Ganzheitliche Hilfe bei Gicht

Gicht ist eine Zivilisationskrankheit. War sie früher die Krankheit der Reichen, so ist sie heute in den westlichen Industrieländern in allen Bevölkerungsschichten vertreten. Kein Wunder, ist Gicht doch jene Erkrankung, die einen direkten Bezug zur Ernährung – nämlich Fehlernährung – hat. Worauf sie aus ganzheitlicher Sicht achten sollten und wie sie Linderung auf natürlichem Weg erzielen, erfahren sie in diesem Beitrag.

Gicht aus der Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)

Laut Traditionell Chinesischer Medizin (TCM) ist Gicht eine Störung der Leber. Was man auch am Verlauf der Erkrankung sehen kann. Ein akuter Gichtanfall kommt plötzlich, hat einen schnellen Verlauf und ist sehr schmerzhaft. In der Regel äußert er sich bei Auftreten erstmalig in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden, was aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin ein typischer Hinweis auf eine Leberstörung ist. Zudem tritt der erste Gichtanfall meist am großen Zeh auf und eben hier verläuft der Lebermeridian.

Gicht erkennt man in der Regel an erhöhten Harnsäurewerten, was aber die meisten Betroffenen ausblenden, da am Beginn der Erkrankung die typischen körperlichen Symptome kaum oder nur sehr gering vorhanden sind. Allerdings und das sollten Betroffene wissen, spätestens jetzt sollten, nein müssen sie, vorsorgen!

Gründe für die Störung der Leberfunktion aus Sicht der TCM

Aus Sicht der TCM gibt es folgende Gründe für eine mögliche Leberfehlfunktion:

  • genetische Gründe
  • Stress, Frustration, Ärger und Zorn
  • zu viel erhitzende Nahrungsmittel oder generell durch ungesunde Ernährung

Unter ungesunder Ernährung sieht hier die TCM vor allem zu fette Nahrungsmittel. Nicht zu viel Fleisch ist aus Sicht der TCM der Auslöser, sondern vor allem zu fettiges. Was im Übrigen auch für andere Nahrungsmittel gilt.

Ernährungsvorgaben aus Sicht der TCM

Grundsätzlich sollten Betroffene fette Nahrungsmittel meiden. Fette Saucen, fettes Fleisch, Fischhaut, fette Innereien und fette Süßspeisen sollten Betroffene vom Speiseplan streichen. Auch geräucherte Speisen sind nicht optimal und sollten daher gemieden werden. Ebenfalls verzichten sollten sie auf  fettige Milchprodukte (u. a. Butter, Sahne, Creme fraiche, etc.).

Wie bei vielen anderen Erkrankungen gehört Zucker deutlich reduziert. Auch Alkohol und hier insbesondere das Bier ist ein No-Go.

Vermeiden sie zudem Purin haltige Lebensmittel. Dazu zählen vor allem Innereien, Wurst, aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Sojabohnen und Erbsen.

Als Betroffener sollten sie sehr viel trinken – hier vor allem Wasser oder hochwertige Kräutertees.

Akupunktur bei Gicht

Auch bei Gicht hat sich die Behandlung mittels Akupunktur bewährt. Ziel ist es, anhand der Stimulation der Meridiane den Energiefluss wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Insbesondere bei Gicht hat sich als Begleitmaßnahme das Schröpfen (-> Ba Guan – Die Kunst des Schröpfens) bewährt.

Weitere Maßnahmen aus Sicht der TCM

Neben der Ernährungsumstellung, der Akupunktur und dem Schröpfen macht es insbesondere bei sehr heftigen Gichtanfällen Sinn, eine entsprechende Kräutertherapie in Erwägung zu ziehen. Lassen sie sich hier von einem ausgewiesenen TCM-Experten beraten, um den höchstmöglichen Heilungserfolg zu erzielen.

Gicht und der Weg der Naturheilkunde

Gicht ist eine klassische Stoffwechselstörung, die dazu führt, dass sich Harnsäurekristalle als Abfallprodukte des Stoffwechsels überall im Gewebe ablagern.

Wie auch in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) spielt bei der naturheilkundlichen Behandlung die sofortige Ernährungsumstellung die wichtigste Rolle!

Heilpflanzen die helfen …

Birke und Schwarzpappel sind klassische Heilpflanzen, die bei der Behandlung von Gicht eingesetzt werden. Die Extrakte der Pflanzen hemmen die Produktion der Harnsäure und können so zu einer Linderung der Beschwerden beitragen.

Auch die Brennnessel kommt bei Gicht in der Regel zum Einsatz. Die Brennnessel unterstützt die Niere und fördert die Ausleitung. Zudem hat die Brennnessel eine blutreinigende Wirkung.

Homöopathische Mittel, die bei Gicht zur Anwendung kommen

Bezeichnung Symptom
Apis mellifica (Bienengift) Sehr heftige, sehr brennende Schmerzen und Empfindlichkeit bei Berührung. Geschwollene Gelenke und Kälte hilft den Schmerz zu lindern.
Belladonna (Tollkirsche) Bei akuter Gichtentzündung, die plötzlich  auftritt und von klopfenden Schmerzen begleitet wird. Kälteeinwirkung verschlechtert die Situation.
Bryonia alba (Zaunrübe) Bei heißen, geschwollenen Gelenken. Schmerzempfindlichkeit bei Bewegung. Das Gefühl von allgemeiner Schwäche und Gelenksteife ist vorhanden.
Ledum (Sumpfporst) Schmerzen treten vor allem an kleinen Gelenken auf. Kälte hilft den Schmerz zu lindern. Bettwärme und Bewegung verschlechtern den Zustand.

 

Schüssler Salze

Bei den Schüssler Salzen hat sich der Einsatz von Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 und Nr. 11 Silicea D12 bewährt.

Topfen-Wickel

Wenn Kälte den Schmerz lindert, sollten sie über einen angenehmen Topfen-Wickel nachdenken. Breiten sie hierfür ein Handtuch aus und legen sie z. B. eine Stoffwindel darauf. Streichen sie nun frischen Topfen aus dem Kühlschrank ca. einen Zentimeter dick auf und wickeln sie damit die betroffene Stelle ein. Lassen sie den Wickel solange am entsprechenden Gelenk, bis die angenehme Kühle des Topfens nachgelassen hat und dieser brüchig wird. Diese Behandlung können sie mehrmals täglich wiederholen.

Kneipptherapie

Die Kneipptherapie ist als vorbeugende Maßnahme sinnvoll, sollte aber bei einem akuten Gichtanfall nicht gemacht werden. Das Kneippen in der gichtfreien Zeit fördert den Gelenkstoffwechsel und ist daher ideal zur Vorbeugung!

Kleine Würmer mit toller Wirkung …

Besonders bewährt bei Gichtanfällen hat sich die Blutegeltherapie (-> Blutegel – ein kleiner Wurm mit großer Wirkung). Dabei werden die Tiere direkt auf die betroffenen Stellen angelegt. Die im Speichel enthaltenden entzündungshemmenden Substanzen führen in der Regel bereits nach einer Anwendung zu einer deutlichen Linderung. Insbesondere bei dieser Therapie sollten sie darauf achten, dass diese von einem ausgewiesenen Experten durchgeführt wird!

Lymphdrainage

Die Lymphdrainage unterstützt den Körper dabei Schlackenstoffe loszuwerden, die sich an problematischen Stellen angelagert haben. Grundsätzlich kann man diese auch selbst vornehmen, um jedoch die optimale Wirkung zu erzielen, empfiehlt es sich, einen Experten für Lymphdrainage aufzusuchen.

Tee nach Maria Treben

50g         Schlüsselblume

50g         junger Holunder

15g         Brennnesselblätter

15g         Löwenzahnwurzel

 

Kochen sie ¼ Liter Wasser auf und überbrühen sie damit einen gehäuften Teelöffel dieser Mischung. Anschließend lassen sie den Tee für drei Minuten ziehen. Trinken sie davon 2 Tassen täglich, schluckweise.

 

Knoblauch-Umschlag

Zerquetschen sie einige Knoblauchzehen und verarbeiten sie sie zu einem Brei. Tragen sie diesen auf ein Tuch  auf und wickeln sie damit die betroffene Stelle ein.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

 

š …oder schreiben sie mir ein Mail…

 

 

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