Darmpilze – Symptome und Therapie | naturalsmedizin.com

Darmpilze - Symptome und Therapie

Darmpilze – Symptome und Therapie – waren viele Jahre lang in aller Munde und wurden als Hauptverursacher für viele Probleme aus dem Hut gezaubert. „Der Tod sitzt im Darm“ und andere Headlines garantierten Leser und Kunden. Heute weiß man, dass jeder Mensch Hefepilze, wie den Candida albicans im Darm hat, und dass der Pilzbefall nur für Menschen kritisch ist, deren Organismus ohnehin angeschlagen ist. Nichts desto trotz sollte man die Darmpilze nicht unterschätzen, denn dank ungesunder Ernährung und ungünstigen Lebensgewohnheiten finden sie ein hervorragendes Umfeld für Wachstum. Erfahre im aktuellen Beitrag alles über Darmpilze, deren Symptome und Therapieansätze.

Welche Pilze befinden sich in unserem Darm?

Auch bei gesunden Menschen befinden sich nahezu über 40 Pilzarten im Darm. Dazu zählen unter anderem:

  • 20 Arten der Gattung Candida
  • 10 Arten der Gattung Saccharomyces
  • Schimmelpilze wie Geotrichum, Aspergillus und Penicillium

Welche Symptome bringen Darmpilze mit sich?

Wie bereits eingangs erwähnt, kann man festhalten, dass jeder gesunde Mensch Darmpilze in sich trägt. Bei Menschen mit krankem Organismus oder aber ungesunder Lebensweise kann ein Befall mit Darmpilzen weitreichende Folgen nach sich ziehen. Wer also Darmpilzen vorbeugen möchte, achtet auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine gute Balance zwischen Körper-Geist und Seele.

Wie bei fast allem gilt auch bei Darmpilzen: „Die Dosis macht das Gift!“. Soll heißen, werden es zu viele, dann kann es zu Kettenreaktionen kommen, die den Betroffenen das Leben sehr schwer machen können. Daher empfiehlt es sich bereits vorab das Augenmerk auf Prävention zu legen.

Mögliche Symptome, die Darmpilze verursachen können

Der Darm spielt für den Menschen eine zentrale Rolle! Funktioniert dieser nicht, dann leidet das Immunsystem und der Körper kann aus der Nahrung nicht ausreichend Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen. Daher kann eine Überwucherung mit Darmpilzen in der Darmflora weitreichende Folgen nach sich ziehen. Mögliche Symptome können unter anderem die Folgenden sein:

Heißhunger auf Süßes kann ein Zeichen für eine Pilzerkrankung sein

Daria-Yakovleva / Pixabay – Heißhunger auf Süßes kann ein Zeichen für eine Pilzerkrankung sein

  • Juckreiz
  • Hunger auf Süßes
  • wechselnder Stuhlgang (Verstopfung, Durchfall)
  • juckende Rötungen im Afterbereich
  • Blähungen (Gas-Blähbauch)
  • erhöhte Anfälligkeit für Infekte (Erkältung, Grippe, etc.)
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • grundlose Schweissausbrüche
  • Koliken
  • Sodbrennen
  • chronisch entzündliche Darmentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Blasen- oder/und Harnleiterentzündungen
  • Potenzverlust
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • allergische Reaktionen (wie z. B.: Heuschnupfen)
  • allergisches Asthma
  • Hauterkrankungen (u. a. Neurodermitis)
  • Arthritis
  • Arthrosen
  • Gicht
  • Haarprobleme
  • Augenstörungen

Viele der zuvor angeführten Pilzarten gehören zu einer intakten Darmflora. Ein verstärkter Befall mit Candida albicans – der sich für zwei Drittel aller Darmpilzerkrankungen verantwortlich zeichnet – ist jedoch ein typischer Krankmacher. Der Candida glabrata befindet sich häufig in der Flora der Vagina.

Betroffene klagen oft darüber, dass sie sich krank fühlen, aber kein definitiver Grund diagnostiziert wird.

Ursachen für eine Darmpilzerkrankung

Hefepilze, wie der Candida albicans, werden durch Milieustörungen im Magen-Darm-Trakt begünstigt. Milieustörungen können durch folgende Umstände verursacht werden:

Antibiotika können Darmpilzerkrankungen begünstigen

ulleo / Pixabay – Antibiotika können Darmpilzerkrankungen begünstigen

Der Candida albicans gedeiht hervorragend, wenn ihm regelmäßig Kohlenhydrate, Zucker, Calcium und Zink zugeführt wird. In der Regel beginnt der Befall im Dünndarm und setzt sich dann in anderen Bereichen fort. Das gefährliche an einer Überwucherung mit Pilzen ist, dass diese die wichtigen Nährstoffe aus der Nahrung (z. B.: Calcium, Zink, etc.) vor dem menschlichen Organismus für sich vereinnahmt. Dadurch wird der Körper langfristig geschwächt und das Immunsystem wird schwächer. Eine Gelegenheit, die der Pilz dazu nutzt, um sich weiter auszubreiten.

Die Heimtücke der Darmpilze

Da es sich für unseren Organismus um keinen geladenen Gast handelt bei Darmpilzen, versucht dieser den Pilzbefall einzugrenzen. Grund genug für den Pilz, sich mit seinem eigenen Gift – den sogenannten Mykotoxine -, vor den Angriffen des Immunsystems, aber auch vor Bakterien und Viren zu schützen.

Achten sie vor allem auf ihre Ernährung bei einer Darmpilzerkrankung

Betroffene sollten als Erstes ihre Ernährung auf den Prüfstand stellen. Dem Pilz muss die Grundlage für das Wachstum entzogen werden! Dies erfordert, neben einer begleitenden natürlichen Pilzbehandlung, vor allem auch über die richtige Ernährung.

Wir empfehlen Erkrankten sich eine Zeit lang basisch zu ernähren! Gleichzeitig sollten Betroffene darauf achten, dass sie tendenziell auf säurespendende Nahrungsmittel verzichten.

Was sie vom Speiseplan streichen sollten beziehungsweise stark reduzieren sollten

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Fertigprodukte
  • Fast Food
  • Zucker

Bitte – auch wenn es nicht zu den Nahrungsmitteln zählt – Betroffene sollten auch das Rauchen einstellen!

Säurespendende Nahrungsmittel – auf die sie ebenfalls verzichten sollten

  • Eiweiss (tierisches Eiweiss wie z. B. Fleisch, Fisch, Käse)
  • Milchprodukte
  • Alkohol, Kaffee
  • erhitzte Öle
  • stark angebratenes
  • saure Früchte
  • Getreide

Wichtig: Gewöhnen sie sich auch ausreichendes Kauen der Speisen an! Zu schnelles Essen erhöht die Verweildauer der Speisen im Darm und begünstigt somit den Gärungs- und Fäulnisprozess!

Worauf sie beim Essen achten sollten

Gemüse und Obst gehören zur gesunden Ernährung

JerzyGorecki / Pixabay – Gemüse und Obst gehören zur gesunden Ernährung

Essen sie täglich frisches Gemüse und Obst. Am besten in Bio-Qualität, um auch die Zufuhr von Giftstoffen einzuschränken. Wenn sie die basische Kost nicht durchhalten, dann kombinieren sie Säurespender und Basenspender im Verhältnis 1:2.

Rohkost sollten sie nur bis Mittag zu sich nehmen. Nehmen sie nur gute Öle zu sich. Achten sie darauf, dass dies aus einer Kaltpressung kommen. Vermeiden sie Hektik beim Essen und ritualisieren sie die Mahlzeiten.

Reinigen sie ihren Darm

Darmpilze – Therapie und antimykotische Mittel und Wirkstoffe

Nystatin ein biologischer Stoff gegen Pilzerkrankungen

Gleich vorab: Nystatin empfehlen wir ausschließlich bei einem sehr hartnäckigen und sehr ausgeprägten Pilzbefall. Es handelt sich dabei um einen biologischen Stoff, der erstmals 1950 aus einem Bodenbakterium gewonnen wurde. Der Wirkstoff tötet Hefepilze ab. Bei der Behandlung mit Nystatin (in der Apotheke erhältlich) kann es bei empfindlichen Menschen zu unerwünschten Hautreaktionen kommen.

Pflanzen, die antimykotisch wirken

Cayenne-Pfeffer wirkt antimykotisch

jill111 / Pixabay – Cayenne-Pfeffer wirkt antimykotisch

  • Kokosprodukte
  • Mandeln
  • Cayenne-Pfeffer
  • Kresse
  • Granatapfel
  • Knoblauch
  • Oregano

Antimykotische, naturheilkundliche Präparate

  • Kolloidales Silber
  • Grapefruitkernextrakt
  • Caprylsäure
  • Oreganoöl
  • Niembaum
  • Lapacho-Tee
  • Olivenblätter Extrakt

Antimykotische Kur auf natürliche Art

  1. Woche: jeweils 15 Tropfen hochwertiges Oregano-Öl in einen Liter Wasser geben und über den Tag verteilt trinken
  2. Woche: AC-Formula (Caprylsäure) – nehmen sie zusätzlich Selen und Zink zu sich (Präparate erhalten sie im Drogeriemarkt oder in der Apotheke)
  3. Woche: Furfurol D6 und Borretsch-Öl
  4. Woche: AC-Formula (Caprylsäure) und Ölziehen mit Thymian Öl²
  5. Woche: Furfurol D6
  6. Woche: jeweils 15 Tropfen hochwertiges Oregano-Öl in einen Liter Wasser geben und über den Tag verteilt trinken

Betroffene, die unter einem sehr starken Pilzbefall leiden, sollten sich überlegen, ob sie in der 1. Woche Ampho-Moronal und in der 6. Woche Candida Nosode D6 einsetzen.

² Ölziehen:

Für das Ölziehen – das macht man idealerweise am Morgen direkt nach dem Aufstehen – nimmst Du einen Esslöffel hochwertiges Kokosöl und gibst 3 Tropfen hochwertiges Thymian oder Teebaumöl hinzu. Nimm das Gemisch in den Mund und presse es von links nach rechts und wiederhole den Vorgang für 20 Minuten. Wenn sie am Morgen keine 20 Minuten Zeit haben, dann machen sie das Prozedere 10 Minuten am Morgen und 10 Minuten am Abend. Das Gemisch anschließend ausspucken und die Zähne mit einer natürlichen Zahncreme (z. B.: auf Teebaum-Öl Basis) reinigen.

Heilkräuter – Tee’s mit antimykotischer Wirkung

Zu den Heilkräutern, die als Tee eingesetzt werden können und antimykotisch wirken zählen unter anderem:

  • Efeu
  • Thymian
  • Blutwurz
  • Zinnkraut
  • Eberwurz
  • Angelika
  • Lapacho

Wichtig – stärken sie vor allem ihr Immunsystem

 

Weitere Beiträge zum Thema

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

Blogheim.at Logo

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste

 

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.