Der fiebersenkende Wadenwickel – Medizin aus der Natur

Alte Hausmittel wirken oft wundersam, doch sie helfen. Durch die Möglichkeiten der modernen Medizin sind viele kleine Helferlein von Mutter Natur in Vergessenheit geraten. Viel zu schnell wird zum Apothekenschrank gegriffen und mit Tabletten und anderen Medikamenten schnelle Abhilfe geschaffen. Die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers werden in Folge vernachlässigt und nicht selten werden so nur die Symptome bekämpft.

Der fiebersenkende Wadenwickel

Auf dem Blog „Natur als Medizin“ möchten wir dir neben der modernen Naturheilkunde, immer wieder auch alte, wirkungsvolle Hausmittel, Kräuter und Rezepte näher bringen, die in Vergessenheit geraten sind. Der fiebersenkende Wadenwickel ist eines davon.

Dieser, von unseren Vorfahren erfolgreich eingesetzt, wirkt hitzeableitend, temperatursenkend, durchblutungsfördernd und beruhigend.

Wichtige Voraussetzung beim fiebersenkenden Wadenwickel ist, dass die Anwendung nicht bei einem kalten Körper erfolgen darf!

Was wird benötigt?

  • 2 Innentücher (zum Beispiel Stoffwindeln, Geschirrtücher, etc.)
  • Socken, die idealerweise bis zum Knie reichen
  • 2 Zwischentücher (zum Beispiel Stoffwindeln, Geschirrtücher, etc.)
  • 2 Außentücher (unter Umständen als Ersatz für die Socken)
  • 1 Schüssel mit kaltem Wasser (12-18°C)

In das Wasser kann auch Apfelessig gegeben werden. Damit werden aus dem fiebersenkenden Wadenwickel die sogenannten „Essigpatschen“. Apfelessig verstärkt die fiebersenkende Wirkung.

Wie wird der fiebersenkende Wickel angewendet?

Die Beine des Patienten werden frei gelegt. Unter die Waden werden die Außen- und Zwischentücher gelegt (diese sind nicht in Wasser oder das Wasser/Essig-Gemisch getränkt). Dabei reichen die Tücher vom Fußknöchel bis zum Knie. Die Zwischentücher überlagern dabei etwas die Außentücher. Da der Wickel selbst kalt ist und der fiebrige Patient normalerweise „heiß“ hat, muss der Patient darauf vorbereitet werden.

Die Innentücher werden im Wasser oder dem Wasser/Essig-Bad eingetaucht und anschließend ausgewunden. Das feuchte Innentuch wird anschließend um eine der Waden gewickelt. Anschließend wickelt man das trockene Zwischentuch um das Innentuch. Mit dem Außentuch wird nun der erste Wadenwickel abgeschlossen. Mit dem zweiten Bein verfährt man ident.

Wichtig ist, dass der Patient anschließend zugedeckt wird. Der Wickel bleibt so lange an den Beinen, bis er keine kühlende Wirkung mehr hat. Normalerweise, je nach Fieberhöhe, dauert das zwischen 5-15 Minuten.

Die Behandlung kann mehrmals am Tag wiederholt werden. Zur Erinnerung: Die Anwendung erfolgt nur am warmen Körper!

Die Außen- und Zwischentücher können bei jeder Behandlung verwendet werden. Die Innentücher müssen jedoch gewechselt werden. Dies vor allem auch deshalb, da es bei der Behandlung zu Stoffwechselausscheidungen durch die Haut kommt.

Nach 2-3 Behandlungen sollte die fiebersenkende Wirkung eingetreten sein. Die Wickel wirken zudem ermüdend, was für einen förderlichen, erholsamen Schlaf beim Patienten sorgt. Sollte die gewünschte Wirkung nicht erzielt werden können, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Was es zu beachten gilt?

Patienten selbst können oft nicht beurteilen, ob Körperstellen warm oder kalt sind. Daher ist es wichtig, dass dies der Anwender sorgfältig prüft! Kalte Wadenwickel sind an kalten Körperstellen nicht nur ohne Nutzen, sie können sogar gefährlich sein.

Statt der Außentücher können auch Kniestrümpfe verwendet werden. Praktikabler und angenehmer sind jedoch auch hier Baumwolltücher.

Fiebersenkende Wadenwickel können auch bei Kindern und Kleinkindern angewendet werden. Da Kinder aber empfindlicher sind, empfiehlt es sich, die Wassertemperatur etwas wärmer zu wählen. Diese kann bei Kindern auch zwischen 20-25°C liegen.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, 6922 Wolfurt

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2 Gedanken zu “Der fiebersenkende Wadenwickel – Medizin aus der Natur

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