Divertikulose – kann die Naturheilkunde helfen?

Kann die Naturheilkunde bei Divertikulose helfen? Bei der Divertikulose handelt es sich um eine Veränderung im Darm. Es bilden sich an der Darmwand Ausstülpungen (Divertikel). Diese Ausstülpungen sind weder schmerzlich, noch sind sie gefährlich. Allerdings können sich diese entzünden oder sie können verletzt werden und bluten. 

Divertikulose – was du darüber wissen solltest

Divertikulose ist eine klassische Zivilisationskrankheit in den westlichen Ländern. Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die zu wenig Ballaststoffe zu sich nehmen, nicht selten einen harten und festen Stuhlgang haben. Das führt zur Verstopfung. Durch diese Verstopfung erhöht sich der Innendruck im Darm. Passiert das über Jahre hinweg, kann es zu Wölbungen in der Darmschleimhaut kommen. Von der Divertikulose sind vor allem Menschen mit einem Alter von über 70 Jahren betroffen. Aber auch jüngere Menschen sind in den letzten Jahren immer häufiger davon betroffen.

Welche Symptome begleiten die Divertikulose

Der Verlauf ist sehr schleichend. Viele betroffene Personen haben jahrelang keine Schmerzen oder Verdauungsbeschwerden. Allerdings kann es im Laufe der Zeit zu Beschwerden kommen, die einem Reizdarm sehr ähnlich sind. Folgende Beschwerden können ein Anzeichen für Divertikulose sein:

  • Unregelmäßiger Stuhlgang
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schmerzen im linken Unterbauch

Wichtig: wenn du an Divertikulose leidest und du bekommst starke Schmerzen oder Hast Blut im Stuhlgang, dann ist das in der Regel ein Anzeichen für eine Entzündung (Divertikulitis).

Wenn du Symptome hast, vor allem Blut im Stuhlgang oder starke Schmerzen hast, dann solltest du unbedingt einen Facharzt aufsuchen! Eine Entzündung oder Verletzung der Divertikel ist nicht unkritisch!

Was du selbst tun kannst bei Divertikulose

Ernähre dich ballaststoffreich

Divertikulose wird begünstigt von einer ballaststoffarmen Ernährung, zu wenig Flüssigkeit und nicht selten von Bewegungsmangel. Typische Begleiterscheinungen unserer Wohlstandsgesellschaft. Daher ist es besonders wichtig, dass du deine Lebensgewohnheiten änderst.

Dazu gehören unter anderem:

  • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, etc.)
  • Flüssigkeitszufuhr (Wasser oder ungesüßte Tees)
  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft

Ernähre dich gesund und abwechslungsreich

Nicht nur die ballaststoffarme Ernährung fördert Darmerkrankungen, sondern auch eine Ernährung mit zu viel Fetten, Salz und Zucker. Daher solltest du auf Fast Food und Fertigprodukte verzichten!

Heilpflanzen, die bei Divertikulose helfen

Wichtig ist, dass du deinem Darm pflanzliche Schleime und Quellstoffe zuführst. Das klingt nicht appetitlich, aber keine Sorge es klingt schlimmer, als es tatsächlich ist.

Weizenkleie und Haferkleie

Weizenkleie und Haferkleie quellen im Darm auf und dehnen ihn aus. Das ist wie Krafttraining für den Darm. Durch die Ausdehnung erhöht sich die Spannung in der Darmwand, was das Risiko vermindert, dass sich neue Divertikeln bilden.

Flohsamen und Leinsamen

Leinsamen helfen bei Divertikulose
Leinsamen helfen bei Divertikulose

Die Schalen der Floh- und Leinsamen können große Mengen von Wasser aufnehmen. Dabei bilden sich Schleime, die entzündungshemmend und reizmildernd wirken.

Kamille

Nicht ohne Grund haben uns unsere Eltern bei Magen- und Darmbeschwerden mit Kamillentee verwöhnt. Kamille ist eine hervorragende Heilpflanze, um Entzündungen und Krampfschmerzen zu behandeln.

Andere Heilpflanzen, die bei Divertikulose helfen können

  • Weihrauch (Boswellia)
  • Myrrhe
  • Eichenrinde
  • Heidelbeere
  • Grüner Tee
  • Pfefferminze
  • Kümmel
  • Anis
  • Fenchel

Wärmeanwendungen

Bewährt hat sich bei Beschwerden die Behandlung mit Wärme. Krämpfe und Bauchschmerzen lindern sich dadurch. Ideal dafür geeignet ist eine Wärmeflasche, die vorsichtig auf den schmerzenden Bereich aufgelegt wird. Alternativ kannst du auch ein Kirschkernkissen dafür verwenden.

Divertikulose aus Sicht der TCM

Divertikulose schwächt aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) die Mitte. Damit Milz und Magen und es entsteht Feuchtigkeit. Die feuchte Hitze ist aus Sicht der TCM mitverantwortlich für die Divertikulose. Entzünden sich diese, dann entsteht noch mehr Hitze.

Auch die TCM setzt bei Divertikulose vor allem auf die Ernährung

Bei Darmproblemen setzt die TCM ebenfalls stark auf eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Was du aus Sicht der TCM beachten solltest:

  • verzichte auf scharfe Gewürze (Chili, Meerettich)
  • verzichte auf Knoblauch, Zimt und Ingwer, sowie Gewürztees
  • verzichte auf Alkohol
  • verzichte auf Fast Food und Fertigprodukte
  • verzichte auf frittierte Lebensmittel
  • verzichte auf Produkte aus Kuhmilch
  • verzichte auf Weißmehl

Diese Produkte solltest du zu dir nehmen:

  • Apfel
  • Mungbohnen
  • Hülsenfrüchte
  • Pilze
  • Gerste
  • Reis
  • Hirse
  • Radieschen
  • Rettich
  • Brokkoli und Kohlgemüse

Ayurvedische Heilpflanzen für den Darm

Boswellia serrata ist gut bei entzündlichen Darmerkrankungen
Boswellia serrata ist gut bei entzündlichen Darmerkrankungen
  • Boswellia serrata (Weihrauch)
  • Curcuma longa
  • Asparagus racemosus
  • Ferula assa-foetida
  • Fenchelsamen
  • Zingiber officinale
  • Trikatu
  • Coriandrum sativum

Schüsslersalze bei Divertikulose

Bei Divertikulose hat sich die „heiße Sieben“ bewährt. Die „heiße Sieben“ kannst du ganz einfach selbst herstellen. Gib hierfür 10 Tabletten des Schüssler Salzes Nr. 7 Phosphoricum Magneisa in eine Tasse mit heißem Wasser und trinke schluckweise davon.

Weiterführende Informationen

Naturalsmedizin.com ist ein naturheilkundlicher Blog des Naturheilzentrum Doris Jäger. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, können sie diese entweder direkt auf dem Blog einbringen oder mit uns Kontakt aufnehmen!

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