Morbus Crohn – Hilfe aus der Naturheilkunde

Morbus Crohn - Hilfe aus der Naturheilkunde

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung. Die Erkrankung zählt zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Morbus Crohn gilt als unheilbar und verläuft in der Regel in Schüben. Betroffene leiden unter Durchfall, Fieber und Bauchschmerzen und das nicht selten täglich. Mit Hilfe von Mutter Natur können Betroffene jedoch Linderung erreichen. Was sie tun können und worauf sie achten sollten, erfahren sie im aktuellen Beitrag von naturalsmedizin.com.

Ursachen und Symptomatik von Morbus Crohn

Wer an Morbus Crohn erkrankt ist, leidet in der Regel unter Bauchschmerzen und sehr häufigen Durchfällen. Betroffen sind in der Regel die Verdauungsorgane. Allerdings können auch die Mundhöhle und der After betroffen sein. Über die Entstehung und Ursachen von Morbus Crohn ist bislang wenig bekannt. Die Erkrankung selbst verläuft in der Regel in Schüben. Für die Erkrankung selbst zeichnen sich keine Erreger oder Allergene als verantwortlich. Da bei der schulmedizinischen Behandlung von Morbus Crohn mit Cortison und/oder Azathioprin gute Erfolge erzielt werden konnten, geht man davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Aus Sicht der ganzheitlichen Betrachtung müssen jedoch auch seelische Aspekte berücksichtigt werden, die dem Krankheitsverlauf negativ zuträglich sein können.

Welche Folgen haben entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn

Ein gesunder Darm ist wichtig für unsere Gesundheit! Er zeichnet sich dafür verantwortlich, ob und wie gut unser Immunsystem arbeitet, er ist aber auch für die Verwertung von Mineral- und Vitalstoffen verantwortlich. Daher ist die Gesundheit unseres Darmes besonders wichtig für uns. Ist die Darmflora dauerhaft/chronisch gestört kann es in der Folge zu folgenden gesundheitlichen Problemen kommen:

  • Vitaminmangel
  • Mineralmangel
  • Eiweißmangel
  • Wasserverlust
  • Gallensäuremangel
  • Harnwegsobstruktionen

Nehmen sie entzündliche Darmerkrankungen nicht auf die leichte Schulter! In Studien wurde nachgewiesen, dass der Verlauf bei einer Darmkrebserkrankung bei gleichzeitig entzündlichen Darmerkrankungen deutlich heftiger ist. Zudem wird ihr Immunsystem durch die Darmerkrankung erheblich in seiner Wirksamkeit eingeschränkt!

Wie erfolgt die Diagnostik von Morbus Crohn

Am Beginn einer jeden Behandlung steht die Anamnese, sowie die eingehende körperliche Untersuchung. Bereits im Rahmen dieser ersten Untersuchungsschritte können nicht selten Darmerkrankungen bestätigt oder diagnostiziert werden.

Mit der Endoskopie werden aber schlußendlich Erkrankungen wie Colitus ulcerosa und Morbus Crohn befundet.

Erste Anzeichen für Morbus Crohn

Erste Anzeichen für eine entzündliche Darmerkrankung können sein:

  • Hauterkrankungen (wie z. B.: Ekzeme)
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen im rechten Unterbauch
  • Durchfall
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Ausschlag auf der Haut
  • offene Wunden
  • Geschwüre
  • Gallensteine
  • Leberveränderungen
  • Fisteln
  • blutiger Stuhlgang

Nicht selten leiden Betroffene während eines Schubes an Schlafstörungen.

Ernährungsumstellung

Betroffene, die an Morbus Crohn leiden, müssen ihre Ernährung auf den Prüfstand stellen. Fertigprodukte und Fast Food sind Tabu für Morbus Crohn Patienten. Ideal für Betroffene ist eine vegetarische Ernährung, die nachweislich (Max-Rubner-Institut der Uni Karlsruhe) entzündungshemmend wirkt.

Reduzieren sie den Fleischkonsum, den Konsum von Zucker und Salz. Weißmehl sollten sie ebenfalls reduzieren oder gänzlich vom Speiseplan nehmen.

Wer sich nicht gänzlich vegetarisch ernähren möchte, sollte zumindest eine basische Ernährung in Betracht ziehen.

Zudem sollten Morbus Crohn Patienten auf Alkohol und Nikotin verzichten.

Kochen sie frisch und mit hochwertigen Lebensmitteln und „peppen“ sie ihre Speisen mit frischen Kräutern auf und verwenden sie hochwertige Fette und Öle. Wichtig: führen sie ihrem Körper hochwertige Omega-3-Fettsäuren zu.

Heilkräuter, die entzündungshemmende Wirkung haben

Viele Pflanzen haben nachgewiesen entzündungshemmende Wirkung und eignen sich daher zur Linderung der Symptomatik von Morbus Crohn.

Weihrauch

Weihrauch wirkt entzündungshemmend
Weihrauch wirkt entzündungshemmend

Weihrauch (Boswellia) hat entzündungshemmende Wirkung und eignet sich daher auch für die Behandlung von Morbus Crohn. Weitere Informationen zum Weihrauch finden sie hier:

Weihrauch hat laut Studien insbesondere bei chronischen Entzündungen eine positive, entzündungshemmende Wirkung. Dafür verantwortlich zeichnet sich die im Weihrauch enthaltene Boswelliasäure (Boswellia serrata). Auch die Myrrhe hat ähnlich positive, entzündungshemmende Eigenschaften wie der Weihrauch selbst.

Kurkuma

Auch Kurkuma gehört zu jenen Heilkräutern/-pflanzen, die eine positive Wirkung auf den Organismus haben.

Heidelbeeren

Heidelbeeren können bei Morbus Crohn helfen
Heidelbeeren können bei Morbus Crohn helfen

Auch die Heidelbeere hat entzündungshemmende Wirkung. Betroffene sollten daher getrocknete Heidelbeeren zu sich nehmen. Viele Patienten berichten von Linderung der Beschwerden.

Heidelbeeren sind reich an Anthocyaninen. Anthocyaninen wirken:

  • adstrigierend
  • antioxidativ
  • anti-inflammatorisch
  • und sind leicht antiseptisch

Eingenommen wird die Heidelbeere bei Schüben mit Diarrhöen in Form von kalt gepresstem Muttersaft.

Die Wirkung der Heidelbeere wurde im Rahmen von mehreren Studien belegt.

Blutwurz

Der Blutwurz ist reich an Tanninen. Diese wirken adstringierend, leicht antiseptisch und haben zudem eine anti-oxidative Wirkung. Eingenommen wird der Blutwurz in Form von Tee.

In der Apotheke sind aber auch Tinkturen und andere Fertigpräparate erhältlich.

Wie auch die zuvor angeführten natürlichen Pflanzen, ist auch der Blutwurz gut verträglich.

Wermut

Wermut kann bei Morbus Crohn Schüben helfen
Wermut kann bei Morbus Crohn Schüben helfen

Der Wermut ist reich an Bitterstoffen. Nicht ohne Grund gehörte er auch zum Grundrezept für den Schwedenbitter nach Hildegard von Bingen. Der Bitterstoff Artemisinin zeichnet den Wermut aus.

Artemisinin fördert die Speichel- und Magensaftsekretion und führt zudem zur Steigerung des Tonus und regt die Darmperistaltik an.

Die Wirkung des Wermut wurde in Studien erforscht und gegenüber Placebos belegt.

Indisches Echinacea

Echinacea ist beheimatet in großen Teilen Asiens. Ihre Wirkstoffe Diterpene und Lactone zeichnen sie aus.

Sie wirken antioxidativ, antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend, blutdrucksenkend und antiulzerogen. Vor allem ihre entzündungshemmende Wirkung wurde durch mehrere Studien belegt.

Echinacea ist in der Regel gut verträglich. In seltenen Fällen kann es zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und anderen allergischen Reaktionen kommen.

Weitere Pflanzen, die sich für eine Therapie eignen

  • Eibischwurzel
  • Spitzwegerich
  • Kamille

Was sie als Betroffener noch tun können…

Akupunktur

Die Akupunktur eignet sich als ideale Begleitbehandlung für Morbus Crohn Patienten. Wichtig jedoch, Akupunktur sollte als Begleitbehandlung eingesetzt werden. Entscheidend für Betroffene ist jedoch, dass sie ihre Ernährung auf den Prüfstand stellen und auch ihre Lebenssituation unter die Lupe nehmen. Sehr gut bewährt hat sich auch die Ohrakupunktur.

Heilfasten

Betroffene sollten auch eine Heilfasten-Kur in Betracht ziehen. Das Heilfasten wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Allerdings sollten Betroffene auch eine Darmsanierung in Angriff nehmen. Wichtig ist jedoch, dass sie diese nicht eigenständig durchführen, sondern sich von einem ausgewiesenen Experten begleiten lassen.

Vitamine

Die dauerhaften Durchfälle führen zu dauerhaften Vitaminverlusten. Daher sollten Betroffene ihre Vitaminspeicher auffüllen. Insbesondere sollten sie ihrem Körper die folgenden Vitamine zuführen: Vitamin A, D, E und K. Auch Vitamin B12 und E sollten sie ihrem Körper zuführen. Nicht weniger wichtig ist die Zufuhr von Folsäure.

Flohsamen

Unterstützen sie ihren Darm mit Flohsamen. Diese verbessern die Konsistenz des Stuhlganges und reduzieren zudem die Häufigkeit des Stuhls. Quellen sie die Flohsamen über Nacht in einem Schälchen mit Wasser auf. Feiner Nebeneffekt der Flohsamen: sie schützen den Darm und binden Toxine von Bakterien.

Bewegung an der frischen Luft

Betroffene sollten zudem auf ausreichend Bewegung an der frischen Luft achten. Betreiben sie keinen Leistungssport, sondern genießen sie die Bewegung in Mutter Natur.

Traditionell Chinesische Medizin (TCM)

Aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) handelt es sich bei Morbus Crohn um eine Immunreaktion. Die Behandlung von Morbus Crohn in der TCM beinhaltet unter anderem eine Kräutertherapie, ergänzt durch eine Akupunktur.

Tee-Mischung, die sich bewährt hat

  • 3/6 je zu gleichen TeilenE Eichenrinde, Hirtentäschel, Yamswurzel)
  • 2/6 je zu gleichen Teilen (Wachsmyrte, Beinwell, Odermennig)
  • 1/6 je zu gleichen Teilen (Eibisch)

Ändern sie ihre Lebensgewohnheiten

Nicht ohne Grund wird Morbus Crohn gerne auch als psychosomatisch beschrieben. Daher sollten Betroffene ihre Lebensgewohnheiten auf den Prüfstand nehmen. Vermeiden beziehungsweise reduzieren sie Stress und bauen sie bewusst Pausen ein. Wenn sie private oder berufliche Probleme haben, versuchen sie diesen zu lösen! Sollten sie selbst keinen Lösungsweg finden, dann sollten sie sich an einen Therapeuten oder Coach wenden.

Weiterführende Beiträge zum Thema gesunde Ernährung

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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