Herbst und Winter – So stärken Sie ihre Bronchien

Herbst und Winter sind jene Zeiten, in denen die feuchte, kalte Luft unseren Bronchien und Lungen vermehrt zusetzt. Erkältungen, Bronchitis und in schlimmeren Fällen sogar eine Lungenentzündung können die Folge sein. Die Natur bietet viele Möglichkeiten die Atemwegsorgane zu stärken. Dies sollten Sie zum Schutz ihres Immunsystems und der Vermeidung schwerwiegender Krankheiten auch tun!

Laut Prof. Karl-Christian Bergmann, Experte der Allergie- und Asthmaklinik Bad Lippspringe, verursachen Erkrankungen der Atemwegsorgane weltweit die meisten Todesfälle. In Deutschland ist jeder Zehnte davon betroffen! Schätzungen zur Folge leiden sechs Millionen Menschen in Deutschland an chronischer Bronchitis. Gerade diese sollte nicht unterschätzt werden, da sie die Lungenbläschen zerstören kann!

Was bei Bronchitis Linderung schafft

Holunder, Huflattich und Spitzwegerich gehören, wie auch Thymian, zu jenen Heilkräutern, die bei Bronchial- und Erkältungskrankheiten besonders geeignet sind.

Dabei können die Kräuter zum einen in Form von Tee, Hustensirup, Badezusätzen oder aber auch für Inhalationen angewendet werden.

  • Bei leichter Bronchitis sollten Sie auf Bewegung an der frischen Luft nicht verzichten. Gerade durch die Bewegung in der Natur kann das Abhusten und die Schleimlösung unterstützt werden. Aber Achtung: Sie dürfen sich nicht überanstrengen! Langsames Spazieren ohne körperliche Anstrengung ist hier oberstes Gebot.
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag. Am besten Wasser oder Kräutertee. Damit versorgen Sie die Schleimhäute der Atemwege mit notwendiger Feuchtigkeit. Gerade die trockene Heizungsluft lässt diese austrocknen und macht sie anfällig für Viren und Bakterien.
  • Bei leichten Bronchialerkrankungen helfen Inhalationen. Hierfür ist Eukalyptus sehr gut geeignet.

Übrigens: Gerade bei Erkrankungen der Atemwegsorgane spielt oft auch der Darm eine nicht zu unterschätzende Rolle. Gerade Asthmatiker leiden sehr häufig an einer sogenannten Dysbakterie (Schädigung der Darmflora). Diese entsteht nicht selten durch die Einnahme von Antibiotika oder durch eine Übersäuerung des Körpers.

Daher sollten Sie bei Atemwegserkrankungen auch immer eine Darmreinigung/-sanierung in Betracht ziehen. Eine gute Darmflora ist der beste Garant für ein intaktes Immunsystem. Gute Erfolge können hier mit einer basischen Ernährung erzielt werden. Dabei nimmt im Speiseplan frisches Obst und Gemüse einen besonders hohen Stellenwert ein. Auch Omega-3-Fettsäuren tragen zu einer positiven Darmflora bei.

Kräuterapotheke zur Linderung und Vorbeugung:

  • Rotklee löst Schleim und wirkt auswurffördernd
  • Sanddorn wirkt schleimlösend und trägt zur Regeneration der Schleimhäute bei
  • Thymian
  • Eukalyptus
  • Holder
  • Huflattich, Spitzwegerich und Schlüsselblume

Tipp:

Tropfen Sie ätherische Öle auf Ihren Pyjama – zum Beispiel Weichrauchöl oder Eukalyptusöl. Die Öle sollten nicht direkt auf der Haut angewendet werden.

Das Schwarzkümmelöl wirkt lindernd und kann auch als Nasenöl verwendet werden. Wichtig: Achten sie hier besonders auf die Qualität! Gutes Schwarzkümmelöl ist nicht billig!

Entzündungshemmende Vitalstoffe

Gerade entzündungshemmende Vitalstoffe können zur Stärkung der Abwehrkräfte beitragen. Rote Zwiebeln und Knoblauch sind hier an erster Stelle zu nennen. Beide enthalten Schwefelverbindungen und antioxidativ wirkende Flavonoide wie zum Beispiel Quercetin. Quercetin hat die Eigenschaft, Entzündungshormone zu hemmen.

Ähnlich wirken Kurkuma, Ingwer, Zimt, Rosmarin und Oregano.

Tipp:

Zwiebeln eignen sich nicht nur als Lebensmittel bestens, sondern können in Form eines Zwiebelwickels bei Atemwegserkrankungen wahre Wunder wirken! Dünsten Sie dazu fein geschnittene Zwiebeln in Butter-/Schweineschmalz an. Sparen Sie dabei nicht mit Schmalz. Geben Sie die angedünsteten Zwiebeln inklusive Schmalz auf eine Stoffwindel. Wickeln Sie diese nochmals mit zum Beispiel einem Handtuch ein und befestigen Sie den Wickel am Brustkorb. Aber Achtung: Das Schmalz ist heiß und es kann zu Verbrennungen kommen! Machen Sie davor also lieber einen Fingertest und lassen Sie den Wickel im Zweifelsfall noch etwas auskühlen. Aber nicht kalt werden lassen. Lassen Sie den Wickel so lange an der Brust, wie Sie es für fein empfinden! Der Wickel riecht nicht gut, aber hilft!

Welche Lebensmittel Sie bei Asthma meiden sollten

Wenn Sie an Asthma leiden, dann sollten Sie folgende Lebensmittel meiden beziehungsweise reduzieren:

  • Lebensmittel mit Zusatzstoffen und Konservierungsstoffen
  • Glutenhaltige Getreideprodukte
  • Milchprodukte
  • Weizenmehl und Zucker reduzieren
  • Soja Produkte
  • Erdnüsse

Schüssler Salz Therapie

Das Schüssler Salz Nr. 3 „Ferrum Phosphoricum spielt bei der Stärkung des Immunsystems eine besonders wichtige Rolle. Gleichzeitig fördert das Salz den Stoffwechsel in den Bronchien.

Welche Schüssler Salze noch eingesetzt werden können:

  • 4 „Kalium Chloratum“ – dieses Salz unterstützt die Ausscheidung des Schleims
  • 8 „Natrium Chloratum“ – bindet den Schleim. Wirkt bei verschleimten Bronchien und trockenem Reizhusten
  • 9 „Natrium Phosphoricum“ – wird bei Übersäuerung eingesetzt
  • 18 „Calcium Sulfuratum“ – löst den Schleim und fördert dessen Ausscheidung

Zauber der Bachblüten

Bei Kindern und Jugendlichen sind Bachblüten besonders gut geeignet, da sie auf eine sehr sanfte Art zur Heilung beitragen können.

Bei starkem Reizhusten ist „Holly“ (Nr. 15) ausgezeichnet geeignet. Wenn Sie am Anfang eines grippalen Infektes, der nicht ungern zu einer Bronchial Erkrankung führen kann, leiden, dann eignen sich zur Vorbeugung und Unterstützung des Immunsystems „Rescue Remedy“ Tropfen.

Sind die Bronchien stark verschleimt, kann mit „Crap Apple“ (Nr. 10) der Auswurf gefördert werden. Sitzt der Schleim besonders fest, dann mischen Sie „Rock Water“ (Nr. 27) bei.

Übrigens:

Die Selbstheilungskräfte können sie mit „Centaury“ (Nr. 4) stärken.

Ayurvedische Helferlein

Bhasmas wird bei Erkältungs-/Bronchialerkrankungen sehr häufig eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Mischung, die aus vielen verschiedenen Heilpflanzen zusammengestellt wird. Im Veda LunCare, ein ayurvedisches Präparat, ist diese Mischung zusätzlich kombiniert mit Heilpflanzen wie Kantakari und Vasaka. Vasaka wird bei den Indern als Lungenkraut bezeichnet. Die Pflanze selbst wächst im Himalaya-Gebiet. In der Region wird diese Pflanze seit vielen Jahrhunderten bei Atemwegserkrankungen zur Anwendung gebracht.

Atemwegserkrankungen und Traditionell Chinesische Medizin (TCM)

Atemwegserkrankungen werden in der TCM als Qi Chuan Bing bezeichnet. Die Ursachen können dabei unterschiedlicher Natur sein. Zum einen können das Äußere Faktoren wie Schleim-Kälte, Schleim-Hitze sein, die durch den Faktor Wind ins Innere getragen werden. Zum anderen können Faktoren wie Ernährung, Nikotin, Umweltverschmutzungen und genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Die TCM kennt bei Atemwegserkrankungen viele Diagnosen und Ursachen. Daher ist es notwendig hier einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der eine individuell abgestimmte Therapie vornehmen kann.

Welche Ansätze zur Unterstützung/Linderung gibt es in der TCM?

  • Akupunktur
  • Meridianmassagen
  • Entsprechende Ernährung (Diät)
  • Tee’s zum Beispiel mit Ingwer oder Yamswurzelknollen

Rezept/Empfehlung:

  • Frischer Ingwer
  • Frühlingszwiebel (weißer unterer Teil)
  • Beifußblätter

Die Zutaten werden in gleicher Menge vermischt und in Wasser aufgekocht. Anschließend wird der Heiltrunk über den Tag verteilt immer wieder eingenommen. Diese Mischung ist gerade bei einer angehenden Bronchitis ausgezeichnet geeignet.

Wer es lieber etwas süßer mag, der probiert folgendes Rezept:

  • 30 g Frischer Ingwer
  • 60 g Mandeln
  • 120 g Honig (am besten aus der eigenen Region!)

Rösten Sie den Ingwer und die Mandeln gemeinsam an (nicht anbrennen lassen!). Anschließend mahlen Sie Ingwer und Mandeln und mischen allmählich den Honig unter. Dieses Rezept eignet sich auch gut bei chronischer Bronchitis oder Asthma und kann zur Linderung beitragen. Nehmen Sie täglich circa 3×10 g zu sich!

Reinigen Sie mit Natur

Gerade Reinigungsmittel, Parfüms und Lufterfrischer enthalten nicht selten Stoffe, die unsere Atemwegsorgane reizen. Diese können im schlimmsten Fall sogar Asthmaanfälle hervorrufen. Gerade, wenn Sie häufiger an Atemwegserkrankungen leiden, sollten Sie hier auf natürliche Mittel umsteigen.

Beugen sie vor!

Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist Vorbeugen die beste Medizin!

  • Bewegen Sie sich regelmäßig in der Natur (kein Leistungssport!)
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen – verzichten Sie vor allem auf Zusatzstoffe und Fertigprodukte
  • Verwenden Sie natürliche Reinigungsmittel und Parfüms – auf künstliche Luftverbesserer sollten Sie ganz verzichten
  • Trinken Sie ausreichend Wasser oder Tee
  • Vermeiden Sie Stress oder sorgen Sie für entsprechende Ruhepausen/-zeiten
  • Rauchen Sie nicht!
  • Reduzieren Sie den Alkoholkonsum
  • Schützen Sie ihren Oberkörper vor Wind und Kälte
  • Machen Sie Atemübungen

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

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