Schilddrüsenvergrößerung (Struma) naturheilkundlich behandeln

Der Kropf (Struma) war früher nicht selten zu sehen. Kann eine Schilddrüsenvergrößerung naturheilkundlich behandelt werden? Die ausgeprägte Strume (Kropf) ist heute selten, aber immerhin ein Drittel der hiesigen Bevölkerung leidet heute unter einer leichten Struma. Wie diese behandelt werden kann und worauf du achten musst, erfährst du in unserem aktuellen Beitrag auf naturalsmedizin.com.

Wie erkennt man eine Vergrößerung der Schilddrüse?

Die richtige Struma (Kropf) ist äußerlich gut sichtbar. Allerdings ist der Kropf heute nur noch selten aufzufinden. Unter einer leichten Struma leiden in den Industrieländern jedoch viele Menschen (laut Erhebungen immerhin ein Drittel der Bevölkerung).

Die Schilddrüse zeichnet sich für viele Funktionen verantwortlich und ist eine sehr wichtige Hormondrüse. Die Schilddrüse liegt unterhalb unsere Kehlkopfes. Ihre wichtigste Funktion ist das Funktionieren des Stoffwechsels sicher zu stellen. Sie produziert die dafür verantwortlichen Hormone:

              • T3 – Trijodthyronin
              • T4 – Thyroxin
              • Calcitonin (wichtig für die Regulierung des Kalziumhaushaltes)

Die Struma (Kropf) wird nach ihrer Größe unterteilt

Eine Vergrößerung der Schilddrüse wird vom Arzt mittels Ultraschall festgellt. Unterteilt wird die Vergrößerung gemäß der Skala der Weltgesundheitsorganisation (WHO):

              • Grad 0: Vergrößerung der Schilddrüse, die nur mittels Ultraschall festgestellt werden kann
              • Grad 1: die Vergrößerung ist bereits tastbar
              • Grad 1a: Vergrößerung ist tastbar, allerdings noch nicht sichtbar (auch bei Rückwärtsbewegung des Kopfes nicht)
              • Grad 1b: Vergrößerung ist tastbar und sichtbar, wenn der Kopf zurückgeneigt wird
              • Grad 2: Vergrößerung ist tastbar und bereits sichtbar
              • Grad 3: Strum (Kropf) ist stark ausgeprägt und verursacht auch Probleme

Welche Ursachen sind verantwortlich für eine Schilddrüsenvergrößerung?

Normalerweise und in den meisten Fällen entsteht eine Schilddrüsenvergrößerung durch Jod-Mangel. Allerdings kann auch eine Schilddrüsenunterfunktion, ein Tumor, Medikamente oder Entzündungen zu einer Struma führen.

Für die Produktion der Hormone benötigt die Schilddrüse Jod. Jod wird über die Nahrung aufgenommen. Jod befindet sich im Boden und in den Gewässern. Allerdings leben wir in Mitteleuropa in einem Jodmangelgebiet. Das ist auch der Grund, warum in unserer Region das Speisesalz mit Jod angereichert wird.

Wenn die Schilddrüse zu wenig Jod erhält, dann wird die Hypophyse alarmiert. Diese produziert dann deutlich mehr vom Hormon TSH (Thyroidea). Dadurch soll die Schilddrüse dazu animiert werden, seine Hormonproduktion zu steigern. Dies kann sie durch eine Zellvergrößerung erreichen. Besteht der Jod-Mangel dauerhaft, dann kann sich eine Struma ausbilden.

Entzündungen als Ursache für eine Schilddrüsenvergrößerung

Die Entzündung der Schilddrüse, oder auch Thyreoiditis, kann ebenfalls zu einer Schilddrüsenvergrößerung führen. Hier vergrößert sich nicht die Hormondrüse, sondern aufgrund der Entzündung schwillt das Gewebe an.

Entzündungen können durch Bakterien oder Viren verursacht werden. Allerdings kann die Entzündung der Schilddrüse auch durch eine Verletzung oder eine Strahlentherapie ausgelöst werden.

In selteneren Fällen können aber auch Medikamente eine Entzündung der Schilddrüse verursachen.

Bei Patienten, die unter Hashimoto-Thyreoiditis leiden, zerstört das Immunsystem Schilddrüsengewebe. In der Regel führt dies zu einer Schilddrüsenunterfunktion, allerdings kann am Beginn der Erkrankung eine Struma auftreten.

Aber auch Patienten, die an Morbus Basedow erkrankt sind, können als Folge eine Schilddrüsenvergrößerung erhalten. Antikörper, die durch die Erkrankung gebildet werden, führen dazu, dass mehr TSH produziert wird, was wiederum die Hormonproduktion in der Schilddrüse anregt.

Struma aufgrund eines Tumores

Tumore (gut- oder bösartig) können ebenfalls eine Struma verursachen. In selteneren Fällen kann auch ein Tumor in der Hypophyse zur Bildung eines Kropes führen.

Da die Ursachen für eine Schildvergrößerung auch schwere Erkrankungen sein können, ist eine fachärztliche Abklärung unerlässlich!

Welche Symptome sind typisch für eine Schilddrüsenüberfunktion?

Erhöhte Agressivität kann ein Anzeichen für eine Schilddrüsenfehlfunktion sein
Erhöhte Agressivität kann ein Anzeichen für eine Schilddrüsenfehlfunktion sein
                • innere Unruhe
                • Aggressivität
                • Nervosität
                • Schlafstörungen
                • Fiebergefühl
                • vermehrtes Schwitzen
                • Empfindlichkeit gegen Wärme
                • erhöhte Körpertemperatur
                • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
                • erhöhtes Durstgefühl
                • erhöhte Darmaktivität und Durchfall
                • erhöhter Puls
                • zittrige Hände
                • Muskelschwäche
                • Menstruationsstörungen

Was du bei einer Schilddrüsenvergrößerung selbst tun kannst

Bei einer Schilddrüsenvergrößerung solltest du Entspannungsübungen machen
Bei einer Schilddrüsenvergrößerung solltest du regelmäßig Entspannungsübungen machen
              • gehe regelmäßig zum Arzt deines Vertrauens und lasse dich untersuchen
              • achte auf deinen Jod-Haushalt (bei einem Mangel solltest du dir Jod-Tabletten verschreiben lassen)
              • versuche dich so gut wie möglich Jod-reich zu ernähren (z. B.: jodiertes Salz, Meeresfisch)

Was du noch beherzigen solltest:

              • versuche Stressfaktoren (beruflich und privat) so gut wie möglich zu reduzieren
              • achte darauf, dass du ausreichend Schlaf hast
              • ernähre dich gesund und ausgewogen
              • übe dich in Entspannungstechnikgen (Yoga, Meditation, etc.)
              • achte auf deinen Vitamin D Haushalt
              • ziehe eine natürliche Darmsanierung in Betracht (du findest dazu zahlreiche Beiträge auf unserem Blog)

Homöopathische Hilfe bei Struma

              • Flor de Piedra (Steinblüte) – hilft bei Erkrankungen der Schilddrüse (Potenz D12 – einmal täglich fünf Globuli)
              • Thyreoidinum – hilft bei Schilddrüsenunterfunktion (Potenz D6 – dreimal täglich fünf Globuli), bei Schilddrüsenüberfunktion nimmst du zweimal pro Woche fünf Globuli mit der Potenz D12
              • Graphites – hilft bei Schilddrüsenunterfunktion (Potenz D12 – zweimal täglich je fünf Globuli)
              • Leonorus cardiaca (Herzgespann) – (Potenz D6 – dreimal täglich je fünf Globuli)

Welche Schüssler Salze können helfen?

Bei Struma (Kropf) wird bei den Schüssler Salzen normalerweise das Salz Nr. 1 (Calcium fluoratum) eingesetzt. Das Salz gilt als Dreifach-Erwärmer und nimmt Einfluss auf die Drüsen.

Soll der Wasser- oder Salzhaushalt reguliert werden, bietet sich das Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) an.

Aber auch folgende Schüssler Salze werden je nach Symptomatik zur Anwendung gebracht:

              • Nr. 15 – Kalium jodatum (D12)
              • Nr. 11 – Silicea (D6, D12)
              • Nr. 1 – Calcium fluoratum (D12)
              • Nr. 24 – Arsenum jodatum (D6)

Heilkräuter für die Schilddrüse

              • Blasentang, isländisch Moos (beide sind jodhaltig)
              • Wolftrapp, Lavendel, Baldrian, Hopfen und Weinraute wirken auf die Schilddrüse beruhigend
              • bei Schlafstörungen helfen Hafer, Hopfen, Passionsblume, Melisse und Baldrian
              • wenn der Kreislauf beruhigt werden soll, dann helfen Hergespann, Salbei, Mistel, Melisse und Weißdorn
              • wenn du Zysten auf der Schilddrüse hast, dann solltest du Klette verwenden
              • für die Entgiftung geeignet sind Brennnessel, Walnuss, Birkenblätter und Schachtelhalm
              • wenn du deine Leber stärken willst, dann solltest du auf Wermut, Mariendistel, Schafgarbe, Löwenzahnwurzel oder Schöllkraut setzen
              • wenn Morbus hashimoto der Auslöser ist, dann solltest du die Braunelle in Betracht ziehen

Akupunktur bei Schilddrüsenproblemen

Wenn du die schulmedizinische Behandlung unterstützen möchtest, dann solltest du auch über eine Akupunktur nachdenken. Durch die Stimulation diverser Punkte zum Beispiel am Ohr, kann die Behandlung aktiv unterstützt und gefördert werden. Aber vor allem können Symptome gelindert werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten viel Jod?

              • Meeresfrüchte (Muscheln, Austern, Hummer)
              • Sardinen
              • Süßwasserfische
              • Seetang
              • Meersalz

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Weiterführende Information

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