Serotonin-Syndrom

Serotonin-Syndrom - warum das Glückshormon nicht immer glücklich macht

Beim Serotonin-Syndrom (serotonerges Syndrom) handelt es sich um keine Erkrankung im herkömmlichen Sinn. Es ist vielmehr eine Erkrankung mit verschiedenen Symptomen, die durch einen Überschuss des Botenstoffes Serotonin entstehen. Dabei kann das Serotonin-Syndrom durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Wichtig ist, dass es rasch behandelt wird!

Serotonin-Syndrom

Das Syndrom und dessen Symptome selbst, werden verursacht durch ein Übermaß des Nervenbotenstoffes Serotonin. In der Fachsprache wird das Serotonin-Syndrom auch serotoninerges oder serotonerges Syndrom bezeichnet.

Nicht selten wird das Serotonin-Syndrom durch Medikament verursacht, die gegen Depressionen eingesetzt werden. Es entsteht daher nicht selten durch Neben- und Wechselwirkungen solcher Medikamente. Allerdings können auch am Markt befindliche illegale Drogen das Serotonin-Syndrom auslösen.

Medikamente können das Serotonin-Syndrom verursachen

stevepb / Pixabay – Medikamente können das Serotonin-Syndrom verursachen

Folgende Medikamente gelten als mögliche Auslöser des Serotonin-Syndroms (Aufzählung taxativ):

Aus der Auflistung wird unter anderem auch ersichtlich, dass nicht nur pharmazeutische Produkte Auslöser sein können, sondern auch natürlich Serotonin-Erhöher.

Was ist Serotonin und wofür ist es verantwortlich?

Serotonin ist ein sogenannter Neurotransmitter. Er entsteht durch Decarboxylierung und Hydroxylierung aus der Aminosäure Tryptophan. Serotonin ist verantwortlich für:

  • die Stimmung
  • das Verhalten
  • den Schlaf-Wach-Rhythmus
  • das Kälte- und Wärmeempfinden
  • die Schmerzwahrnehmung
  • den Appetit
  • das Erbrechen
  • die Bildung von Muskeln
  • die Funktion der Nerven

Das alleine zeigt, dass eine Störung des Serotonin-Haushaltes zu dramatischen Problemen bei betroffenen Personen führen kann. Daher ist eine zeitnahe Behandlung angezeigt.

Symptome des Serotonin-Syndroms

Das Serotonin-Syndrom zeigt sehr unterschiedliche Symptomatik. Diese können stark oder weniger stark ausgeprägt sein, können aber bis zu lebensbedrohlichen Symptomen führen.

Folgende Symptomatik kann von einem Serotonin-Syndrom ausgelöst werden:

  • Schwitzen oder Schüttelfrost
  • Zittern
  • Verwirrtheit
  • Erregtheit
  • innere Unruhe
  • Angstzustände
  • erhöhter Puls oder erhöhter Blutdruck
  • Pupillenerweiterung
  • Kopfschmerzen
  • Störung der Bewegungsabläufe
  • Koordinationsstörungen
  • erhöhte Körpertemperatur
  • Halluzinationen
  • Krämpfe

Bei einem schweren Verlauf können sogar Koma, Azidose, Nierenversagen oder andere Probleme auftreten.

Wichtig: unterschätzen sie das Serotonin-Syndrom nicht und ziehen sie bei etwaigen Symptomen einen Facharzt hinzu!

Serotonin-Syndrom als Folge von Depression

Serotonin und der Botenstoff Noradrenalin steuern verschiedene, zentrale Prozesse im menschlichen Gehirn. Neben der Steuerung der Aufmerksamkeit und der Schmerzhemmung zählt hier vor allem die Steuerung von emotionalen Vorgängen zu den Hauptaufgaben.

Betroffene, die über einen Mangel der angeführten Botenstoffe verfügen, können unter depressiver Verstimmung, Traurigkeit und Antriebslosigkeit leiden. In der Regel werden diese mit Medikamenten behandelt, die zur Erhöhung des Serotonin-Spiegels beitragen. Ist aber nicht der Serotoninmangel ursächlich verantwortlich für die zuvor angeführte Symptomatik, kann dies zu einem Serotoninüberschuss und in weiterer Folge zu einem Serotonin-Syndrom führen.

Wichtig: wenn sie unter depressiver Verstimmung, Traurigkeit oder Antriebslosigkeit leiden, lassen sie – bevor sie zu Medikamenten greifen – ihren Serotonin-Spiegel überprüfen! Ist dieser ausgeglichen sind Serotonin steigernde Medikamente der falsche Weg der Behandlung.

Diagnostik des Serotonin-Syndrom

Wie die Symptomatik bereits zeigt, ist die Diagnose „Serotonin-Syndrom“ nicht einfach. Vor allem können die angeführten Symptome auch Ursache anderer Erkrankungen sein.

Für die Diagnostik ist eine ausführliche Anamnese unerlässlich. Wichtig dabei ist, dass Betroffene auch Angehörige in die Anamnese mit einbeziehen, da sie sie selbst die Symptomatik oft anders wahrnehmen.

Insbesondere der Blick auf einen etwaigen früheren Drogenkonsum oder die regelmäßige Einnahme von Medikamenten spielt dabei eine zentrale Rolle.

Wenn die Symptomatik für ein Serotonin-Syndrom spricht, sollten sie aber in jedem Fall rasch fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen!

Schulmedizinische Behandlung des Serotonin-Syndroms

Da das Serotonin-Syndrom lebensbedrohlich sein kann, gehört es zu den sogenannten psychatrischen und neurologischen Notfällen.

In der Regel werden als erster Schritt Medikamente abgesetzt, die das Syndrom verursacht beziehungsweise begünstigt haben könnten.

Bei schwächerer Symptomatik wird nicht selten Lorazepam zur Beruhigung eingesetzt. Bei stärkerer Ausprägung werden unter anderem Serotonineffekte hemmende Mittel eingesetzt. Dazu gehört unter anderem Cyproheptadin.

Sollte sich dadurch der Zustand nicht ändern, erfolgt in der Regel eine intensivmedizinische Überwachung als weitere Maßnahme.

Was sie selbst beim Serotonin-Syndrom tun können

Es versteht sich von selbst, dass sie als erste Maßnahme darauf achten, alle Serotonin-Erhöher zu reduzieren beziehungsweise abzusetzen. Wichtig ist jedoch, dass sie dies nur mit ärztlicher oder fachmännischer naturheilkundlicher Hilfe machen!

Neben Medikamenten gibt es auch naturheilkundliche Serotonin-Erhöher. Natürlich Serotonin-Erhöher finden sie hier.

Achten sie darauf, dass sie keine Lebensmittel zu sich nehmen, die den Serotonin-Spiegel erhöhen können. Dazu zählen unter anderem:

Schokolade macht glücklich - aber nicht immer

AlexanderStein / Pixabay – Schokolade macht glücklich – aber nicht immer

  • Schokolade
  • Bananen
  • Ananas
  • Tomaten
  • Kiwi
  • Walnüsse

Verzichten sie auf die Einnahme von Amphetaminen. Sollten sie illegale Drogen einnehmen – hier vor allem Kokain, Ecstasy, LSD – begeben sie sich in ein Entzugsprogramm. Auch Personen, die sich im Methadon-Programm befinden und Anzeichen des Serotonin-Syndroms haben, sollten unbedingt fachärztliche Hilfe hinzuziehen!

Wichtiger Hinweis: Das Serotonin-Syndrom kann zu einer lebensbedrohlichen Symptomatik führen – daher ist es besonders wichtig, dass Betroffene bei ersten Anzeichen fachärztliche Hilfe hinzuziehen! Von Selbstmedikation und -behandlung raten wir DRINGEND ab!

 

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Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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