Mit dem Rauchen aufhören – Raucherentwöhnung

Mit dem Rauchen aufhören - Raucherentwöhnung

Das Rauchen gehört neben dem Alkohol zu den größten Suchtproblemen des deutschsprachigen Raumes. Das Rauchen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit, sondern belastet auch den Geldbeutel der betroffenen immer mehr, da die Preise für Zigaretten stetig steigen. Doch das Aufhören mit dem Rauchen ist nicht einfach.

Gleich vorab, wir möchten hier zu Beginn nur nochmals einige Punkte in Erinnerung rufen, warum das Rauchen so schädlich ist. Da es aber dazu ausreichend Informationen gibt, möchten wir dies in der Einleitung so kurz wie möglich halten und anschließend darauf eingehen, wie sie endlich erfolgreich zum Nichtraucher werden können.

Was das Rauchen so schädlich macht

Das Rauchen wirkt mehrfach schädlich. Neben der akuten Krebsgefahr bringt das Rauchen in der Regel Durchblutungsstörungen, Asthma (COPD) und andere schwerwiegende organische Probleme mit sich.

Lungenkrebs, COPD und viele Erkrankungen mehr sind die Folge des Rauchens

fantareis / Pixabay – Lungenkrebs, COPD und viele Erkrankungen mehr sind die Folge des Rauchens

Es ist nicht vor allem das Nikotin das so schädlich ist, sondern die vielen anderen Giftstoffe, die sich im heutigen Tabak befinden. Und mal ehrlich, wenn sie selbst täglich über 10 Zigaretten rauchen, dann müssen sie hier an dieser Stelle nichts über Nebenwirkungen lesen. Denn in der Regel haben Raucher, die bereits längere Zeit rauchen mindestens eines der vielen Beschwerdebilder, die das Rauchen mit sich bringt, selbst.

Das Rauchen verursacht nicht nur Lungenkrebs

Heute weiß man, dass das Rauchen nicht nur Lungenkrebs verursacht, sondern auch viele andere Organe belastet und diese für Krebs empfänglicher macht. Laut wissenschaftlichen Studien erhöht das Rauchen zumindest das Risiko an folgenden Krebsarten zu erkranken:

  • Lungenkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Nierenkrebs
  • Magenkrebs
  • Knochenmarkkrebs

Das Rauchen ist ein Risiko für ihre Kinder

Wer nicht für sich selbst aufhört mit dem Rauchen, der muss es für seine Kinder tun. Denn Kinder Rauchen mit und gerade für Kinder sind die Spätfolgen des Passivrauchens erheblich. Besonders dramatisch sind die Folgen für die Kinder, wenn bereits während der Schwangerschaft geraucht wird.

Wie auch sie endlich Nichtraucher werden

Verzichten sie auf Entwöhnungsmittel, die sie überlicherweise erhalten. Gerade die starken Medikamente bringen schwere Nebenwirkungen mit sich. Champix ist ein Entwöhnungsmittel dieser Art. Allerdings kann Champix auch zu schweren neuropsychiatrischen Reaktionen führen. Aber auch andere Entwöhnungsmittel können starke Nebenwirkungen verursachen. Verzichten sie daher darauf!

Sehr starke Raucher können begleitend über Präparate mit Nikotinersatzstoffen nachdenken. Diese machen im Falle von starken Rauchern durchaus Sinn, sollten aber die einzigen Entwöhnungsmittel bleiben.

1. Machen sie sich die Folgen des Rauchens während der Entzugsphase immer wieder bewusst

Wichtig ist, dass sie bewusst aufhören zu Rauchen! Machen sie sich immer wieder bewusst, warum sie aufhören. Und mal ehrlich, die Gründe sprechen für sich. Lesen sie während der Entzugsphase über die Folgen des Rauchens. Im Internet gibt es dazu viele tolle Quellen. Aber es gibt auch viele tolle Bücher zu diesem Thema.

Sie hören auf für ihre Gesundheit! Sie möchten nicht an COPD erkranken, sie möchten keinen Krebs bekommen und endlich wieder beim Sport richtig durchatmen können. Sie möchten endlich wieder richtig durchschlafen.

Wenn sie Kinder haben, dann machen sie sich bewusst, dass sie auch für deren Gesundheit aufhören! Passivrauchen ist gerade für ihre Liebsten richtiges Gift mit vielen Spätfolgen. Sollten sie gerade Schwanger sein, das größte Glück der Welt, dann machen sie sich bewusst, dass gerade Rauchen während der Schwangerschaft enorm schädlich ist für ihren Nachwuchs.

Und wenn all dies nicht ausreicht, dann rechnen sie sich aus, was sie sich mit dem ersparten Geld (abgesehen von etwaigen Kosten für spätere Folgeerkrankungen) durch das Nichtrauchen, leisten können. Viele Betroffene können sich damit einen schönen Urlaub finanzieren.

Machen sie sich täglich bewusst, warum sie aufhören! Sollten sie alleine dazu nicht in der Lage sein, überlegen sie sich ein professionelles Coaching!

Das Entscheidende, damit sie es schaffen, das ist ihr Wille endlich Nichtraucher zu sein!

2. Lenken sie sich ab!

Jeder Raucher kennt das: sie warten gerade auf den Bus oder einen Termin. Ihnen ist langweilig, die „Kippe“ hilft dabei, diese Langeweile zu überbrücken. Raucher rauchen nicht selten aus reiner Langeweile, weil es eben nichts Besseres zu tun gibt. An diese Phasen erinnert sie ihre Psyche während der Entzugsphase. Daher ist es wichtig, dass sie vorbauen, damit sie sich in solchen Phasen gut ablenken können.

Lösen sie ein Rätsel. Beschäftigen sie ihre Finger mit etwas. Egal wie, wichtig ist, dass sie sich gut ablenken, denn gerade diese „Lücken“, an die sich ihr Suchthirn erinnert, gilt es erfolgreich zu überbrücken.

3. Arbeiten sie mit Rituale

Gerade die Zigarette nach einem guten Essen oder Zigarette beim Kaffee zum Frühstück sind jene, die sie als Raucher wahrscheinlich am meisten vermissen werden. Auch hier gilt es, Rituale zu schaffen, die das Rauchen ersetzen! Auch hier wird sich ihr Suchthirn melden und sie daran erinnern, wie einzigartig schön das Rauchen doch war.

Ersetzen sie die Zigarette am Morgen zum Beispiel durch sportliche Betätigung oder Entspannungsübungen (Yoga, Mediation, …). Machen sie zum Beispiel das Fenster auf, nehmen sie ein paar tiefe Atemzüge der frischen Luft und machen sie bewusst einige wenige Übungen.

4. Es ist Zeit für ein Bewegungsprogramm

Wissenschaftliche Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung an der frischen Luft die Raucherentwöhnung unterstützt. Durch regelmäßige Bewegung sollen sich die Entzugssymptome verringern, aber auch die Rückfallsrate reduziert werden. Gleichzeitig tun sie ihrem Körper und ihrem Selbstbewusstsein etwas Gutes!

Wichtig ist, dass sie sich nicht zu Beginn mit Spitzenleistungen quälen, sondern gesunden Ausdauersport setzen. Wandern, Langlaufen und Nordic Walking eignen sich bestens hierfür.

Wandern lenkt ab, ist gesund und während der Raucherentwöhnung optimal

Hermann / Pixabay – Wandern lenkt ab, ist gesund und während der Raucherentwöhnung optimal

5. Lassen sie die Suchtpunkte akupunktieren

Die Ohrakupunktur hat sich insbesondere bei Suchtproblematiken mehr als nur bewährt. Sie unterstützt die Betroffenen beim Entzug und lindert zugleich die Symptome des Entzuges.

In der modernen Suchttherapie gehört die Ohrakupunktur nicht ohne Grund zu einem fixen Bestandteil der gesamten Therapie. Sie erleichtert den Betroffenen über den körperlichen Entzug hinweg zu kommen.

6. Unterstützen sie die Behandlung mit Hypnose

Wie auch die Ohrakupunktur, hat sich die Hypnose als begleitende Therapie während der Entzugsphase bewährt. Viele naturheilkundlichen Experten bieten die Raucherentwöhnung in Kombination mit Ohrakupunktur und Hypnose an.

7. Wenn sie starker Raucher sind, ziehen sie Nikotinpflaster in Erwägung

Gerade bei sehr starken Rauchern können die Entzugserscheinungen sehr heftig sein. Mittlerweile sind am Markt gute Nikotinersatzprodukte, wie zum Beispiel Nikotinpflaster, erhältlich. Diese erleichtern insbesondere in den ersten Wochen den Ausstieg aus der Sucht.

8. Lassen sie sich coachen oder ziehen sie einen Therapeuten mit ein

Vieles beim Rauchen hat mit Verhalten zu tun. Verhalten, das sie sich über Jahre hinweg antrainiert haben. Verhalten, das es abzustellen gilt und zu ändern gilt. Das ist nicht immer einfach, daher überlegen sie sich, ob sie zu Beginn der Raucherentwöhnung nicht zum Beispiel einen Therapeuten oder einen Coach begleitend hinzuziehen. Es erleichtert ihnen den Einstieg in der Anfangsphase nicht unerheblich.

9. Vermeiden sie Situationen, die zum Rauchen animieren

Gerade in den ersten Wochen der Raucherentwöhnung sollten sie Situationen (Orte und Menschen) meiden, die zum Rauchen animieren. Versuchen sie sich abzulenken – mit neuen Aufgaben oder Entspannungsübungen. Machen sie sich die Punkte aus Punkt 1. nochmals bewusst. Sie schaffen das! Wichtig ist, dass sie sich nicht unnötig der Versuchung aussetzen. Es sei denn, sie möchten es sich unnötig schwer machen.

10. Achten sie jetzt auf ihre Ernährung

Das Rauchen regt den Stoffwechsel an. Wenn sie nicht mehr rauchen, dann benötigt ihr Körper weniger Kalorien. Sollten sie Heißhunger bekommen, dann achten sie darauf, dass sie dem Körper Obst und Gemüse zuführen und auf Süßes bewusst verzichten. Vielen Betroffenen hilft es auch zuckerfreie Kaugummis zu kauen. Wichtig ist jedoch, dass sie sich jetzt gesund und ausgewogen ernähren.

11. Tun sie sich etwas Guten – belohnen sie sich

Ein Tipp, der kleine Wunder wirkt. Legen sie bereits am ersten Tag der Raucherentwöhnung das gesparte Geld zur Seite und bauen sie Etappenziele ein.

Etappenziele bei den sie das so ersparte Geld für etwas verwenden, das ihnen Spaß und Freude macht. Wählen sie am Anfang kürzere Etappenziele, die sie mit Fortlauf der Entwöhnung ausdehnen.

Sie werden sehen, sie werden so richtig Spaß am Nichtrauchen haben, wenn sie es geschafft haben, denn man kann sich wirklich schöne Dinge aus dem ersparten Geld leisten.

12. Es wird leichter – von Tag zu Tag

Machen sie sich bewusst, dass das Nichtrauchen von Tag zu Tag leichter fällt. Bereits nach kurzer Zeit werden sie kaum mehr körperliche Entzugserscheinungen mehr haben.

Sollten sie jetzt mehr Hunger haben, dann beginnen sie mit Sporteinheiten und achten sie auf die Ernährung. So können sie vermeiden, dass das Nichtrauchen zu einer Erhöhung des Körpergewichtes führt.

13. Heilkräuter, die beruhigend wirken

14. Heilkräuter, die bei der Raucherentwöhnung helfen können

Hier möchten wir vor allem Kudzu hervorheben. Eine Pflanze, die in der Lage ist, das Suchtverlangen zu lindern. Mehr dazu lesen sie hier:

15. Machen sie sich an jedem rauchfreien Tag bewusst…

dass sie eine Zigarette wieder an den Anfang des Weges zurückwirft! Hören sie nicht auf Sprüche, wie zum Beispiel: „Eine ist keine!“. Vergessen sie nicht, die für die Sucht verantwortlichen Sensoren im menschlichen Gehirn, sowie auch ihr Körper erinnern sich sofort wieder an das alte Verlangen. Möchten sie wirklich von Vorne beginnen und „Täglich grüßt das Murmeltier“ spielen?

Wie sich die Raucherentwöhnung auf sie und ihren Körper auswirkt – was sie davon haben!

Folgende Punkte sollen ihnen verdeutlichen, warum es an der Zeit ist, mit dem Rauchen aufzuhören:

  • nach nur 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck schon wieder auf normale Werte ab
  • nach bereits 8 Stunden sinkt der Kohlenmonoxidspiegel im Blut und ihre roten Blutkörperchen transportieren wieder ausreichend Sauerstoff
  • nach bereits zwei Tagen ist ihr Körper frei von Nikotin und sie werden wieder besser schmecken und riechen können
  • die Atmung verbessert sich bereits nach drei Tagen
  • ihr Kreislauf erreicht nach circa zwei Monaten wieder Normalwerte (abhängig, wie lange sie zuvor Raucher waren)
  • nach drei bis neun Monaten erreicht ihre Lungenfunktion wieder Normalwerte
  • nach einem Jahr ist das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden nur noch halb so groß
  • nach zehn Jahren reduziert sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte
  • bereits nach kurzer Zeit verbessert sich die Erektionsfähigkeit
  • Nichtraucher sind fruchtbarer, als Raucher
  • die Haut kann sich wieder regenerieren

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Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger


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