Kreislaufprobleme naturheilkundlich behandeln

Herz-Kreislauferkrankungen zählen bei uns zu den häufigsten Todesursachen. Dabei kann man gerade dieser Erkrankung vorbeugend begegnen und das Risiko erheblich reduzieren.

Was sind die Risikofaktoren an Herz-/Kreislaufproblemen zu erkranken?

 

  • Hohe Blutfettwerte
  • Hoher Blutdruck
  • Diabetes
  • Rauchen
  • Zu viel Eiweiß
  • Übergewicht
  • Bewegungsarmut
  • Stress

Die Häufung an Herz-/Kreislauferkrankungen ist meist eine Folge der Kombination dieser Risikofaktoren.

Das Herz aus Sicht der chinesischen Medizin

 

In der chinesischen Medizin ist das Herz der Kaiser. Das Herz ist die oberste Zentrale und reinstes Yang und damit unser „Feuer“. Zum Funktionskreis Herz gehören die mentalen und geistigen Aspekte des Menschen. Er ist stark an das Gefühlsleben des Menschen gebunden. Bei Hektik, Frust und Stress sammelt sich zu viel Hitze im Herzen und das führt, wenn nicht rechtzeitig reagiert wird dazu, dass wir unter Unruhe, Übererregtheit, Bluthochdruck, Schlafstörungen und anderen Problemen leiden.

Aber auch wenn das Herz über zu wenig Blut verfügt, können Probleme wie Unruhe, Ängstlichkeit, Herzrasen und Herzstolpern entstehen. Wird das Herz hingegen von zu vielen Flüssigkeiten bedrängt, führt dies zu Schwindel, Schleim im Rachen, Herzklopfen und Unruhe.

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) können seelische Belastungen, wie Angst, Kummer, Sorge, Trauer, Ärger und Frust auf Dauer zu einer „Leber-Qi-Stagnation“, später zu einer „Leber-Hitze“ und zu einem „Leber-Feuer“ führen.

Daher muss zuerst die „Leber-Qi-Stagnation“ behoben werden. Im Rahmen der Therapie kommen Heilkräuter und Akupunktur zum Einsatz.

Wie die Natur bei Herz-/Kreislaufproblemen helfen kann – was Sie selbst tun können!

 

Das Gute gleich vorab, bei Herz-/Kreislaufproblemen können Sie selbst einen großen Beitrag zur Heilung leisten.

Herz-/Kreislauftraining in der Natur

Erstellen Sie einen fixen Zeitplan! Planen Sie quasi Termine für sich selbst ein. Das müssen nicht viele Stunden sein, aber täglich mindestens 30 Minuten. Nützen Sie diese Zeit nicht für Leistungssport und neue Rekorde! Wandern oder joggen Sie mit nicht zu hoher Pulsfrequenz durch Mutter Natur.

Steigern Sie nicht die Intensität des Trainings, sondern höchstens die Zeit, die Sie sich und Ihrem Körper gönnen. Sie werden sehen, dass sich schon bald eine deutliche Besserung der Symptome einstellt, denn dadurch wird nicht nur ihr Herz-/Kreislaufsystem trainiert, sondern sie streicheln und pflegen auch Ihre Seele damit.

Achten sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und essen Sie vor allem bewusst

Trotz des Wissens um gesunde Ernährung und deren Wichtigkeit ernährt sich der Mensch heute zu schnell. Bewusstes ritualisiertes Essen, nach dem Motto: „Wenn ich ess, dann ess ich. Wenn ich geh, dann geh ich.“ ist stressreduzierend und hilft achtsam mit sich umzugehen.

Fette werden benötigt, um fettlösliche Vitamine, wie A, D, E und K aufzunehmen. Auch Fettsäuren werden benötigt. Daher wäre es nicht richtig Fette aus dem Ernährungsplan zu streichen! Entscheidend ist jedoch, dass man die richtigen Fette zu sich nimmt. Vermeiden Sie tierische Fette (fette Wurst, fettes Fleisch, Fertigprodukte und andere Fleischerzeugnisse) und ersetzen Sie diese durch die gesunden Fette. Gesunde Fette finden Sie unter anderem in Ölen wie Oliven-, Raps-, Lein-, Maiskeim- und Sonnenblumenöl. Weitere gute ungesättigte Fettsäuren finden sich in Fischen (wie z. B. Makrele, Hering, Lachs und anderen Fischen). Eine fischreiche Kost kann laut Studien, das Risiko an Herz-/Kreislaufproblemen zu erkranken um 50 % reduzieren.

Besonders wichtig sind auch die Omega-3-Fettsäuren. Diese finden sich in Ölen wie dem Lein-, Wallnuss-, Raps-, Soja- oder Weizenkeimöl.

Ergänzen Sie Ihren Speiseplan durch frisches, saisonales Gemüse und Obst. Verzichten Sie auf zu häufigen Alkoholkonsum, sparen Sie Zucker ein und reduzieren Sie das Rauchen. Besser noch: Machen Sie sich selbst ein Geschenk und hören Sie auf damit! Ihr Herz wird es Ihnen danken.

Kleine „Helferlein“ aus der Natur

  • Walnuss-Tee – ein „Hausmittelchen“ aus Omas Schatzkiste. Übergießen Sie eine Handvoll der inneren Trennwände der Walnuss mit etwa ¼ Liter kochendem Wasser. Lassen Sie diesen Tee 10 Minuten ziehen und füllen ihn -nachdem er ausgekühlt ist- in eine Flasche ab. Nehmen Sie jeden Tag drei Teelöffel davon zu sich. Diese Mischung stärkt schwache Herzen.
  • Rosmarintee – damit stärken Sie Ihren Kreislauf! Kochen Sie einen gehäuften Teelöffel auf und lassen Sie diesen 10 Minuten ziehen. Trinken Sie täglich zwei bis drei Tassen davon.
  • Misteltee –Kochen Sie einen Teelöffel Mistelblätter pro Tasse auf und lassen diesen über Nacht ziehen. Täglich eine Tasse hilft dabei den Blutdruck zu senken.

Welche naturheilkundlichen Verfahren zusätzlich bei der Heilung helfen

  • Akupunktur/Akupunkt Massage – Mit der Akupunktur werden in der Chinesischen Medizin Blockaden gelöst und Energie wieder zum Fließen gebracht. Je nach Anamnese werden unterschiedliche Akupunkturpunkte behandelt.
  • Atemtherapie – das richtige Atmen haben viele von uns verlernt. Oftmals atmen wir zu flach. Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie bewusstes Atemtraining: Halten Sie ihre Hände auf den Bauch und spüren Sie wie sich die Bauchdecke hebt. Dann legen Sie ihre Hände auf den Brustkorb oben und anschließend an den Brustkorb seitlich und atmen ein paar Mal tief durch.
  • Bachblüten – Im Akutfall werden bei der Bachblütentherapie Rescue-Remedy Tropfen eingesetzt.
  • Kneipp Therapie – zum Beispiel bringt das temperaturansteigende Armbad den Kreislauf in Schwung und stärkt diesen nachhaltig. Je nach Zustand wird dieses im Sitzen oder Liegen durchgeführt. Das einarmige, rechtsseitige Armbad mit einem Temperaturanstieg von 34° auf 39° dauert ca. 15- 20 Minuten. Je geringer die körperliche Leistungsfähigkeit des Herzkranken ist, umso milder sollten die hydrotherapeutischen Anwendungen sein.
  • Urtinktur – folgende Mischung hat sich bei Herz-/Kreislaufbeschwerden besonders bewährt: je 30ml Rosmarin und Ginko, 20ml Weissdorn, 10ml Schafgarbe und 10ml Arnika
  • Qigong und Yoga – machen Sie Yoga oder eine andere Form der Beruhigungs- und Körpertherapie. So lernen Sie dem Stress des Alltags zu entfliehen und stärken damit Ihr Herz.

Lassen Sie sich begleiten …

Gerade Herz-/Kreislaufprobleme liegen in der Regel tiefer, als man vordergründig vermutet. Lassen Sie sich daher von einem guten Naturheilkundler oder TCM-Experten beraten und begleiten. Erarbeiten Sie gemeinsam mit ihm ein wertvolles und nachhaltiges Herz-/Kreislaufprogramm. Gerade in der Anfangszeit der Umstellung, auch der Lebensumstände, erfordert es Disziplin und Durchhaltevermögen. Ein guter Therapeut wird Sie bei jedem Therapietermin daran erinnern, dass vor allem Sie den größten Beitrag zur Heilung liefern.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

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5 Gedanken zu “Kreislaufprobleme naturheilkundlich behandeln

  1. Nun bin ich ganz schön verunsichert, da ich so ziemlich mit allen Symptomen dienen kann! Was nun? Wenn ich allzu abrupt aufhören, allen Lastern abschwöre, könnte mein Körper dies als Ende Welt interpretieren und einfach … Was die therapeutischen Ansätze betrifft, fällt mir auf, dass Koffein und Hopfen, deren Heilkraft bekanntlich nicht unterschätzt werden darf, keinen Einsatz finden. Von Fischen würde ich derzeit abraten, denn es stellt sich immer klarer heraus, dass sie die Gifte der Weltmeere in sich sammeln, um sie der Menschheit in ihrer maßlosen Ehrlichkeit zurückzugeben. Bachblüten, da stimme ich mit Einschränkungen zu, obwohl zuerst das Bächlein begutachtet haben will. Was die bewusste Ernährung betrifft, so möchte dazu bemerken, dass einem die Experten das Wort im Mund umdrehen. Bei einem schlägigen Seminar versuchte ich den Mitseminarianern meine hohen Bewusstseinsgrad bei der Auswahl und dem Verzehr meiner Lieblingseissorten näher bringen, was prompt dazu führte, dass man verklickerte, dass das eben genau das Unbewusste sei, was da aktiv geworden sei. Was immer es auch mit der bewussten Ernährung auf sich haben möge, es bleibt mir verborgen, da auch meine Lieblingsdöner, nicht den Bewusstseinsansprüchen genügten, obwohl für einen Kebap mehr als 30 Kilometer fahren muss und diesen Enschluss jedes Mal sehr bewusst treffe. Ich will die Unbilden der bewussten Ernährung nicht noch weiter ausführen, hoffe aber schon mit den wenigen Beispielen klargemacht zu haben, dass sich bei deisem Wörtchen die Geister mehr als scheiden … 😉

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  2. Tja, nach dem Lesen einiger Artikel bezüglich der Verschmutzung der Weltmeere und der damit verbundenen Anreicherung ihrer Bewohner mit Giftstoffen, ist mir die Lust an Fischgerichten tatsächlich vergangen. Da Zuchtfische teilweise ebenfalls mit sehr fragwürdigen Methoden „behandelt“ werden, sehe ich mich einem Dilemma gegenüber, da Fische ja an und für sich auf dem Speiseteller Sinn machen würden. Insgesamt bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass es immer schwieriger wird, qualitativ hochwertige Lebensmittel zu bekommen! Dem Kaffee schwöre ich derzeit noch nicht ab, obwohl er in der Literatur wenige Freunde besitzt, ansonsten gehe ich die Ernährung sehr wohl etwas bewusster an, muss ich ehrlich zugeben. Ich esse noch immer fast alles, jedoch immer mehr in Maßen! 😉

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    • Hallo, danke für Deinen Beitrag. Ja, es ist in der Tat schwierig auf die Lebensmittelindustrie zu vertrauen. Aber es ist schon ein Meilenstein, wenn wir BEWUSSTER werden, wir Konsumenten. Zudem muss natürlich erwähnt werden, dass nicht jede Geldbörse „BIO“ für die Familie täglich zulässt. Aber wie gesagt, Du hast bereits den richtigen Schritt gemacht, Du gehst BEWUSST mit dem Thema um. Alles Liebe Doris

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  3. Pingback: Burnout Syndrom – Natürliche Wege für die Prävention und Linderung | Natur als Medizin

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