Rückenschmerzen – natürliche Behandlungsalternativen (Teil 1)

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden. Laut Statistiken leiden rund 40 Prozent der deutschen Bundesbürger an regelmäßigen Rückenbeschwerden. Viele bekämpfen bei der Behandlung der Beschwerden die Symptome mit Hilfe der Schulmedizin und setzen Schmerztabletten ein. Die Ursachenforschung bleibt dabei weitestgehend unberücksichtigt und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Schmerzen wiederkehren.

Rückenschmerzen – schulmedizinische Behandlungswege

Neben dem Einsatz von Schmerztabletten werden in der Schulmedizin in der Regel folgende Therapien und Behandlungsmethoden eingesetzt:

  • Massage
  • Injektionen und Infusionen
  • Operative Eingriffe an den Bandscheiben
  • Physiotherapie
  • Wärmetherapie
  • Rückenschule
  • Kreuzbandagen
  • Versteifung der Wirbelsegmente

Damit werden die Beschwerden in der Regel lokal behandelt – dort wo sie schmerzen. Die Ursachenforschung bleibt meist außen vor. Verständlich: Denn unsere Zeit ist schnelllebig und Bedarf rascher Lösungen.

Rückenschmerzen und ihre Ursachen

In der ganzheitlichen Naturheilkunde steht die Ursachenforschung im Mittelpunkt des Behandlungsansatzes. Schmerzen werden hier als Signal des Körpers angesehen und sind ein Indikator dafür, dass etwas nicht stimmt.

Die Schmerzen, deren Ausprägung, deren Art und deren Ursachen sind vielfältig. Rückenbeschwerden äußern sich in Form von Problemen im Bereich des Nackens, der Schultern, des Beckens oder in Verspannungen der Muskulatur. Andere leiden unter Bewegungsblockaden oder –einschränkungen. Bei anderen wiederum sind die Nerven gereizt und dies kann bis zu Empfindungsstörungen im Bereich der Arme und der Beine führen. Letztere Art der Schmerzen werden häufig durch einen Bandscheibenvorfall oder einer Narbe nach einer Bandscheibenoperation ausgelöst.

Alternative Behandlungsmethoden bei Rückenbeschwerden

Wie bereits erwähnt steht sowohl bei der ganzheitlichen Naturheilkunde, als auch bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Ursachenforschung im Mittelpunkt. Schmerzen werden hier als Warnsignal des Körpers wahrgenommen und deren Ursachen müssen, um eine nachhaltige Besserung/Linderung erreichen zu können, erforscht und behoben werden.

Dr. Rüdiger Dahlke bringt es auf den Punkt:

„Was im Leben kann oder will der Betroffene nur schmerzlich ertragen?

Was belastet ihn? Welche Last trägt er mit sich …“

 

In der asiatischen Medizin wird davon ausgegangen, dass Schmerzen immer eine Stagnation zu Grunde liegt. Qi, Blut oder die Körpersäfte bewegen sich nicht mehr im Einklang bzw. harmonisch und verursachen damit eine Blockade und in weiterer Folge Schmerz.

Diagnostik – Ursachenerforschung

Im Rahmen einer eingehenden Diagnostik geht es darum Ursachen und Hintergründe zu erkennen – ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung und entscheidend für den nachhaltigen Behandlungserfolg.

  • Handelt es sich um eine Überbelastung (klimatische Einflüsse; besondere Lebenssituationen, die emotional belasten)?
  • Was wirkt lindernd beziehungsweise verschlimmert die Situation (Bewegung, Ruhe, Wärme, Kälte, Massage, Druck, etc.)?
  • Um welche Art emotionaler Reaktion handelt es sich – welcher Funktionskreis aus Sicht der chinesischen Medizin ist betroffen?
  • Spielen bestimmte Wetterlagen, Bewegungen oder andere Umstände eine Rolle?

Aufbauend auf der Ursachenforschung wird gemeinsam mit dem Patienten ein Behandlungs-/Therapieplan erstellt. Verschiedene Praktiken, wie zum Beispiel Akupunktur, Schröpfen und Moxibustion, Kinesiotaping werden auf die entsprechende Diagnostik abgestimmt.

Vorbeugen – die vielleicht beste Medizin

Bei Rückenbeschwerden ist vor allem die Prävention von ganz besonderer Bedeutung und Effektivität. Trainieren sie Ihre Rückenmuskulatur mit gezielten Übungen. Gerade bei Rückenbeschwerden ist auch das Training der Bauchmuskulatur von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit. Legen sie zudem großen Wert auf gutes Schuhwerk! Hier macht es Sinn sich von einem Orthopäden beraten zu lassen.

Beugen Sie die Knie, wenn sie Lasten heben oder sich bücken müssen. Achten Sie, wenn sie eine sitzende Tätigkeit ausüben, auf eine gute Sitzgelegenheit, die die Lendenwirbelsäule stützt. Nicht weniger wichtig ist, dass sie auf Ihre Gedanken und Gefühle achten! Haben Sie Spaß am Leben und leben Sie! Der Rücken sollte stets durchgestreckt und nicht gebückt sein. Verwöhnen Sie sich immer wieder einmal mit einer Massage oder Shiatsu! Und gönnen Sie sich und ihrem Rücken Pausen!

Bewegen Sie sich regelmäßig! Wandern und Laufen sie. Vermeiden Sie Stress so gut wie möglich, mittels Zeitmanagement, Achtsamkeitsübungen, der Minus-10% Regel. Und reduzieren Sie den Konsum von Alkohol, Kaffee und Nikotin.

Minus-10%-Regel: Mit dieser Regel kann jeder die Alltagsgeschwindigkeit in seiner hektischen Gegenwart verlangsamen. Versuchen Sie es und gehen Sie zehn  Prozent langsamer, essen Sie zehn Prozent langsamer und arbeiten Sie auch um zehn Prozent langsamer! Ihre Lebensbereiche Sinn, Körper und Gesundheit, Familie und Beziehungen werden Ihnen einen satten Gewinn von wesentlich mehr erfüllenden Lebensjahren zurückgeben.

Teil 2 – die natürlichen Wege zur Linderung und Besserung

Im zweiten Teil geht es um die verschiedenen alternativen Behandlungsmethoden und deren Wirkung. Wie bei fast allen Erkrankungen müssen diese auf die Diagnostik und jeden Einzelnen abgestimmt werden, damit sie erfolgreich sind. Auch hier gilt die Empfehlung: Lassen Sie sich von einem ausgebildeten Experten Ihres Vertrauens (!) begleiten. Die Chemie zwischen Patient und Behandler ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

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Ein Gedanke zu “Rückenschmerzen – natürliche Behandlungsalternativen (Teil 1)

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