Die rheumatoide Arthritis ist in unseren Breitengraden weit verbreitet. Viele betroffene Personen leiden täglich unter starken Gelenksschmerzen, die nicht selten nur durch sehr starke Schmerzmittel gelindert werden können. Welche natürlichen Hausmittel die schulmedizinische Behandlung unterstützen und dabei helfen die Schmerzen zu lindern, erfährst du in unserem aktuellen Beitrag.
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Was du über die rheumatoide Arthritis wissen solltest?
Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung. Dabei ist vor allem die Innenhaut der Gelenke betroffen, was schulmedizinisch betrachtet als typische Polyarthritis betrachtet wird. Die Erkrankung verläuft schubweise.
„Wichtig: wird die rheumatoide Arthritis nicht behandelt, kann das bis zur Zerstörung der Gelenke führen und schwerwiegende Behinderungen auslösen.“
Frauen sind erkranken dreimal häufiger als Männer an der rheumatoiden Arthritis. Typischerweise tritt die Erkrankung im Alter zwischen 45 und 65 Jahren am häufigsten auf.
Welche Ursachen hat die Erkrankung
Nach wie vor sind die Ursachen der rheumatoiden Arthritis zum großen Teil ungeklärt. Es handelt sich jedoch um eine Autoimmunerkrankung. Dabei werden bestimmte körpereigene Gewebe vom Immunsystem (durch Antikörper und Phagozyten) angegriffen.
Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine genetische Disposition besteht.
Wie verläuft die rheumatoide Arthritis
Die Schulmedizin unterteilt den Verlauf in 3 Phasen.
In der ersten Phase (Initialphase) zeigen Erkrankte folgende Symptome:
- Nachtschweiß
- Abgeschlagenheit
- Myalgien
- erhöhte Körpertemperatur
Erst in der nächsten Phase ist in der Regel der Bewegungsapparat betroffen. Die typischen Symptome sind dann:
- Morgensteifigkeit
- erste Gelenke sind von der Erkrankung betroffen und schmerzen (Hände und Füße sind nicht selten als erstes betroffen)
- Karpaltunnelsyndrom
- Baker Zyste
- Rheumaknoten
Erfolgt in dieser Phase keine entsprechende Behandlung, dann können in der Folge folgende weitere Organe von der Erkrankung betroffen sein:
- Herz (Perikarditis, Myokarditis, etc.)
- Lunge
- Leber
- Niere
- Augen
- Gefäße (rheumatoide Vaskulitis)
Bei besonders schweren Verläufen können folgende weitere Folgeerkrankungen auftreten:
- Deviation der Finger
- Verkürzung der Handwurzel
- Rheumaknoten
- Krallenzehen
- Hammerzehen
- und viele weitere Erkrankungen
„Die rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar. Aber durch eine entsprechende Behandlung kann das Fortschreiten gestoppt werden. Wichtig ist, dass du – da Antirheumatika das Immunsystem schwächen kann – auf ein intaktes Immunsystem achtest um andere Infekte zu vermeiden. Wenn du erkrankt bist, dann ist eine Behandlung unerlässlich!“
Wie dir die Naturheilkunde helfen kann und worauf du selbst achten solltest
Ernährung als zentraler Schlüssel zum Erfolg
Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine Erkrankung, die von Entzündungen begleitet wird. Daher spielt bei der Behandlung der Erkrankung die Ernährung eine zentrale Rolle. Viele Betroffene, die ihre Ernährung umgestellt haben, berichten von einer deutlichen Besserung. Dass die Ernährung eine zentrale Rolle bei dieser Erkrankung spielt ist auch wissenschaftlich belegt.
Es ist wichtig, dass du jetzt viele Lebensmittel zu dir nimmst, die sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten. Dazu gehören unter anderem:

- Rote Bete
- Brokkoli
- Spinat
- Nüsse
- Obst
- Beeren
Aber auch auf Gewürze (insbesondere Kurkuma) solltest du jetzt bei der Zubereitung deiner Speisen nicht verzichten. Die dort enthaltenen ätherischen Öle wirken ebenfalls entzündungshemmend. Die „Goldene Milch“ solltest du wöchentlich mehrmals zu dir nehmen.
Nicht weniger wichtig ist, dass du jetzt auf eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren achtest. Diese sind in pflanzlichen Ölen und Kaltwasserfischen enthalten.
Auf unserem Blog findest du viele Beiträge, die dir dabei helfen, dich gesund zu ernähren! Wir möchten daher an dieser Stelle lediglich jene Punkte anführen, auf du besonders achten solltest. Meide jetzt:
- übermäßigen Fleischkonsum
- verzichte auf Wurstwaren
- verzichte auf Fast Food und Fertigprodukte
- versuche dich vorwiegend pflanzlich zu ernähren
- verzichte auf Alkohol und Nikotin
Wie dir die Kältekammer helfen kann
Die Kältekammer wurde erstmals in Japan eingesetzt und angewendet. Dabei handelt es sich um eine Ganzkörperkältetherapie. Bei minus 110 Grad bringen die kleinen Gefäße deutlich mehr Blut in den Umlauf. Dadurch werden Stellen im Körper mit Nährstoffen versorgt, die ansonsten unterversorgt oder nur zu wenig mit diesen versorgt werden. Viele Betroffene, die diese Behandlungsmethode gewählt haben, berichten von einer deutlichen Schmerzlinderung über einen längeren Zeitraum.
Dabei geht es bei der Kältetherapie nicht nur um die Nährstoffversorgung, sondern durch die Kälte wird die Schmerzleitung im Körper unterbrochen. Zusätzlich werden positive Botenstoffe wie Endorphine und Serotonin ausgeschüttet.
Blutegeltherapie für das Immunsystem

Wer unseren Blog verfolgt, der weiß, dass wir von der Blutegeltherapie mehr als nur überzeugt sind. Nicht ohne Grund bieten wir in unserer Naturheilpraxis dazu auch immer wieder Ausbildungen an.
Der Speichel der Blutegel enthält wertvolle Enzyme wie Hirudin und Calin, die gerinnungshemmend, schmerzlindernd und antientzündlich wirken. Gleichzeitig helfen sie unserem Immunsystem, da sie den Blut- und Lymphfluss fördern.
Wenn du dich mit Blutegeln behandeln lassen möchtest, dann solltest du darauf achten, dass die Behandlung von einem Fachmann/-frau durchgeführt wird und ausschließlich medizinische Blutegel verwendet werden.
Akupunktur hilft bei Schmerzen
Auch die Akupunktur gehört – wie die Blutegeltherapie – zu den ältesten naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Mittlerweile hat sich die Akupunktur auch bei uns durchgesetzt und das aus guten Gründen.
Mit Hilfe der Akupunktur (egal ob herkömmlich oder Ohrakupunktur) können Schmerzen erfolgreich gelindert werden.
Heilpflanzen, die bei rheumatoider Arthritis helfen
Brennnessel
Die Brennnessel wird von vielen Menschen als Unkraut angesehen und das obwohl sie zu den kräftigsten Heilpflanzen gehört, die wir in unseren Breitengraden finden können. Sie enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Viele Inhaltsstoffe der Brennnessel wirken analgetisch, antiphlogistisch und entgiftend.
Du kannst entweder täglich eine Tasse Brennnesseltee zu dir nehmen oder aus dem Kraut auch ein Mus erstellen. Rezepte hierfür findest du im Internet.
„Unsere Vorfahren haben bei Schmerzen betroffene Körperpartien mit Brennnesseln abgeklopft. Das brennt und juckt zwar, hilft aber.“
Afrikanische Teufelskralle
Hierbei handelt es sich nicht um die heimische Teufelskralle, sondern jene, die aus der namibischen Wüste stammt. Auch die afrikanische Teufelskralle wirkt:
- entzündungshemmend
- abschwellend
- schmerzlindernd
Wichtig: die Wirkung der Afrikanischen Teufelskralle stellt sich erst nach einer Zeit von 2-4 Wochen ein.
Warum dir Weihrauch helfen kann
Gleich vorab, hier findest du alle wichtigen Informationen zum Weihrauch:
Auch der Weihrauch gehört zu jenen Heilmitteln, die schon seit langem zur Behandlung unterschiedlichster Erkrankungen eingesetzt wurden. Bereits die Römer, Griechen und Ägypter setzten auf ihn.
Mittlerweile ist seine Wirksamkeit durch mehrere Studien belegt.
Dabei sind es vor allem die Boswelliasäuren, die bei Entzündungen entsprechend wirksam sind. Dabei haben sich vor allem der äthiopische (Boswellia papyrifera) und der arabische Weihrauch (Boswellia carterii) besonders bewährt.
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Doris Jäger – naturalsmedizin.com

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