Wenn es auf den Magen schlägt – Magenbeschwerden

Bei Magenbeschwerden wie Magenschleimhautentzündung, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren ist der „Schuldige“ in der Schulmedizin rasch ausgemacht. Das Bakterium Helicobacter pylori wird nicht selten dafür verantwortlich gemacht und entsprechend rasch und hart bekämpft. In der Regel mit Antibiotika. Dabei gibt es in der Naturheilkunde viele Wege, die zur Besserung führen können. Einmal mehr zeichnet sich hier der sanfte, ganzheitliche Ansatz als äußerst nachhaltig.

Ursachenforschung als erster Schritt zum Erfolg

Das Sprichwort: „Es schlägt mir auf den Magen!“, spricht bereits Bände und lässt erahnen, dass einmal mehr die Psyche des Menschen eine wesentliche Rolle auch bei dieser Art der Beschwerden spielt. Gerade bei Magen-/Darmproblemen kommt der Ursachenforschung eine besondere Rolle zu Teil. In der Anamnese geht der ganzheitliche Mediziner Ihren Symptomen auf den Grund.

Fragen wie:

  • Sind sie dauerndem Stress ausgesetzt?
  • Haben sie seelische Probleme?
  • Befinden sie sich in einer Beziehungskrise?
  • Wie ernähren sie sich?
  • Sind sie Raucher?
  • und viele andere

stehen dabei nebst einer eingehenden Untersuchung nach ganzheitlichen Ansätzen im Mittelpunkt. Und das nicht ohne Grund, denn in vielen Fällen sind es die heutigen Lebensumstände, die uns auf den Magen schlagen. Die Abhilfe – auf sanfte Art und Weise – verspricht dabei nicht nur Besserung, sondern vor allem auch eine neue Lebensqualität.

Mit kleinen Schritten und Veränderungen zur ersten Besserung

Stress ist eine Erscheinung unserer heutigen Tempogesellschaft. Wer im Hamsterrad sitzt, der kann – so scheint es – diesem nur schwer entkommen. Das Gefühl nur noch zu funktionieren ist an der Tagesordnung. Die Achtsamkeit auf seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse kommt zu kurz.

Und doch können kleine Änderungen, die der Produktivität keinen Abbruch tun, wahre Wunder bewirken. Verordnen sie sich regelmäßige Pausen. Vor allem die Mittagspause spielt dabei eine zentrale Rolle. Nehmen sie etwas Warmes zu sich und gönnen Sie sich und Ihrem Körper mindestens eine halbe Stunde Pause. Und denken Sie daran: „Wenn ich ess, dann ess ich.“ Das Handy bleibt am Arbeitsplatz. SIE SIND NICHT ERREICHBAR – nur für diese Zeitspanne. Probieren Sie es aus!

Planen sie nach der Arbeit regelmäßige Erholungszeiten und Bewegungszeiten für sich und Ihren Körper ein. Am besten in der Natur. Aber Achtung: Setzen sie sich dabei keinem neuen Stress aus. Viele vom Stress geplagte Menschen neigen dazu, auch Freizeitsport zum Stress verkommen zu lassen. Sie setzen sich auch hier dem gewöhnten Erfolgsdruck aus! Noch geschwind aufs Rennrad und rein in die Pedale! Das ist zusätzliches Gift für den ohnehin schon geschundenen Körper und die von Leid geprüfte Seele.

Stress senkt die natürlichen Abwehrkräfte ihres Magens und bereitet den Boden für das ungeliebte Bakterium auf.

Wenn sie selbst – was nicht selten der Fall ist – bei diesem Schritt Unterstützung wollen, dann suchen sie einen Coach oder Psychologen auf. Manchmal helfen auch Freunde.

Wenn sie jetzt den Kopf schütteln und sich sicher sind, dass Sie für all das hier keine Zeit finden, dann stehen die Ampeln auf „rot“ und Sie sollten sich damit abfinden, dass Ihre Produktivität ohnehin von selbst in nächster Zeit nachlassen wird. Denn ihr Körper spielt dieses Spiel auf Dauer nicht mit.

Die Ernährung als Schlüssel zum Erfolg oder als Zünglein an der Waage

Heute hat gesunde Ernährung an Stellenwert verloren. Wurde früher das gemeinsame Essen als unabdingbar und gesundes Ritual angesehen, so ist es heute ein Faktor, der im triebsamen Geschäftsleben wichtige Zeit stiehlt und in weiterer Folge bares Geld kostet. Aber gesunde Ernährung bedarf nicht mehr Zeit, als unser heute so beliebtes, ungesundes Fast Food. Verzichten Sie auf Lebensmittel mit einem großen Anteil an synthetischen Lebensmittelzusätzen. Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch, insbesondere Schweinefleisch. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung.

Wenn Sie unter akuten Magen-/Darmbeschwerden leiden, dann sollten sie mit Schonkost beginnen und langsam ihren Magen und Darm an die neue gesunde Ernährung gewöhnen. Bereits nach wenigen Tagen der Ernährungsumstellung werden Sie sich vitaler und gesünder fühlen! Und selbst wenn es Sie jetzt wundern sollte, die Produktivität beginnt zu steigen!

Reduzieren Sie den Alkoholkonsum, den Anteil von Zucker, fettreicher und geräucherten Nahrungsmitteln. Auch diese setzen Ihrer Magenschleimhaut zu.

Lassen Sie sich von einem Ernährungsberater bei der Umstellung unterstützen. Gerade in diesem Bereich ist guter Rat unbezahlbar!

Mit Unterstützung der Natur zum Erfolg

Gerade bei Magenbeschwerden kann die Naturheilkunde wahre Wunder bewirken. Hier einige Helferlein aus dem Schoss der Mutter Natur, die schon vielen Leidensgenossen geholfen haben:

  • Leinöl – nehmen sie täglich (am besten am Morgen) etwas Leinöl zu sich. Leinöl hat nachweislich eine geschwürbildungshemmende Wirkung im Magen. Ein bis drei Esslöffel sollten sie täglich zu sich nehmen. Leinöl kann zum Beispiel gut ins Müsli am Morgen beigegeben werden. Und keine Sorge, das Leinöl ist im Geschmack unauffällig. Bitte lagern sie das Öl aber im Kühlschrank, denn ansonsten wird es rasch „ranzig“.
  • Mineralerde – (Bentonid) die Mineralerde bindet überschüssige Säure und zudem Bakterientoxine und andere schädliche Stoffe. Damit trägt sie zur Regeneration der Magenschleimhaut bei.
  • Trinken – achten sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wenn Sie diesbezüglich nachlässig sind, dann kontrollieren Sie sich. Gerade bei Magenproblemen ist die regelmäßige, aber vor allem ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Wasser, wenn möglich mit wenig oder gar keiner Kohlensäure, ist hier die beste Medizin.
  • Kohlgemüse – nehmen sie Kohlgemüse zu sich. Allerdings nicht in der bekannten Form als Gemüse, sondern in gepresster Form als Saft. Studien zeigen, dass insbesondere mit Weißkohl hervorragende Ergebnisse erzielt werden konnten. Beginnen Sie die Saftkur langsam und erhöhen Sie die Dosis täglich nur leicht. Ihr Magen muss sich erst daran gewöhnen.
  • Knoblauch – auch Knoblauch ist ein wahres Wundermittel, da er antibakteriell wirkt und das Immunsystem stimuliert. Sie sollten ihn am besten frisch und täglich zu sich nehmen.
  • Schwarzkümmelöl – ähnlich wie beim Leinöl wurde in Studien auch dem Schwarzkümmelöl eine sehr positive Wirkung attestiert. Achten Sie hier vor allem auf eine gute Qualität des Öles. Ein gutes Öl ist nicht billig, aber das Öl wird in kleinen Mengen zu sich genommen und so relativiert sich die Erstausgabe wieder.

Fernöstliche Entspannungsübungen

Viele Menschen können sich nicht überwinden nach der Arbeit in der Natur Sport zu betreiben. Wenn auch Sie zu diesen Menschen gehören, dann könne Sie es mit fernöstlichen Entspannungsübungen versuchen. Qi-Gong und Yoga stehen hier an erster Stelle. Aber auch Shiatsu, wenn Sie zu jenen gehören, die sich gerne verwöhnen lassen, ist eine gute Empfehlung.

Aus Großmutters Schatzkiste

Die Generationen vor uns lebten noch deutlich mehr im Einklang mit Mutter Natur. Kein Wunder, dass sie beinahe für jedes Leiden ein Kräuterlein kannten, das rasch für Linderung und Heilung Sorge trug. Wer in der Schatztruhe der Großmutter sucht, der wird auf die Kamille stoßen. Ein kleiner Heilsbringer. Früher fehlte diese in keinem Garten, heute muss man diese suchen oder erhält sie nur noch in der Apotheke.

Trinken Sie täglich am Abend und Morgen eine Tasse Kamillentee – am besten schluckweise.

Wenn Sie sich mehr Zeit geben ist die Kamillenrollkur der Hit:

Trinken Sie morgens schluckweise schwachen Kamillentee auf nüchternen Magen. Rollen Sie dann langsam in verschiedene Liegepositionen. Legen Sie sich jeweils vier Minuten auf den Rücken, dann auf die linke Seite, auf den Bauch und dann noch auf die rechte Seite.

Übrigens: auch Pfefferminz (krampflösend) und Melisse (beruhigend) gehören zu jenen Kräutern, die dem Magen wohl tun.

Die klassische Homöopathie

In der Homöopathie werden in der Regel folgende Mittel eingesetzt:

  • Anacardium D 6
  • Jodum C 200
  • Mandragora D 6
  • Ignatia C 30
  • Natrium muriaticum C 30

Gerade hier ist eine Beratung durch einen Experten von besonderer Bedeutung!

Wie Louise Hay Magenprobleme sieht?

Magenprobleme stehen laut Louise Hay für große Furcht, Angst vor Neuem und Unfähigkeit, Neues zu verdauen.

Sie empfiehlt als neues Gedankenmuster:

„Das Leben stimmt mit mir überein. Ich nehme jeden Augenblick jeden Tages das Neue in mich auf. Alles ist gut.“

Magenbeschwerden aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)

Gerade in der heutigen Zeit sind Magenbeschwerden aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin nicht selten auf eine stressbedingte Leber Qi Stagnation zurückzuführen. Diese beeinträchtigt in weiterer Folge über den Kontrollzyklus der fünf Elemente die Funktion des Magen-Darm Traktes. So wird die Verdauungskraft des Körpers geschwächt und Beschwerden stellen sich ein.

Historisch betrachtet werden Magenbeschwerden aus Sicht der chinesischen Medizin der Milz zugeordnet.

Gerade im Rahmen der chinesischen Medizin hat eine eingehende Anamnese besondere Bedeutung. Auch hier sollten sie sich an einen ausgewiesenen Experten wenden, um einen möglichst hohen Wirkungsgrad der jeweiligen Behandlungsmethode erzielen zu können.

Der Rat zum Schluss

Lassen Sie es sich auch einmal gut gehen! Gönnen Sie sich eine Auszeit. Spannen Sie aus und lassen sie sich zum Beispiel bei einer Massage verwöhnen oder gönnen Sie sich einmal im Monat einen richtigen Wellnesstag. Ihr Körper und ihre Seele werden es ihnen danken.

Und bevor Sie sich und Ihrem Körper die Gabe von Antibiotika zumuten, denken Sie über andere Alternativen nach und probieren Sie diese aus!

 

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

 twittergoogle+facebook

 

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5 Gedanken zu “Wenn es auf den Magen schlägt – Magenbeschwerden

  1. Habe gelesen, Zitronenmelisse soll auch gut sein? Jedenfalls, ich habe im Garten und geniesse jetzt gleich noch eine Tasse für einen erholsamen Schlaf. Gute Nacht! lg Regula

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