Heilkräuter für Herz- und Kreislaufprobleme

Herz- und Kreislaufprobleme sind nicht selten eine körperliche Reaktion auf den modernen, hektischen, leistungsorientierten Alltag. Der heutige Alltag in der Wohlstandsgesellschaft geht meistens an den Bedürfnissen des Herzens vorbei. Viele Erkrankungen könnten mit einem entsprechenden Lebensstil und dem Einsatz von Heilkräutern vermieden werden. Wie und welche Heilkräuter das Herz-/Kreislaufsystem stärken, erfahren sie in diesem Beitrag.

Grundsätzliches

Es versteht sich von selbst, dass eine Behandlung mit Heilkräutern nur dann Sinn macht, wenn sie auch ihren Lebensstil und ihre Lebensgewohnheiten ändern. Dazu gehört, dass sie sich gesund ernähren und auf Fast Food und Fertigprodukte verzichten. Aber nicht weniger bedeutend ist, dass sie sich regelmäßig in freier Natur bewegen und sportlich betätigen. Dabei gilt, dass sie keinen Leistungssport betreiben sollten, sondern auf die Ausdauer setzen sollten. Gleichzeitig müssen sie auf eine gute Work-Life-Balance achten. Versuchen sie den Stress zu reduzieren und achten sie auf ausreichend Auszeiten für sich und ihre Seele. Darüber hinaus sollten sie versuchen sich mit Entspannungstechniken anzufreunden. Dazu gehören Yoga, Meditation und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson zB. Denn nur, wenn sie das Übel an der Wurzel packen, werden sie ihr Herz-/Kreislaufsystem nachhaltig stärken und heilen!

Heilkräuter, die gut für Herz- und Kreislauf sind

Buchweizen für die Venen

Buchweizen wird ähnlich wie Getreide, gemahlen und zum Backen und Kochen verwendet. Im Vergleich zum vieler Orts eingesetzten Mehl, bietet Buchweizen viele Vorteile, denn Buchweizen enthält Mineralstoffe und Spurenelemente. Wer an Zöliakie leidet, der weiß um die Vorzüge von Buchweizen. Das Kraut des Buchweizens wird zudem auch bei Venenproblemen zum Einsatz gebracht. Es wirkt gegen Ödeme und venöse Stauungen. Buchweizen beinhaltet Rutin, ein Stoff, der eben diese positive Wirkung mit sich bringt.

Knoblauch bei Gefäßverkalkungen

Die liebe, aber sehr intensive Knolle ist ein mehrfach bekanntes natürliches Heilmittel. Der Knoblauch wirkt Gefäßverkalkungen und Gefäßveränderungen entgegen. Damit stärkt die Knolle das Herz-/Kreislaufsystem. Gleichzeitig sorgt er für eine Verbesserung der Durchblutung. Zudem hemmt er die Cholesterinbildung und beeinflusst den Stoffwechsel günstig. Wer auf den unangenehmen Geruch verzichten möchte, der kann sich in der Apotheke entsprechende Kapseln besorgen und auf diesem Wege Knoblauch hochdosiert einnehmen.

Fingerhut für die Schlagkraft des Herzens

Gleich vorab: der Fingerhut wird heute kaum mehr als Heilkraut eingesetzt! Wendet man die Heilpflanze falsch an, hat sie aufgrund der herzwirksamen Glykoside eine mitunter lebensbedrohliche Wirkung. Die Glykoside verbessern die Schlagkraft des Herzens und wirken zudem bremsend auf das Herz ein, wenn es zu schnell schlägt. Daher ist der Einsatz von Fingerhut nur unter fachmännischer Begleitung sinnvoll und richtig, denn alles andere ist lebensgefährlich.

Kampfer gegen niedrigen Blutdruck

Kampfer wird in der Regel äußerlich angewendet und wird dank seiner Inhaltsstoffe in der Regel bei Atemwegserkrankungen und Muskelrheumatismus eingesetzt. Kampfer kann aber auch in geringen Dosen innerlich angewendet werden und wirkt dabei stabilisierend bei niedrigem Blutdruck. Wenn sie in diesem Bereich Kampfer einsetzen möchten, sollten sie in der Apotheke entsprechend abgestimmte Kapseln oder Tropfen erfragen. In der Regel werden sie diese Präparate in Kombination mit Weißdorn erhalten.

Mäusedorn zur Stärkung schwacher Venen

Mäusedorn gehört zu jenen Heilpflanzen, die bei schwachen Venen oder zur Stärkung eben dieser in Anwendung gebracht werden. Die Extrakte des Mäusedorn wirken entzündungshemmend und stärken gleichzeitig die Venenwände. Zudem sorgt Mäusedorn dafür, dass keine Flüssigkeit aus der Blutbahn durch die Gefäßwände ins Gewebe übertritt. Mäusedorn wird nicht als Tee angewendet, sondern in Form von Extraktpräparaten, die sie in der Apotheke erhalten.

Der gefährliche Zwilling des Bärlauchs – das Maiglöckchen

Das Maiglöckchen ist vielen bekannt als hochgiftige Pflanze, deren Blätter dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich schauen. Auch hier gilt, die Dosis macht das Gift. Ähnlich wie der Fingerhut enthält das Maiglöckchen Glykoside, die das schwache Herz schwächen. Nicht ohne Grund darf das Maiglöckchen, wie auch der Fingerhut, nicht auf eigene Faust und ohne fachmännische Begleitung angewendet werden, da es bei Überdosierung eine tödliche Wirkung hat. Auch hier sollten sie auf Fertigprodukte in der Apotheke zurückgreifen.

Olivenöl schütz das Herz und den Kreislauf

Das Öl der Olive wird bei vielen Erkrankungen zum Einsatz gebracht! Besonders wichtig ist jedoch, dass sie auf eine sehr gute Qualität des Öles achten! Das Öl der Olive enthält einfach ungesättigte Fettsäuren, die für ihre vorteilhafte Wirkung für Herz und Kreislauf bekannt sind. Studien belegen, dass Menschen, die auf einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren in ihrer Ernährung achten, über bessere Blutfettwerte aufweisen. Und damit bessere Cholesterinwerte aufweisen. Mit dieser Wirkung kann Olivenöl der Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall dienen. Das Olivenöl verfügt zudem über Substanzen, die antioxidativ und blutverflüssigend wirken. Damit schützt das Olivenöl das Gefäßsystem und unterstützt somit das Herz-/Kreislaufsystem.

Artischocke

Die Artischocke wirkt gegen das Fett im Blut, senkt das Cholesterin und wirkt gegen das Triglycerid. Alle genannten Fette können die sogenannte Arteriosklerose verursachen. Gleichzeitig bekämpft die Artischocke die freien Radikale im Blut. Damit gehört sie den absoluten Top Heilpflanzen für das Herz-/Kreislaufsystem.

Weißdorn

Der Weißdorn ist vielleicht die wichtigste Heilpflanze für den Herz-/Kreislaufbereich. Denn er fördert die Herzmuskelleistung. Des Weiteren steigert er die Durchblutung der Herzkranzgefäße. Damit bekommt der Herzmuskel mehr Sauerstoff. Außerdem soll der Weißdorn einen regulierenden Effekt auf den Herzrhythmus haben.

Soja zur Senkung des Herz-/Kreislaufrisikos

Sojabohnen enthalten einen hohen Anteil an Lecithin. Lecithin spielt eine bedeutende Rolle beim sogenannten Fettstoffwechsel. Damit können Sojabohnen bei der Vorbeugung gegen Gefäßverkalkungen eingesetzt werden. Diese Wirkung wird durch mehrere Studien belegt.

Weitere Heilpflanzen für Herz- und Kreislauf

  • Boretsch
  • Gelber Enzian
  • Herzgespann
  • Mistel
  • Rosmarin
  • Zwiebel

Ätherische Öle mit guter Wirkung für Herz- und Kreislauf

  • Angelika
  • Estragon
  • Kampfer
  • Lavendel
  • Muskat
  • Rose

Die Kraft der Bienen…

Auch Propolis wird gerne bei Herz-/Kreislaufproblemen zur Anwendung gebracht.

Teemischungen für das Herz

Herzbeschwerden

20g         Melisse

10g         Mistel

20g         Baldrian

10g         Frauenmantel

10g         Lavendelblüten

10g         Schlehenblüten

10g         Nelkenwurz

 

Ein Teelöffel dieser Mischung mit einem ¼ Liter Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.

 

2Tl          Herzgespann

 

Kochen sie diesen mit ¼ Wasser auf und lassen sie ihn hernach 15 Minuten ziehen.

 

Herzwein

2 Bund                 Petersilie

3/4l                        Weißwein (trocken)

3 EL                        Apfelessig

 

Gemisch leicht unter den Siedepunkt erhitzen und 10 Minuten lang bei kleiner Hitze köcheln lassen. Anschließend etwas abkühlen lassen (etwa 40°) und dann etwa 300g Honig hinzufügen. Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen jeweils 3 EL davon mit einem Glas lauwarmem Wasser einnehmen.

Homöopathische Mittel

  • Crataegus-Urtinktur
  • Cactus D2, D3
  • Digitalis purpurea D5, D6

Besonders wichtig…

Jede Art von Herzbeschwerden muss schuldmedizinisch abgeklärt werden! Erst nach einer eingehenden Anamnese können und sollten naturheilkundliche Wege zur Behandlung eingeschlagen werden.

Ohne Bedenken können sie aber die Naturheilkunde zur Vorbeugung und Stärkung einsetzen!

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

 

š …oder schreiben sie mir ein Mail…

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