Vegetatives Nervensystem – Fehlfunktion

Probleme mit dem vegetativen Nervensystem?

Wenige Menschen haben es im Fokus und doch steuert es viele lebenswichtige Körperfunktionen – das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist unter anderem für die Atmung, die Verdauung und den Stoffwechsel mitverantwortlich. Daneben wirkt es auf den Blutdruck, den Speichel, das Gehirn und den Hormonhaushalt. Das vegetative Nervensystem wirkt im Unter-(Hinter-)grund und daher wird es nicht selten bei Diagnosen, Problemen und Erkrankungen nur wenig beachtet. Mehr über das diese Untergrundorganisation erfahren sie im aktuellen Beitrag von naturalsmedizin.com.

Wie das Nervensystem aufgebaut ist

Unser Nervensystem ist ein hoch komplexes Netzwerk

geralt / Pixabay – Unser Nervensystem ist ein hoch komplexes Netzwerk

Ohne Frage – das menschliche Nervensystem ist mit Sicherheit in vielerlei Hinsicht das komplexeste funktionelle System des Organismus. Es ist verantwortlich für zahlreiche – für den Alltag notwendige – Funktionen. Kommunikation mit der Umwelt wäre zum Beispiel ohne unser Nervensystem nicht möglich. Milliarden von fein abgestimmten elektrischen Impulsen jagen im Sekundentakt durch unser Nervensystem. Betrachtet man das Nervensystem genauer, dann wird augenscheinlich, dass es wahrlich ein Meisterwerk ist, denn es zieht sich, wie ein Telefonnetz, durch den ganzen menschlichen Körper. Dabei ist es mit verantwortlich dafür, was wir wahrnehmen, was wir denken und was wir fühlen. Und eben aus dieser Wahrnehmung werden wiederum zahlreiche Verhaltensweisen, wie Wut, Zorn oder Freude abgeleitet. Damit wird auch klar und deutlich, welche Auswirkung Störungen im Nervensystem für uns haben können.

Wie das Nervensystem unterteilt wird

  • zentrales Nervensystem
  • peripheres Nervensystem

Dabei umfasst das zentrale Nervensystem aus anatomischer Sicht das Gehirn und das Rückenmark. Das periphere Nervensystem setzt sich aus Hirn- und Spinalnerven, sowie Ganglien, zusammen.

Das vegetative Nervensystem als Teil des peripheren Nervensystems

Das periphere Nervensystem wird wie folgt unterteilt:

  • somatisches Nervensystem
  • vegetatives Nervensystem

Wofür das vegetative Nervensystem verantwortlich ist

Das vegetative Nervensystem ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts im Körper (Homöostase). Daneben zeichnet es sich verantwortlich für die Steuerung vegetativer Funktionen, wie zum Beispiel für den Herzschlag, die Atmung, die Verdauung, die Fortpflanzung und den Stoffwechsel. Vegetative Funktionen die für unseren Alltag lebenswichtig sind.

Unterteilung des vegetativen Nervensystems

In der Medizin werden drei Teile des vegetativen Nervensystems unterschieden:

  • Sympathikus
  • Parasympathikus
  • enterisches Nervensystem

Dabei verlaufen die Nervenbahnen des Sympathikus und des Parasympathikus vom zentralen Nervensystem zu den Organen. Grundsätzlich arbeiten der Sympathikus und der Parasympathikus gegenläufig, können sich aber bei einigen Funktionen ergänzen.

Die Rolle des Symphatikus

Der Sympathikus stellt bei Stress und körperlicher Erregung, Energie und Ressourcen bereit und wirkt damit anregend für Aktivitäten. Das sympathische Nervensystem innerviert das Herz, die Muskulatur der Blutgefäße, die Haarfollikel, die Schweißdrüßen und die Lunge. Er ist zeichnet sich dafür verantwortlich, dass der menschliche Organismus für mögliche Notfälle vorbereitet ist. Damit kann die Funktion des sympathischen Nervensystems als zentral für den menschlichen Alltag angesehen werden. Eine Störung hätte dramatische Auswirkungen.

Die Rolle des Parasympathikus

Stachelt der Sympathikus an, so sorgt der Parasympathikus für Erholung. Er sorgt dafür, dass die Leistungsreserven des Körpers wieder aufgebaut werden und speichert Energie für spätere Aktivitäten.

Grundsätzliches zum vegetativen Nervensystem

Die Steuerungszentrale des Vegetativum ist der Hypothalamus

geralt / Pixabay – Die Steuerungszentrale des Vegetativum ist der Hypothalamus

Beim vegetativen Nervensystem handelt es sich um einen unbewussten Steuerungsmechanismus. Die Steuerungszentrale dieses Nervensystems sitzt im Hypothalamus. Die Steuerung und Regelung läuft mehr oder weniger automatisch ab und kann mit einer automatischen Temperaturregelung einer Heizung verglichen werden. Das Vegetativum steuert im Großen und Ganzen alle willentlich nicht beeinflussbaren Faktoren.

Warum kann es beim vegetativen Nervensystem zu Problemen kommen?

Probleme beziehungsweise Fehlsteuerungen werden in der Medizin als autonome Dysregulation oder somatoforme Beschwerden bezeichnet. Nicht selten werden diese Krankheitsbilder gerne als Befundung eingesetzt, wenn die Ursachenforschung befundlos blieb. Da dahinter nicht ungern seelische Probleme vermutet werden, erfolgt die Behandlung nicht selten in Form von Psychotherapie oder entsprechenden Medikamenten.

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass eine ganzheitliche Betrachtung gerade bei diesem empfindlichen Steuerungselement besonders wichtig ist. Nicht selten steht hinter einer Fehlfunktion tatsächlich ein seelischer Konflikt. Allerdings ein unbewusst seelischer Konflikt, der von den Betroffenen nicht wahrgenommen wird beziehungsweise werden kann. Dieser Umstand muss daher allen Betroffenen bewusst sein! Denn diese Konflikte sind eben noch nicht bewusst! Erst mit einer entsprechenden Behandlung (die naturheilkundlich gut möglich ist), sind Betroffene im Verlauf der Behandlung in der Lage über diese Konflikte nachzudenken.

Vegetative Fehlfunktionen können aber auch durch folgende Ursachen ausgelöst werden:

  • chronische Entzündungen 
  • funktionelle Organstörungen (hier vor allem Störungen in der Darmflora)
  • Fehlfunktionen der Galle oder des Magens
  • permanente Belastung durch Strahlen
  • Schlafstörungen

Daher ist eine ganzheitliche Betrachtung unerlässlich! Probleme in den angeführten Organen zu diagnostizieren ist in der Regel unproblematisch, allerdings die Befundung einer Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems stellt die Schulmedizin vor ein Problem. Ist diese hingegen der Auslöser der Probleme, dann kann die Heilung nur erfolgen, wenn das vegetative Nervensystem selbst behandelt wird. Und gerade in diesem Bereich liegt die Stärke der naturheilkundlichen Therapien. Im Übrigens empfiehlt sich – nach schulmedizinischer Abklärung – auch die Symptome mit Hilfe der Naturheilkunde zu behandeln, wenn keine anderen schwer wiegenden Erkrankungen ursächlich für die Probleme sind.

Wie die Naturheilkunde helfen kann…

Heilpflanzen/-kräuter, die bei vegetativen Störungen eingesetzt werden

Zahlreiche Heilpflanzen wirken positiv auf das vegetative Nervensystem.

Johanniskraut

Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die sich vor allem auch als natürliches Antidepressivum einen Namen gemacht hat. Das Johanniskraut beeinflusst nachgewiesenerweise den Stoffwechsel neuraler Botenstoffe und ihrer Rezeptoren im Gehirn. Eingesetzt wird es in der Regel zur Behandlung von depressiven Verstimmungszuständen oder psychovegetativen Störungen.

Passionsblume

Die Passionsblume kann bei Störungen des vegetativen Nervensystems helfen

MichaelGaida / Pixabay – Die Passionsblume kann bei Störungen des vegetativen Nervensystems helfen

Nicht weniger bekannt ist die Passionsblume, die vor allem nervöser Unruhe zum Einsatz kommt. Sie wirkt angstlösend und fördert den gesunden Schlafrhytmus. Im Magen-/Darmbereich wirkt sie krampflösend.

Baldrian

Wer kennt ihn nicht, den Baldrian. Er wirkt beruhigend und dämpfend und hilft bei Einschlafstörungen. Zusätzlich wirkt er krampflösend und wird daher gerne bei Gastritis oder einer Reizblase eingesetzt.

Weitere Heilkräuter, die helfen können…

  • Hopfen
  • Melisse
  • Lavendel

Akupunktur

Achten sie auf einen guten Schlafrhythmus

Was Betroffene selbst tun können…

Lassen sie sich von einem Experten einen Trainingsplan zusammenstellen. Viele Empfindlichkeiten können mit einem gezielten Training geheilt beziehungsweise gelindert werden.

Achten sie auf ihr Inneres Gleichgewicht. Vermeiden sie Stress und versuchen sie auf eine gute Balance zwischen Seele-Geist-Körper zu achten. Machen sie Sport in Mutter Natur und ritualisieren sie das Essen. Achten sie auf eine gute und ausgewogene Ernährung. Diese ist gerade für Betroffene dieser Erkrankung besonders wichtig.

Allgemein gilt, dass bei einer Störung des vegetativen Nervensystem der gesamte Lebensstil auf den Pfrüfstand gestellt werden sollte! Stellen sie sich unter anderem folgende Fragen:

  • Warum tue ich, was ich tue? Ist das das, was ICH wirklich will?
  • Was möchte mir der Körper mit seinen Symptomen mitteilen? (-> Lesetipp: „Heile Deinen Körper“, Louise Hay)
  • Mache ich Dinge, die ich eigentlich nicht machen möchte (privat und beruflich)?
  • Wonach sehnen sie sich? Haben sie unerfüllte Träume und Wünsche?
  • Sind sie glücklich und zufrieden?
  • Arbeiten sie zu viel oder zu schnell?
  • Achten sie ausreichend auf ihre Seele?

Beginnen sie zu meditieren! Weitere Praktiken die hilfreich sind, sind unter anderem Yoga, Tai Chi oder Qi Gong.

Beenden sie das dauerhafte Stimulieren! Wer kennt es nicht, sie sind müde, was hilft ist ein zusätzlicher Kaffee, der in der Regel nicht der einzige am Tag war. Andere stimulieren sich sogar mit Getränken, wie zum Beispiel Red Bull. Raucher gönnen sich eine Zigarette, wieder andere helfen sich sogar mit synthetischen Aufputschern zu einem neuen Energieschub! Sie fragen sich, was das mit dem Vegetativum zu tun hat? Sehr viel, denn eben dieses steuert und reguliert Stress- und Ruhephasen. In Ruhephasen sorgt das Vegetativum dafür, dass sich der Organismus erholt und Energie für spätere Einsätze eingelagert wird. Diese Chance nehmen sie ihrem Körper, wenn sie ihn unter Dauerstress stellen, was sie mit den angeführten Stimulanzen natürlich machen! Machen sie sich bewusst, ein Motor, der dauerhaft auf Höchsttouren läuft, der lebt nicht lange!

Gönnen sie sich auch regelmäßige Wellness-Tage mit Massagen. Aber auch Schröpfen ist wohltuend und hilft dem Körper dabei Giftstoffe auszuleiten.

Beiträge, die sie bei einer Störung des vegetativen Nervensystems lesen sollten

Abschließende Bemerkung

Das Spektrum der Symptomatik bei einer Störung des vegetativen Nervensystem ist groß. Neben den hier angeführten Behandlungsmethoden bietet die Naturheilkunde viele weitere Ansätze, die zur Linderung und Heilung beitragen können. Entscheidend für den nachhaltigen Behandlungserfolg ist aber die ganzheitliche Betrachtung und eine ausführliche Anamnese!

Machen sie sich bewusst, dass das Vegetativum nicht plötzlich eine Fehlfunktion beziehungsweise Störung hat, sondern diese in der Regel durch langjährige Missachtung körperlicher Warnsignale entstanden ist. Daher muss ihnen klar sein, dass die nachhaltige Behandlung bis hin zur Heilung ebenfalls seine Zeit beanspruchen wird! Durch eine fachmännische naturheilkundliche Behandlung ist aber eine Heilung möglich!

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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