Räucherwerk – Kräuter die sie kennen sollten

Das Räuchern hat seinen Ursprung in der frühen Geschichte der Menschheit. Vermutlich begleitet es die Menschen seit Entdeckung des Feuers. Die Entdeckung des Feuers selbst wurde als Geschenk der Götter angesehen. Fast alle Hochkulturen haben das Räuchern in irgendeiner Form durchgeführt. Geräuchert wurde mit Gräsern, Harzen, Kräutern, Früchten, Samen, Zweigspitzen und Rinden.

Wacholder für Schutz und Sicherheit …

 

Der Wachholder ist vielleicht das älteste Räucherwerk der Menschheit. Verwendet werden für die Räucherung Zweige, Holz und Beeren.

Die getrockneten Beeren duften stark, frisch, waldig und aromatisch. Wacholder wird und wurde zur Vertreibung negativer Energien eingesetzt. Er hat eine leicht desinfizierende Wirkung. Seelisch betrachtet wird ihm eine reinigende und stärkende Wirkung zugeschrieben. Wacholder soll für Mut und Klarheit sorgen. Wacholder wurde aber auch nach Erkrankungen eingesetzt, um geschwächte Menschen zu stärken und mit Lebensenergie aufzuladen. Wacholder wird in der Regel mit anderem Räucherwerk gemischt und gesellt sich gerne mit Salbei und Burgunderharz.

Die Wacholderspitzen duften ebenfalls würzig, frisch und waldig. In den Rauhnächten wurde mit Wacholder geräuchert, um Schutz und Sicherheit zu erhalten. Gleichzeitig wird den Wacholderspitzen eine positive Wirkung für innere Stabilität, Erdverbundenheit und Konzentration zugeschrieben.

Dem Wacholder wird in Kombination mit Holunder, Lorbeer oder Weihrauch eine positive Wirkung zur Herstellung von Ahnenkontakten nachgesagt.

Wirkung des Wacholders:

  • reinigend und desinfizierend
  • bietet Schutz und Sicherheit
  • Unterstützt Ahnenkontakte
  • hilft bei Erdung

Salbei – Salvia Officinalis für die Reinigung …

 

Salbei gehört wie Wacholder zu den wichtigsten Räucherkräutern. Salbei ist bekannt für seine reinigende Wirkung und ist vielleicht in diesem Zusammenhang das bedeutendste Räucherwerk. Salbei ist vor allem im Mittelmeerraum beheimatet und spielt daher in dieser Region eine zentrale Rolle.

Salbei bringt Energie zurück und hat eine reinigende Wirkung. Er stärkt das Gedächtnis und wirkt aufbauend. Er wurde und wird daher für die Reinigung von Räumen eingesetzt. Unsere Ahnen haben mit Salbei zum Beispiel nach schwerer Krankheit geräuchert.

Seine Gesellen in Räuchermischungen sind in der Regel Lavendel, Rosmarin und Lemongras.

Der weiße Salbei wird und wurde für spirituelle Räucherungen eingesetzt. Man erhoffte sich, damit Krankheitsgeister und negative Kräfte vertreiben zu können. Weißer Salbei galt bei den Indianern als heilige Pflanze und wurde bei Heilungszeremonien, Sonnentänzen und Schwitzhütten eingesetzt.

Die Wirkung des Salbeis:

  • klärende, reinigende Wirkung
  • Befreiung von Altlasten
  • hohe Austreibungskraft
  • macht die Lunge frei
  • fördert Konzentration
  • Erdet

Mädesüß für einen guten Neubeginn …

 

Mädesüß war vor allem bei den Ahnen unserer Region als die Wiesenkönigin bekannt, die mit ihrem zarten und betörenden Duft zu verzaubern verstand. Mädesüß ist nicht nur eine herrliche Pflanze für Räucherwerk, sondern ist auch eine bekannte, wirksame Heilpflanze.

Mädesüß wurde in den Rauhnächten eingesetzt. Speziell um Altes los zu lassen und Neues beginnen zu können. Sie wurde auch als Ritualpflanze eingesetzt, wenn junge Mädchen ins frauliche Alter übertraten.

Zudem fördert Mädesüß die Intuition und das Traumbewusstsein. Nicht zuletzt auch deshalb findet man bei rituellen Räucherungen immer wieder den Hinweis auf die Wiesenkönigin.

Heute wird Mädesüß von Räucherexperten eingesetzt, wenn Menschen in einen neuen Lebensabschnitt eintreten beziehungsweise vor großen Veränderungen stehen.

Wirkung von Mädesüß:

  • Unterstützung, Stärkung bei Neubeginn
  • Förderung der Intuition
  • Stärkung des Vertrauens
  • Stärkung des Traumbewusstseins

Die Rose für die Liebe und Selbstliebe …

 

Die Rose gehört, wie auch die anderen hier genannten, zu den alt gedienten Räucherwerken. Nicht ohne Grund sie ist nicht nur eine wunderbare Zutat für Räuchermischungen, sondern ist auch für sich alleine ein Räucherwerk, das wohl dem schönsten, vielleicht nicht einfachsten, Thema im Leben eines Menschen dienlich ist, nämlich der Liebe.

Seit jeher wurde die Rose für Liebesräucherungen eingesetzt, da sie die Venus und damit verbunden alle weiblichen Kräfte symbolisiert.

Die Rosenblütenblätter duften blumig süß. Da die Blätter der Rose rasch verbrennen, werden sie in der Regel auf Räuchersieben zum Einsatz gebracht.

Wirkung der Rose:

  • Herz öffnend
  • Förderung der Selbstliebe
  • harmonisierend
  • versöhnende Wirkung
  • verbindend

Im Übrigen wird der Rose eine weihende, segnende Wirkung nachgesagt. Wer vor einer Meditation gerne räuchert, der ist mit der Rose bestens beraten!

Beifuß – Schamanenkraut Europas …

 

Beifuß gilt schon seit jeher als eine der wichtigsten Heil- und Zauberpflanzen. Bereits die Kelten und Germanen haben mit Beifuß rituelle Räucherungen durchgeführt. Er gehört zu jenen Räucherwerken, die auch ohne Räucherkohle für die Räucherung eingesetzt werden können.

Beifuß duftet bittersüß. Dem Beifuß werden seit jeher ganz spezielle Kräfte zugeschrieben, nicht ohne Grund, spielte er sowohl bei den Griechen, als auch den Chinesen eine wesentliche Rolle. In der Traditionell Chinesischen Medizin wird Beifuß im Übrigen heute noch für die Moxibustion [Moxa – Therapie – eine Säule der Traditionell Chinesischen Medizin] eingesetzt.

Wirkung des Beifuss:

  • Schutz und Reinigung
  • Unterstützt bei Veränderungen
  • stärkt Intuition
  • baut negative Spannungen ab

Rosmarin zur Vertreibung negativer Gedanken …

 

Rosmarin wurde für die Vertreibung negativer Gedanken und Gefühle eingesetzt (vor allem bei Eifersucht). Rosmarin gilt als herzöffnend und erhöht die Bereitschaft Altes los zu lassen. Nicht selten wird daher Rosmarin dann eingesetzt, wenn Menschen das Vergeben und Verzeihen schwer fällt oder ihnen schweres Leid zugefügt wurde. Er hilft aber auch bei Liebeskummer.

Er hilft aber auch Menschen, die sich selbst übermäßig viel abverlangen und hohe Ansprüche an sich selbst stellen.

Wirkung des Rosmarins:

  • Öffnung des Herzens
  • Anregend und aphrodisierend
  • Loslassen
  • vertreibt negative Gedanken
  • hilft beim Trauern

Weiterführende Beiträge

 

Weiterführende Informationen

 

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, 6922 Wolfurt

 

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