Darmpilze mit Hilfe der Natur bekämpfen

Wenn man von Darmpilzen spricht, dann ist meistens der Candida albicans gemeint, da er am Häufigsten vorkommt. Daneben gibt es aber noch zahlreiche andere Pilzarten, die den Darm parasitär besiedeln können. Grundsätzlich hat jeder Mensch den Candida albicans (eine Hefepilzart) im Darm. Nimmt dieser jedoch überhand, dann wird er zur Gefahr für die Gesundheit und das Immunsystem. Wie sie vorbeugen können und ihren Darm heilen können, erfahren sie in diesem Beitrag.

Darmpilze sind eine Zivilisationskrankheit

Die übermäßige Besiedelung des Darms mit Darmpilzen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Candida albicans, eine Hefepilzart, befindet sich grundsätzlich in jedem Darm und in geringer Konzentration sogar im Nasen-/Rachenraum, in der Scheide und sehr selten sogar auf der Haut.

Die Zunahme von Pilzerkrankungen im Darm ist auf die Lebens- und Essensgewohnheiten zurückzuführen.

Die Infektionen, die zum Beispiel der Candida albicans verursachen kann, sind unter anderdem unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Candidiasis
  • Candidose
  • Candidamykose
  • Monoliasis

Bei Kleinkindern, die noch Windeln tragen, spricht man unter anderem auch vom „Windelsoor“.

Medizinisch von Bedeutung beim Menschen sind folgende Pilzarten:

  • Hefepilze
  • Schimmelpilze
  • Haut- und Haarpilze

Menschen leben ständig unter dem Einfluss einer großen Anzahl von Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien, Viren, aber auch Pilzen und Sporen. Dabei sind viele von diesen Mikroorganismen ständige Gäste im menschlichen Körper. Die meisten von diesen sind für den menschlichen Organismus sogar lebensnotwendig. Allerdings gibt es auch solche, die eine Gefahr darstellen und vom Körper bekämpft werden.

Für unsere Gesundheit und ein intaktes Immunsystem sind ein gesunder Darm und Verdauungstrakt unabdingbar. Daher ist das bewährteste Mittel zur Verhinderung eines übermäßigen Pilzbefalles die Vorsorge!

Wichtig ist jedoch, dass bei ersten Symptomen eines Pilzbefalles sofort reagiert wird, um aus dem Kreislauf ausbrechen zu können.

Warum sie eine Übersiedelung mit Darmpilzen bekämpfen sollten

  • das Immunsystem ist bereits geschwächt, dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Besiedelung durch Pilze weiter ausdehnt und das Immunsystem weiter schwächt
  • Betroffene, bei denen sich Hefepilze übermäßig angesiedelt haben, leiden oft unter mangelnder Energie und fühlen sich schwach und müde. Pilze können Zucker, Vitamine und andere Nährstoffe verstoffwechseln.
  • Hefepilze erzeugen bei ihrem Stoffwechsel Alkohol und toxische Fuselsubstanzen, die das Darmmilieu vergiften und die Leber belasten.
  • Durch die permanente Belastung der Leber kann diese immer weniger ihren Entgiftungsaufgaben nachkommen.
  • Die allgemeine Leberschwäche wirkt sich schlußendlich auf den gesamten Organismus aus.

Symptome und Ursachen des Candida albicans

Da die Auswirkungen einen übermäßigen Darmpilzbefalles sehr vielfältig sind (wie eingangs bereits geschildert), ist auch die Symptomatik sehr vielfältig. Folgende taxative Aufzählung verdeutlicht, wie unterschiedlich die Symptome sein können:

  • Hunger nach Kohlenhydraten (z. B.: Nudeln, Reis, Zucker, etc.)
  • sehr ausgeprägte Müdigkeit oder Schwäche
  • rheumatische Beschwerden
  • Verdauungsstörungen (wie z. B.: Blähungen, etc.)
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen (nicht selten sind Pilzerkrankungen Verursacher von Migräne)
  • schwaches Immunsystem (häufige Erkrankung an Infektionskrankheiten, etc.)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Hautbeschwerden

Auch die Ursachen sind ähnlich mannigfaltig, wie die Symptomatik. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass es immer wieder auf ein geschwächtes Immunsystem hinausläuft.

Die folgenden Ursachen – nicht selten in Kombination – sind unter anderem mitverantwortlich für eine übermäßige Ansiedelung von Darmpilzen:

  • Elektrosmog
  • Stress und psychische Probleme
  • Umweltgifte
  • Schwermetallbelastung
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Infektionskrankheiten, die das Immunsystem schwächen
  • Lebesmittelintoleranzen
  • falsche Ernährung
  • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten (z. B.: Antibiotika, Cortison, etc.)

Sie sehen, ein übermäßiger Befall mit Darmpilzen hat weitreichende Folgen. Daher ist eine Abklärung unbedingt erforderlich! Candida albicans lässt sich am einfachsten über eine Stuhlprobe diagnostizieren. Wesentlich effizienter ist jedoch die Untersuchung des Urins auf D-Arabinitol.

Wie Darmpilze natürlich bekämpft werden können

Gleich vorab: die Behandlung von Darmpilzen nimmt Zeit und Geduld in Anspruch! Für die Sanierung müssen sie zwischen drei und zwölf Monaten rechnen!

1. Die Ernährung als einer der wichtigsten Schlüssel für die Gesundheit

Eine Pilzerkrankung im Darm macht den Einbezug der Ernährung unerlässlich! Wer den Pilz mit anderen Mitteln bekämpft, sich aber weiterhin falsch ernährt beziehungsweise so ernährt, dass das Pilzwachstum gefördert wird, treibt den Befall weiter voran.

Wichtig bei allen Pilzerkrankungen ist eine Kohlenhydrat arme Ernährung und basische Ernährung. Das heißt Betroffene sollten folgende Lebensmittel von ihrem Speiseplan streichen oder den Konsum deutlich reduzieren:

  • Reduktion von Zuckerzufuhr (auch Fruchtzucker!)
  • Verzicht auf Weissmehl
  • Verzicht auf weißen Reis
  • Trockenfrüchte

Betroffene müssen zudem auf alkoholische Getränke verzichten. Fast Food und Fertigprodukte müssen ebenfalls vom Speiseplan gestrichen werden.

Fast Food - Nährboden für Pilzerkrankungen

RitaE / Pixabay – Fast Food – Nährboden für Pilzerkrankungen

Gerade bei Menschen, die von Pilzerkrankungen betroffen sind, ist der Weg zu einem Ernährungsberater mehr als nur empfehlenswert!

2. Darmsanierung in mehreren Etappen

Neben der Ernährungsumstellung ist eine nachhaltige Darmsanierung unerlässlich. Wichtig ist jedoch, dass die Darmsanierung gut abgestimmt ist und in mehreren Etappen erfolgt.

  1. Darmsanierung – Pilzreduktion

  2. Darmsanierung – Aufbau eines gesunden Milieus

  3. Darmsanierung – Aufbau/Stärkung der Darmflora

Um die Darmsanierung erfolgreich umzusetzen, empfiehlt es sich einen Ernährungsexperten oder Naturheilkundler beizuziehen. Denn es ist besonders wichtig, dass die Sanierung gut abegestimmt ist.

In der ersten Phase sollen Giftstoffe ausgeleitet werden und das Pilzwachstum eingedämmt werden. Als ausleitende Verfahren haben sich hier Heilfasten und die Colon-Hydro-Therapie bewährt.

Mehr zum Thema Darmsanierung finden sie unter anderem hier.

3. Natürliche Antimykotika zur Eindämmung von Pilzbefall

Antimykotika werden nicht selten zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen eingesetzt. Die folgenden sieben Lebensmittel sind natürliche Antimykotika, die den Pilzen das Leben schwer machen. Betroffene sollten sich daher mit ihnen anfreunden!

Kokosöl für den gesunden Darm

moho01 / Pixabay – Kokosöl für den gesunden Darm

  • Kokosöl
  • Grapefruitkern-Extrakt
  • Knoblauch
  • Oregano-Öl (ätherisches, Bio-Qualität)
  • Ingwer
  • Aloe-Vera
  • Olivenblatt-Extrakt
  • Granatapfel

Was sie sonst noch tun können

  • wechseln sie ihre Zahnbürste alle drei Wochen
  • legen sie die Zahnbürste über Nacht in ein Glas Wasser mit 3-4 Tropfen hochwertigem Teebaumöl
  • kaufen sie Zahnprodukte auf Basis des Teebaumöls
  • machen sie Sport in Mutter Natur (wichtig: kein Leistungssport, sondern Aufbausport!)
  • denken sie über die Einnahme von kolloidalem Silber nach

Was sie unbedingt beachten müssen

Die Auswirkungen von Pilzbefall sind sehr vielfältig und haben Tragweite. Daher sollte vor jeder Behandlung eine ausführliche Anamnese, sowie eine schulmedizinische Befundung stehen.

Folgende Punkte sollten abgeklärt werden:

  • liegen Entzündungen vor
  • bestehen Lebensmittelunverträglichkeiten
  • arbeitet die Bauchspeicheldrüse richtig
  • liegt eine Infektion mit Helicobacter vor
  • liegt eine Zöliakie vor
  • kann eine Erkrankung an Krebs ausgeschlossen werden

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Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

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Doris Jäger

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