Was hilft gegen Ohrenschmerzen?

Die Ursachen für Ohrenschmerzen können sehr unterschiedlich sein. In den häufigsten Fällen werden sie durch Entzündungen ausgelöst. Wichtig ist aber, dass du den Ursachen auf den Grund gehst. Was hilft gegen Ohrenschmerzen? naturalsmedizin.com befasst sich diese Woche mit den Hintergründen für Ohrenschmerzen und was du tun kannst, um diese zu heilen oder zu lindern.

Warum man Ohrenschmerzen haben kann

Im menschlichen Ohr befinden sich zahlreiche Nervenenden. Unser Ohr ist sogesehen ein sehr sensibles Organ. Bereits kleinste Störungen können dazu führen, dass wir Ohrenschmerzen haben oder einen Ohrendruck verspüren.

Die Schmerzen können sehr unterschiedlich auftreten. Sie können permanent vorhanden sein oder aber uns anfallsartig überfallen. Auch die Art des Schmerzes kann sehr unterschiedlich sein. Man kann sie als stechend, klopfend oder dumpf empfinden. Die Beschwerden können zudem an unterschiedlichen Stellen auftreten. Betroffen sein können unter anderem:

          • das Außenohr
          • das Mittelohr
          • das Innenohr

Neben dem Schmerz kann es zu weiteren Störungen kommen. So kann man zum Beispiel einen unangenehmen Ohrendruck wahrnehmen, Schwindel verspühren oder sogar Hörprobleme haben.

Für Ohrenschmerzen sind nicht selten Entzündungen oder Infektionen verantwortlich. Aber auch Verletzung des Gehörgangs oder der Verschluss des Gehörgangs können Auslöser für die angeführte Symptomatik sein.

Entzündungen und Infektionen als Auslöser für Ohrenschmerzen

Bakterien und Viren sind nicht selten verantwortlich für Ohrenschmerzen. Aber es können auch Allergien Auslöser für Ohrenschmerzen sein. Die häufigsten Ursachen für Ohrenschmerzen sind:

            • Mittelohrentzündung (akut oder chronisch)
            • Zahnentzündung
            • Ohrspeicheldrüsenentzündung
            • Gaumenmandelenzündung
            • Entzündung des Warzenfortsatzes
            • Gehörgangsentzündung
            • Ohr- oder Gehörgangsfurunkel

Vor allem Kinder sind sehr häufig von Ohrentzündungen betroffen. Gerade die Mittelohrentzündung ist eine Erkrankung, die im Kindesalter sehr häufig auftritt. Ausgelöst wird sie durch Bakterien wie Pneumokokken, Staphylokokken, Haemophilus influezae oder Moraxella catarrhalis. Diese Baktierien siedeln sich nicht selten im Mund-, Nasen- und Rachenraum an.

Aber die Ohrentzündung kann auch durch Viren ausgelöst werden. Normalerweise leiden Erkrankte dann im Vorfeld bereits an Atemwegsproblemen.

Symptome bei Ohrentzündungen

Ohrentzündungen werden in der Regel von folgenden Symptomen begleitet:

            • Ohrenschmerzen
            • Kopfschmerzen
            • Eiterausfluss
            • Fieber
            • Abgeschlagenheit
            • Ohrgeräusche
            • Übelkeit

Nicht selten sind auch unsere Schleimhäute davon betroffen und sind angeschwollen.

Mit der Ohrentzündung geht nicht selten ein schlechteres Hörvermögen einher. Man vernimmt ein pochendes Geräusch im Ohr.

Risikofaktoren, die eine Ohrentzündung begünstigen

 

Wattestäbchen können eine Ohrentzündung begünstigen
Wattestäbchen können eine Ohrentzündung begünstigen
            • Hörgeräte und In-Ear Kopfhörer – die Belüftung des Ohres wird dadurch nicht selten vermindet, dadurch kann es zu einer Ohrentzündung kommen
            • Feuchtigkeit – bleibt nach dem Baden oder Schwimmen Flüssigkeit/Feuchtigkeit im Ohr, weicht diese die Haut auf. Es können Keime entstehen, die zu einer Ohrentzündung führen
            • Wattestäbchen – werden Wattestäbchen nicht sachgemäß angwendet, kann die Haut des Ohres gereizt werden. Auch das kann zu einer Ohrentzündung führen.
            • Ohrenschmalz-Mangel – wenn die Ohren zu oft gereinigt werden, kann es zu einem Mangel an Ohrenschmalz kommen. Dieser ist aber wichtig, um unser Ohr geschmeidig zu halten.

Wie kann man mit Hilfe der Naturheilkunde eine Ohrentzündung lindern oder heilen?

Warum die Zwiebel helfen kann

Die Zwiebel kann bei einer Ohrentzündung helfen
Die Zwiebel kann bei einer Ohrentzündung helfen

Die Zwiebel ist eine wirklich wundervolle Knolle. Sie enthält stark riechende ätherische Öle, die antibakteriell wirken. Die Zwiebel regt zudem den Stoffwechsel an und löst zähen Schleim.

Bei einer Ohrentzündung bietet sich vor allem ein Wickel mit Zwiebeln an. Lege den Wickel auf dein Ohr und lasse diesen einwirken. Die in der Zwiebel enthaltenen Senföle wirken der Entzündung im Ohr entgegen. Die Wärme, die durch den Wickel entsteht, lindert zudem die Schmerzen.

Du kannst aber aus der Zwiebel auch Ohrentropfen machen. Presse dazu die Zwiebelstücke durch eine Knoblauchpresse und füll den daraus gewonnen Saft ab. Tropfe den Saft mit einem Teelöffel in ein Ohr. Anschließend gibst du einen Wattebausch in dein Ohr.

Wichtig ist, dass du während der Behandlung mit der Zwiebel ausreichend trinkst. Am besten ungesüßte Tees oder Wasser. Nicht weniger wichtig ist, dass du dir jetzt ausreichend Schlaf gönnst.

Wenn du eine Alternative zum Zwiebel-Wickel suchst, dann kannst du dir auch einen Wickel aus Kartoffeln gönnen.

Versuche jetzt dein Ohr warm zu halten

Wenn sich deine Schmerzen noch in Grenzen halten, dann solltest du dein Ohr jetzt mit Wärme verwöhnen.

Du kannst entweder dein Ohr mit warmen Wasserdampf verwöhnen oder einen warmen Umschlag machen. Noch besser wirkt der Umschlag, wenn du dazu Senfmehl verwendest. Nimm etwas Senfmehl und vermische es mit warmem Wasser, so dass daraus ein Brei entsteht. Gib diesen Brei auf ein Tuch und lege dieses für 15 Minuten auf dein Ohr.

Aber auch Auflage mit Kamille können zu einer Linderung beitragen.

Kräutertee bei Ohrenschmerzen

Die folgende Teemischung hat sich bei der Behandlung von Ohrenschmerzen bewährt:

            • Lindenblüten
            • Angelikawurzel
            • Holunderblüten
            • Attichwurzel

Es handelt sich hierbei um eine Teemischung, die schweißtreibend ist. Daher ist sie ideal bei der Behandlung von fieberhaften Erkältungen, die von Ohrenschmerzen begleitet werden.

Aber auch Tee’s mit Königskerze und Pfefferminze sind wohltuend.

Worauf du selbst bei Ohrenschmerzen achten kannst

            • vermeide starkes Schnäuzen
            • träufle kein warmes Olivenöl in dein Ohr, wenn dein Ohr bereits „ausläuft“
            • vermeide Nasenspülungen mit Kochsalzlösung, wenn du Schnupfen hast
            • verzichte auf Meersalz-Nasentropfen
            • reduziere den Konsum von Milchprodukten (diese regen die Schleimproduktion an)
            • behandle dich mit Ohrenkerzen
            • gönne dir einen Topfenwickel
            • halte dein Ohr warm (Wämrewickel, Rotlichttherapie

Welche Schüssler-Salze helfen bei einer Ohrentzündung?

Bei den Schüssler-Salzen haben sich die folgenden Salze bewährt:

            • Nr. 3 Ferrum Phosphoricum
            • Nr. 4 Kalium Chloratum
            • Nr. 6 Kalium Sulfuricum
            • Nr. 2 Calcium Phosphoricum
            • Nr. 11. Silicea

Homöopahtische Mittel, die Ohrenschmerzen lindern

            • Aconitum napellus
            • Belladonna
            • Chamomilla
            • Mercurius solubilis
            • Ferrum phosphoricum
            • Silicea

Wie der Engelwurz helfen kann

Der Engelwurz ist für unsere Schleimhäute ein wahrer Segen. Kauf dir hierfür einen Balsam in deiner Apotheke und massiere diesen an deinem äußeren Ohr ein.

Dieser Balsam hilft überigens auch bei Nasenproblemen.

Die Behandlung mit Engelwurz ist sanft und frei von Nebenwirkungen.

Ohrakupunktur zur Unterstützung

Die Ohrakupunktur kann dabei helfen, die Ohrenschmerzen zu lindern, aber gleichzeitig auch zur Heilung beitragen. Bei der Ohrakupunktur handelt es sich um eine der ältesten Behandlungsmethoden aus der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM).

Wenn du mehr über die Ohrakupunktur erfahren möchtest, dann solltest du den folgenden Beitrag lesen:

 

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Weiterführende Information

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