Natürliche Hilfe bei Schweiß und Schweißgeruch

Hohe Temperaturen, körperliche Betätigung und Stress führen dazu, dass der Körper durch Schwitzen vermehrt Energie abgibt. Damit soll der Organismus vor Überhitzung geschützt werden. Eigentlich eine geniale Funktion unseres Körpers, die aber so manch einem aufgrund des unangenehmen Geruchs das Leben schwer macht. Wie Sie auf natürlichem Wege entgegenwirken können, lesen Sie in diesem Artikel.

Welche Ursachen kann Hyperhidrose haben?

Die Mediziner unterscheiden die primäre und sekundäre Hyperhidrose. Bei der primären Hyperhidrose kann in der Regel ein Verursacher gefunden werden, der für die Überproduktion verantwortlich ist. Betroffene Körperregionen sind hauptsächlich die Fußsohlen, die Handflächen und der Achselbereich.

Bei der sekundären Hyperhidrose sind zahlreiche internistische oder neurologische Erkrankungen dafür verantwortlich

Mögliche Auslöser für eine Hyperhidrose:

  • Neurologische Erkrankungen
  • Adipositas
  • Infektionen und Schilddrüsenerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Erkrankungen im Schweißzentrum des Gehirns
  • Medikamente (Beta-Blocker, Psychopharmaka)
  • Nahrungsmittel (Kaffee, Gewürze, Schokolade)
  • Internistische Erkrankungen
  • Wechseljahre
  • Emotionale Faktoren wie das Zurückhalten von Gefühlen („heimliches“ Weinen unter den Achseln)

Wie die Natur bei Hyperhidrose helfen kann

Grundsätzlich sollten Sie bei übermäßigem Schwitzen einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen und die Ursachen abklären lassen. Laborieren Sie nicht selbst mit im Handel erhältlichen Medikamenten und Chemie herum. Diese sind zum einen nicht selten mit starken Nebenwirkungen verbunden und zum anderen gehen sie möglichen Erkrankungen nicht auf den Grund!

Was Sie auf alle Fälle meiden sollten

  • Antitranspirante mit dem Wirkstoff Aluminiumchlorid. Dieser Wirkstoff findet sich in Puder, Gel, Lotion und Deo Rollern. Die darin enthaltenen Aluminiumsalze verstopfen die Schweißdrüsen und decken lediglich das Symptom ab. Zudem steht Aluminium unter dem Verdacht Krebs auszulösen.
  • Salben mit dem Wirkstoff Methanamin. Auch diese wirken ähnlich wie Aluminiumchlorid und können Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.

Welche natürlichen Mittel sind hilfreich

Salbei

Salbei ist bekannt dafür, dass er auf die Schweißbildung reduzierend wirkt. Dabei kann Salbei innerlich, aber auch äußerlich angewendet werden. Die Wirkstoffe im Salbei ziehen die Poren und Drüsen zusammen und beruhigen auch das Nervensystem.

Achten Sie beim Salbei aber vor allem auf die richtige Dosierung, denn bei einer Überdosierung können Nebenwirkungen auftreten. Trinken Sie ein bis zwei Tassen Salbei-Tee am Tag. Für den Tee nehmen Sie zwei Teelöffel getrockneten Salbei und lassen diesen zehn Minuten ziehen.

Für die äußerliche Anwendung nehmen Sie zwei Esslöffel getrockneten Salbei und überbrühen diesen mit einem ¼ Liter Wasser. Lassen Sie auch diesen Sud zehn Minuten ziehen und reiben Sie nach dem Baden oder Duschen die betroffenen Stellen mit dem abgekühlten Salbei-Sud ein.

Salbei gibt es auch als Badezusatz. Als Bad hat Salbei eine beruhigende Wirkung auf die Nerven.

Bockshornklee

Auch die Samen des Bockshornklees wirken nachweislich und wirkungsvoll gegen Schwitzen. Die Inhaltsstoffe im Samen des Bockshornklees haben keinerlei Nebenwirkungen und wirken beruhigend auf die Nervenbahnen.

Für die Behandlung nehmen Sie zwölf Esslöffel Bockshornkleesamen und setzen diese mit einem Liter Wasser an. Lassen Sie die Samen mindestens sechs Stunden einweichen. Dann kochen sie diese kurz auf. Geben Sie dem abgekühlten Sud danach noch etwas Wasser bei. Reiben Sie mit dem Sud die betroffenen Stellen mehrmals täglich ein. Sind die Fußsohlen die Problemzone, dann können Sie darin auch mehrmals täglich ein Fußbad nehmen.

Tomatensaft

Auch mit Tomatensaft konnte in einigen Fällen eine Linderung erzielt werden. Die Behandlung erfolgt dabei in Form eines Vollbades. Geben sie einen Liter Tomatensaft in das Badewasser und nehmen sie für fünfzehn bis zwanzig Minuten ein Vollbad. Um eine ideale Wirkung zu erzielen, empfiehlt es sich, mindestens zweimal pro Woche ein Vollbad zu nehmen.

Thymian, Walnuss und Eichenrinde

Ähnlich wie beim Bockshornklee wird aus diesen drei Pflanzen ein Sud angesetzt. Nehmen Sie dazu 30 g Walnussblätter, 20 g Thymian und 40 g Eichenrinde. Kochen Sie diese drei Bestandteile zehn Minuten auf und lassen Sie den Sud auskühlen. Mit dieser Mischung werden die betroffenen Körperteile mehrmals täglich eingerieben.

Worauf Sie zusätzlich achten sollten

Kleidung

Bevorzugen Sie bei der Kleidung Produkte aus natürlichen Leinen. Baumwollkleidung saugt den Schweiß auf und hält diesen fest und ist daher nicht optimal. Alternativ zu Produkten aus Leinen, können sie auch atmungsaktive Funktionsbekleidung verwenden. Achten Sie aber auch hier auf hochwertige Materialien.

Zudem sollten sie zu enge Kleidung vermeiden.

Fettzufuhr

Bei übermäßigem Schwitzen sollten Sie darauf achten, die regelmäßige Fettzufuhr zu reduzieren. Dies hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass Sie etwas an Gewicht verlieren.

Alkohol und Nikotin

Reduzieren Sie ihren Alkohol- und Nikotinkonsum. Rauchen fördert die Schweißbildung. Zudem wirken sowohl Alkohol und Nikotin auch in anderen Bereichen gesundheitsschädlich.

Saunabesuch

Der regelmäßige Saunabesuch ist wie ein Training für die Schweißdrüsen.

Akupressur

Lassen Sie sich die zuständigen Energie-Punkte, die für das übermäßige Schwitzen verantwortlich sind mittels Akupressur behandeln.

Reduzieren Sie die „Schärfe“ im Essen

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

 twittergoogle+facebook

Kommentar verfassen