Weizenunverträglichkeit – worauf sie achten sollten

Weizenunverträglichkeit - worauf sie achten sollten

Blähungen, Unwohlsein oder Völlegfühl? Auslöser könnte eine Weizenunverträglichkeit, eine Zöliakie oder das Reizdarmsyndrom sein. Eine Zöliakie, das Reizdarmsyndrom und auch eine Weizenallergie können nachgewiesen werden, wenn sie nicht nachgewiesen werden können, dann kann auch eine Weizenunverträglichkeit für die Problemen verantwortlich sein. Worauf sie achten sollten, erfahren sie im aktuellen Beitrag von naturalsmedizin.com.

Hintergründe zur Weizenunverträglichkeit beziehungsweise dem Reizdarmsyndrom

Weizenunverträglichkeit - eine Folge der auf Ertrag ausgelegten Landwirtschaft?

Pezibear / Pixabay – Weizenunverträglichkeit – eine Folge der auf Ertrag ausgelegten Landwirtschaft?

Immer mehr Menschen klagen über Beschwerden wie Blähungen, Unwohlsein oder Völlegefühl. Nicht wenige darunter fühlen sich nach dem Essen müde, schlapp und energielos. Das ist wenig überraschend, wenn betrachten, wie unsere heutigen Lebensmittel hergestellt und produziert werden. Der Fokus bei beinahe allen Lebensmitteln liegt auf Ertrag. Dazu sind uns heute beinahe alle Mittel recht. Die Lebensmittelindustrie forscht mit Hochdruck an Lebensmittel, die widerstandsfähig und ertragreich sind. Eines der besten Beispiele dafür ist die Kombination aus gentechnisch veränderten Produkten und dem Einsatz von zum Beispiel Glyphosat.

Der Mensch stellt leider auch im Bereich der Ernährung den Ertrag in den Mittelpunkt. Was – wen wundert es – zumindest auf mittelfristige Sicht fatale Folgen hat. Dabei betrifft diese Ausrichtung nicht nur den Menschen selbst, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. Wir möchten hier aber nicht auf das Insekten-/Bienensterben oder ähnliche Themen eingehen, sondern die möglichen Auswege für betroffene Menschen in den Mittelpunkt unseres Beitrages stellen.

Viele Menschen, die unter den angeführten Beschwerden leiden, haben im Rahmen einer entsprechenden weizenfreien Diät über eine deutliche Linderung ihrer Probleme mit der Verdauung berichtet. Verantwortlich für die Symptome werden die sogenannten Amylase-Trypsin-Inhibioren (ATI), die im Weizen vorkommen, gemacht. Dabei geht die Forschung davon aus, dass die ATI das Immunsystem im Sinne einer Autoimmunerkrankung aktivieren.

Weizenallergie und -unverträglichkeit sind keine Modeerkrankung!

Von vielen Menschen werden Menschen, die auf Gluten und Weizen im Rahmen ihrer Ernährung verzichten, „Zeitgeist-Fanatiker“ abgetan! Dabei zeigen und belegen heute viele Studien, dass viele der heute am Markt angebotenen Lebensmittel zu genau eben diesen Beschwerden führen können. Gerade Produkte, die genetisch verändert wurden und mit Blick auf möglichst hohen Ertrag frühzeitig geerntet werden, können nachweislich Magen-/Darmprobleme verursachen! Nicht zuletzt auch deshalb reagieren zum Beispiel Apfelallergiker auf alte Obstsorten anders, als auf neue, angepasste Sorten!

Gerade eine Zöliakie, als auch eine Glutenunverträglichkeit können mittels Blutprobe und einer Magen-/Darmspiegelung diagnostiziert werden. Bei Gluten handelt es sich um das sogenannte Klebeeiweiß. Bei einer entsprechenden Diät konnte bei vielen Betroffenen bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung erzielt werden, was dafür spricht, dass bei einem Verzicht auf dieses Klebeeiweiß der Dünndarm wieder richtig arbeiten kann beziehungsweise arbeiten zu lernt.

Bei Menschen, bei denen eine Weizenallergie diagnostiziert wurde, muss der Verzicht auf Weizen im Mittelpunkt der Behandlung stehen. Wer sich damit bereits einmal befasst hat, wird feststellen, dass der Verzicht darauf gar nicht so einfach ist. Denn die Lebensmittelindustrie setzt heute in vielen Bereichen Produkte ein, die auf Weizen basieren.

Was passiert im Körper bei einer Weizenunverträglichkeit?

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass es sich bei einer Allergie um einen Fehler im Immunsystem handelt. Bekämpft das Immunsystem, wenn es normal funktioniert, Krankheiten, so bildet es im Falle von Allergien Abwehrstoffe gegen eigentlich ungefährliche Fremdstoffe. Im Falle einer Weizenallergie beziehungsweise -unverträglichkeit reagiert das Immunsystem unangemessen stark auf harmlose Eiweißbestandteile im Weizen.

Betroffene reagieren mit allergischen Reaktionen auf die Einnahme von Weizenmehl und/oder anderen Getreideprodukten. Wichtig zu wissen: Allergene können durch das Kochen nicht unschädlich gemacht werden!

Symptomatik der Weizenunverträglichkeit beziehungsweise -allergie

Gleich vorab, die Symptomatik bei einer Weizenallergie beziehungsweise -unverträglichkeit kann sehr unterschiedlich sein! Betroffene Personen berichten jedoch in der Regel über folgende Beschwerden:

  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Neurodermitis
  • Nesselsucht
  • Asthma
  • Krämpfe im Magen-/Darmbereich
  • Übelkeit
  • Bauschschmerzen
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall (Diarrhoe)

Worauf sie unbedingt achten sollten bei einer Weizenunverträglichkeit

Ernähren sie sich grundsätzlich weizenfrei! Dabei reicht es nicht aus, Weizen aus ihrem Ernährungsplan zu streichen, sondern sie müssen auch alle ähnlichen Produkte aus ihrem Speiseplan streichen.

Lebensmittel beziehungsweise Getreidesorten, die sie auf jeden Fall vermeiden sollten!

  • Weizen
  • Dinkel
  • Kamut
  • Einkorn
  • Emmer

Lebensmittel, die sie meiden beziehungsweise reduzieren sollten!

  • Couscous
  • Hartweizen
  • Graupen
  • Grünkern
  • Dinkelgrieß
  • Weizengries
  • Bulgur
  • Weizenmehl
  • Weizenkeime
  • Schrot
  • Vollkornkleie
  • Vollkorngrieß
  • Paniermehl
  • Malz
  • Dinkelgrieß
  • Vollkornflocken

Wichtig für alle Betroffenen

Achten sie beim Einkauf von Fertigprodukten auf deren Inhaltsstoffe! Sie werden überrascht sein, in wie vielen Produkten sie Spuren von Weizen finden werden. Insbesondere Fertigprodukte wie zum Beispiel Wurst, Gewürzmischungen, Fischkonserven, aber auch Smoothies können Weizen enthalten! Aber auch Weizenbier und Kakaogetränke können Spuren von Weizen enthalten. Wichtig ist daher, dass sie beim Einkauf etwas mehr Zeit einplanen und Produkte auf deren Inhaltsstoffe prüfen!

Lebensmittel, die Betroffene zu sich nehmen können!

Betroffene wissen es bereits, die Auswahl an Produkten in unserem heutigen Lebensmittelhandel, an Produkten, die nicht auf Weizenbestandteile basieren, ist sehr schwierig!

Als Ersatz für Weizen können unter anderem folgende Produkte eingesetzt werden:

  • Buchweizen
  • Pektin
  • Roggen
  • Reis
  • Sojamehl
  • Gerste
  • Tapioka
  • Hafer und Hirse
  • Süsskartoffel
  • Mais
  • Guarkernmehl
  • Amaranth
  • Maroni-/Kastanienmehl
  • Kartoffelmehl

Lebensmittel in denen sich Weizen versteckt!

Wie bereits zuvor erwähnt, müssen Weizenallergiker, aber auch Menschen mit Weizenunverträglichkeit genau auf die Inhaltsstoffe von industriell verarbeiteten Produkten achten! Eine Kennzeichnung ist heute gesetzlich vorgeschrieben.

Folgende Produkte müssen Betroffene Menschen auf den Prüfstand stellen beziehungsweise von ihrem Speiseplan entfernen.

  • Couscous
  • Bulgur
  • Weizenkeimöl
  • gehärtete Pflanzenfette
  • Brot, Kekse und anderes Gebäck
  • Backerbsen
  • Nudeln und Paniermehl
  • panierte Fertigprodukte (Fischstäbchen, Schnitzel, etc.)
  • Wurstwaren
  • Kartoffelfertigprodukte (Pommes Frites, Kroketten, etc.)
  • Nuss-Nougatcreme, Schokolade
  • Eis, Kaugummi, Dragees und andere Bonbons

Weizenunverträglichkeit – Ernährung der Schlüssel zum Erfolg

Bei einer Weizenunverträglichkeit beziehungsweise Weizenallergie müssen betroffene Personen ihre Ernährung umstellen und auf den Prüfstand stellen. Eine möglichst weizenfreie Ernährung muss und sollte das Ziel sein, um eine nachhaltige Linderung/Besserung erzielen zu können.

Nichts desto trotz müssen Menschen, die davon betroffen sind, auf eine möglichst ausgewogene, gesunde Ernährung achten.

Folgende Beiträge sind für Betroffene besonderes wichtig und sollten Beachtung im Ernährungsplan finden:

Beiträge, die sie bei einer Weizenunverträglichkeit lesen sollten

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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