricht man vom sogenannten Bettnässen. Wer unter einer sogenannten Reizblase leidet, der leidet unter dem ständigen Drang des Wasserlassens.

Ursachen für eine Inkontinenz

Für das Symptom der Inkontinenz können sich verschiedene Ursachen verantwortlich zeichnen. Auslöser kann zum Beispiel eine Operation sein, die die Nerven des Beckenbereichs angegriffen hat. Aber sie kann auch durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden oder einfach nur aufgrund von Bewegungsmangel entstehen. Daneben können unterschiedliche Erkrankungen der Harnblase für die Harninkontinenz verantwortlich sein.

Auch neurologische Erkrankungen können “Auslöser” sein. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine dieser Erkrankungen.

Faktoren, die Harninkontinenz begünstigen

  • höheres Alter (Frauen nicht selten bereits ab den Wechseljahren)
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • Trinkverhalten (zu viel oder zu wenige Trinken zur falschen Zeit)
  • Übermäßiger Konsum von Koffein, Alkohol, Nikotin oder Drogen (aber auch Medikamenten)
  • zu hoher Konsum von Zucker
  • Chirurgische Eingriffe an der Gebärmutter
  • neurologische Erkrankungen
  • Prostataadenom
  • Prostatakrebs

Welche Arten von Inkontinenz gibt es?

  • Stress-Inkontinenz (der Harnverlust tritt vorwiegend bei Belastungssituationen auf)
  • Drang-Inkontinenz (ein sehr starker, meist plötzlich auftretender Harndrang ist dafür verantwortlich)
  • Stau-Inkontinenz (es besteht ein permanenter Harndrang, der teilweise nicht gehalten werden kann)
  • Funktionelle Inkontinenz (Blasenfunktion ist in Ordnung, allerdings führt eine u. U. eingeschränkte Mobilität zum unfreiwilligen Harnverlust)
  • Bettnässen (Inkontinenz tritt während des Schlafens auf)

Diagnostik bei Harninkontinenz

Die Auslöser einer Harninkontinenz können sehr unterschiedlich sein. Betroffene scheuen sich meistens aus Scham zum Arzt zu gehen. Allerdings ist es gerade bei der Harninkontinenz wichtig eine umfangreiche Ursachenforschung zu betreiben. Daher sollten Betroffene auf alle Fälle einen Facharzt aufsuchen und die Ursachen für das Symptom abklären lassen. Wir empfehlen hier eine fachübergreifende Abklärung, die unter anderem auch eine neurologische Abklärung berücksichtigt. Nach erfolgter Abklärung kann je nach Grund für die Inkontinenz auch eine naturheilkundliche Behandlung erfolgen.

Ganzheitliche Ansätze, die bei Inkontinenz helfen können

Akupunktur

Vor allem bei der Drang-Inkontinenz können mit einer Akupunktur gute Erfolge erzielt werden. Durch die Akupunktur kann die Balance zwischen Entspannung und Reizung der Nerven wiederhergestellt werden.

Magnesium

Magnesium ist wichtig für unsere Muskeln und Nerven. Eine israelische Studie belegt, dass durch die Einnahme von Magnesium die sich die Zeiträume zwischen den Blasenentleerungen verlängern können. Magnesium kann entweder in Form von Brausetabletten eingenommen werden oder in Form eines Magnesium Oil Pumpspray auf den unteren Rücken aufgetragen werden.

Blasentraining

Das Blasentraining zielt darauf ab, den Harndrang länger auszuhalten und soll gleichzeitig dazu verhelfen die richtige Menge Flüssigkeit aufzunehmen. Als Getränke während des Trainings werden in der Regel Wasser und Kräutertees verwendet.

Beckenbodentraining

Das Beckenbodentraining geht auf Arnold Kegel zurück und wird auch als Kegel-Training bezeichnet. Beim Beckenbodentraining wird durch An- und Entspannung der PC-Muskel trainiert. Durch dieses Training wird die Beckenbodenmuskulatur und der Schließmuskel gestärkt.

Halten sie ihre Füße warm

Warme Wollsocken ein MUSS bei Harninkontinenz

LUM3N / Pixabay – Warme Wollsocken ein MUSS bei Harninkontinenz

Betroffene sollten darauf achten, ihre Füße warm zu halten. Die Wärme hilft dabei den Entleerungsdrang zu verringern. Am besten geeignet sind warme Wollsocken. Oder gönnen sie sich immer wieder ein feines, warmes Fußbad.

Meiden sie Kälte

Menschen, die unter Inkontinenz leiden, sollten sich nach Möglichkeit vor Kälte schützen. Kälte führt dazu, dass sich die Muskulatur zusammenzieht. Nicht selten leiden Betroffene daher in den kalten Jahreszeiten deutlich mehr unter dem Problem, als in den warmen Jahreszeiten. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass sie sich im Winter einbunkern sollten, sondern ziehen sie sich warm an, wenn sie nach Draußen gehen. Dabei ist es besonders wichtig sich vom Bauch abwärts besonders warm anzuziehen.

Blasentee

Sehr positiv hat sich bei Betroffenen das regelmäßige Trinken von Blasentees ausgewirkt. Sie erhalten solche speziellen Tees in jeder Apotheke und Drogerie.

Propolis

Propolis ein heilsames Produkt der Bienen - hilfreich bei Inkontinenz

mel_gama / Pixabay – Propolis ein heilsames Produkt der Bienen – hilfreich bei Inkontinenz

Ein Produkt der fleißigen Bienen hat sich ebenfalls bewährt. Die sogenannte Propolis-Tinktur. Nehmen sie täglich dreimal je 7 Tropfen ein. Sie können diese in ein Glas Wasser geben, unverdünnt einnehmen oder aber die sieben Tropfen auf einen Zuckerwürfel geben und einnehmen.

Vermeiden sie harntreibende Lebensmittel

Achten sie auch darauf, dass sie den Konsum von harntreibenden Lebensmitteln einschränken. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Avocado
  • Meerrettich
  • Wirsing
  • Tomaten
  • Sellerie
  • Karotten
  • Erdbeeren
  • Zitrusfrüchte
  • Kirschen
  • Fenchel
  • Kresse
  • Spargel

Heilpflanzen, die sich bewährt haben

Folgende Heilpflanzen/-kräuter haben sich bei der Behandlung/Therapie bewährt:

  • Salbei
  • Birkenblätter
  • Scharfgabe
  • Wermut
  • Brennnessel
  • Bärentraube
  • Goldrute
  • Spitzwegerich

In der Regel werden diese in Form von Tees eingenommen.

Im Übrigen haben sich auch Kürbiskerne bewährt. Diese können sie über den Tag verteilt kauen und zu sich nehmen.

Blasentee – Rezept

  • 50g Frauenmantel
  • 30g Weidenröschen
  • 20g Fenchelsamen

Kochen sie diesen Tee auf und lassen sie ihn 8 Minuten lang ziehen. Trinken sie den Tee über einen Zeitraum von 3 Wochen lang jeweils 3mal täglich.

Die Alternative zu diesem Tee:

  • 40g Goldrute
  • 40g Weiße Taubnessel
  • 30g Hagebutten
  • 20g Heidekraut
  • 20g Zinnkraut
  • 10g Rosmarin
  • 10g Salbei
  • 10g Ringelblumen

Kochen sie auch diesen Tee auf und lassen sie diesen Tee 10 Minuten lang ziehen. Sie können den Tee über einen Zeitraum von 3 Wochen lang jeweils 3mal täglich trinken.

Heublumen-Wickel

Kochen sie für den Wickel Heublumen auf und tränken sie ein Handtuch damit. Legen sie das Handtuch möglichst warm in der Blasengegend auf. Entfernen sie dieses, sobald es keine Wärme mehr ausstrahlt.

Was sich sonst noch bewährt hat

  • Trinken sie pro Tag ein Glas Preiselbeersaft
  • Trinken sie nicht weniger, um den Harndrang zu verringern!
  • Trocknen sie sich nach dem Baden oder Duschen gut ab und ziehen sie sich warm an
  • essen sie getrocknete Litschi
  • gönnen sie sich am Abend ein Heublumen-Sitzbad
  • die Schüßler Salze Nr. 1, 3, 5, 9 und 10 haben sich bewährt

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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6 Kommentare

  • Leider habe ich in meiner Familie auch einen Inkontinenzfall. Bisher haben die meisten ärztlichen Behandlungen nicht geholfen. Ich werde einige Ideen von dieser Seite vorschlagen und hoffe sehr, dass sie wirken. Danke für diesen Artikel.

    • Naturheilzentrum Doris Jäger

      Lieber Herr Gruber, vielen Dank für Ihr Feedback. Ich hoffe sehr, dass der eine oder andere Weg hilfreich ist. Meine Daumen sind gedrückt. Liebe Grüße Doris

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  • Hallo,
    vielen Dank für den tollen Artikel. Wir haben selbst einen Fall in der Familie und da wir sehr auf Naturheilmittel schwören, verwenden wir Propolis mit gutem bis mittelmäßigen Erfolg. Dies hilft nicht nur gegen Inkontinenz tatsächlich, sondern auch bei Nierenbeckenentzündungen und Harnröhreninfekten.
    Liebe Grüße
    Diana

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