Arteriosklerose – Anzeichen, Ursachen und Therapie

„Man ist so alt wie seine Gefäße“. Die Schäden, die die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) verursacht, sind zu Beginn der Erkrankung noch umkehrbar. Daher ist eine frühzeitige Erkennung und Vorsorge von besonderer Bedeutung. Nicht zuletzt auch deshalb, da die „Verhärtung“ der Arterien und Herzkranzgefäße mit ihren Folgeerkrankungen eine der häufigsten Todesursachen ist und zu den typischen Zivilisationskrankheiten zählt, die das moderne, schnelle Leben mit sich bringt. In diesem Beitrag erfahren sie, wie sie die Erkrankung frühzeitig erkennen und wie sie vorsorgen können, dass ihr Motor noch lange wie „geschmiert“ läuft.

Psychosomatik – Louise L. Hay

Wie bereits eingangs erwähnt, ist die Arteriosklerose eine typische Zivilisationskrankheit. Waren früher von der Arterienverkalkung beinahe ausschließlich alte Menschen betroffen, sind heute auch junge Menschen davon betroffen. Die „Schnelligkeit“ des Lebens, die nicht selten schwer verdaubare Kost und der nicht selten mit Sorgen gefüllte Rucksack sind Förderer der Arterienverkalkung.

Louise L. Hay sieht für die Arteriosklerose mehrere mögliche psychosomatischen Gründe. Ursachen können Widerstand, Spannung und sture Engstirnigkeit sein. Der Betroffene weigert sich laut Louise L. Hay das Gute im Leben zu sehen. Letzteres ist im Übrigen ein gerade in unseren Breitenkreisen weit verbreitetes Problem.

Als neues Gedankenmuster empfiehlt Louise L. Hay in ihrem Buch „Heile deinen Körper“:

„Ich bin ganz offen für Leben und Freude. Ich will mit Augen der Liebe sehen.“

Ursachen für die Verkalkung der Arterien

Als Verursacher der Arteriosklerose werden Zucker und freie Radikale angeführt. Ein erhöhter Zuckerkonsum kann Entzündungsvorgänge in den Arterien auslösen. Der menschliche Körper reagiert hierauf mit einer erhöhten Produktion des „schlechten“ LDL Cholesterin. Die freien Radikale verändern das Blutfett und verursachen dadurch Entzündungen. Glucose lässt während derer Verbrennung die Produktion der freien Radikale ansteigen. Das erklärt die Rolle des Zuckers als Verursacher.

Wissenschaftler führen aber auch Stress als möglichen Verursacher an. Stress lässt Blutdruck und Puls ansteigen und verursacht eine glykolytische Verschiebung. Was dazu führt, dass der Körper bevorzugt Zucker statt Fett verbrennt.

Natürlich gehört auch das Cholesterin zu den Auslösern und Verursachern der Arterienverengung.

Zudem gehören unter anderem folgende Krankheiten und Symptome zu den bekannten Risikofaktoren:

  • Diabetes
  • Rauchen
  • Stress
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Blutdruck

Symptomatik der Arterienverkalkung

Die Arteriosklerose ist heimtückisch, denn der Betroffene hat zunächst keine Schmerzen und auch ansonsten sind keine Symptome erkennbar. Mit Fortlauf der Erkrankung (Verkalkung) werden die Gefäße immer dünner und brüchiger und der menschliche Motor, das Herz, muss immer mehr Blut durch den Körper pumpen. Die Symptome hängen stark davon ab, wo die Verkalkung am ausgeprägtesten ist und können sich wie folgt äußern:

  • Erschöpfung und Energielosigkeit
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Angina pectoris
  • Brustschmerzen/-spannung
  • Beinschmerzen und Wadenkrämpfe
  • Einschlafen der Glieder und Durchblutungsstörungen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Niereninsuffizienz

Geht man der Ursache dieser Symptome nicht auf den Grund schreitet die Arterienverkalkung fort und kann zu Thrombose, Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Wie sie erkennen können, geht es bei der Arterienverkalkung vor allem um Vorsorge! Ein gesundes, ausgewogenes Leben lässt das Risiko an der Arteriosklerose zu erkranken erheblich sinken!

Wie kann man Entzündungsvorgänge natürlich vermeiden?

Ernährung

Grundsätzlich kann man solche Entzündungsvorgänge vor allem durch die Ernährung vermeiden. Dabei ist es besonders wichtig, bei der Ernährung auf einen hohen Anteil von Omega-3 Fetten zu achten. In folgenden Lebensmitteln sind die gesunden Omega-3 Fette enthalten:

  • Fisch
  • Leinöl
  • Walnüsse

Sie sollten zudem auf das starke Würzen und Salzen der Speisen verzichten. Bei kaum einer anderen Erkrankung spielt eine gesunde, ausgewogene Ernährung eine derart wichtige Rolle, wie bei der Arterienverkalkung. Wie immer sei darauf hingewiesen, dass sie auf Fast Food und Fertigprodukte gänzlich verzichten sollten.

Worauf sie bei ihrer Ernährung jetzt achten sollten, erfahren sie hier:

Bewegung

Wie bereits erwähnt ist der permanente Bewegungsmangel einer der Risikofaktoren für Arteriosklerose. Bewegung erhält die Gefäße elastisch und ist daher in der Vorsorge unabdingbar. Dabei sei einmal mehr erwähnt, dass vor allem die Bewegung in Mutter Natur besonders zuträglich ist. Das Sonnenlicht in der freien Natur regt die Bildung von Stickstoffmonoxid im Blut an. Stickstoffmonoxid ist ein Hormon, das unter anderem eine Gefäßerweiterung bewirkt.

Wir sprechen hier nicht von Leistungs-/Spitzensport, sondern gesundem Ausdauersport. Wandern, Langlaufen, Walking und Co gehören zu diesen Bewegungsarten. Vor allem das Wandern in der freien Natur ist zusätzlicher Balsam für ihre Seele.

Homöopathie

Je nach Art der Arterienverkalkung kommen unterschiedliche Präparate zur Anwendung. Bei der sogenannten „roten“, mit Blutdrang in den Kopf, können folgende Präparate zur Linderung beitragen:

  • Arnica D4
  • Conium D4
  • Aurum metallicum D4
  • Ergotinum D4
  • Strontium Carbonicum D12

Bei der „blassen“ Gefäßverkalkung sind in der Regel folgende Mittel die bessere Wahl:

  • Barium Carbonicum D6
  • Plumbum metallicum D6
  • Cuprum metallicum D6
  • Arsenicum album D6

Wichtig hier ist jedoch, dass sie sich von einem Fachexperten beraten lassen. Eine ausführliche Anamnese ermöglicht eine optimale Abstimmung der Präparate und erhöht die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung.

Achten sie auf die wichtigsten Vitalstoffe und gleichen sie diese aus

Kalium und Magnesium

Kalium und Magnesium sorgen für die elektrische Stabilität der Körperzellen. Magnesium selbst wirkt vor allem entspannend und entkrampfend. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und der Blutdruck gesenkt. Führen sie daher ihrem Körper, falls zu wenig vorhanden, Kalium und Magnesium in Form von in der Apotheke erhältlichen Präparaten zu.

Vitamin B, Vitamin C, Folsäure

Die Vitamine B6 und B12, sowie die Folsäure spielen eine zentrale Rolle beim Abbau des Risikofaktors Homocystein. Ist letzterer in zu hoher Konzentration vorhanden, fördert er die Produktion von aggressiven Sauerstoffradikalen und vermindert die Produktion von körpereigenem Stickstoffmonoxid.

Vitamin C kann zur Reduktion von freien Sauerstoffradikalen im Körper verhelfen und spielt daher ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung. Gleichzeitig unterstützt das Vitamin C die Stickstoffmonoxid-Gas-Regulation.

Daher sollten sie darauf achten, dass sie über keinen Mangel der angeführten Vitalstoffe verfügen. Auch hier kann der Ausgleich über entsprechende Präparate, oder aber eine entsprechende Ernährung, erreicht werden.

Welche Heilpflanzen/-kräuter können helfen?

Knoblauch

Knoblauch hat eine entzündungshemmende Wirkung. Aber er lässt auch die Blutfettwerte sinken und schützt die Fette vor Oxidation. Außerdem reduziert er die Gerinnungsneigung im Blut und erweitert die Adern. Knoblauch senkt zudem den Blutdruck. Er gehört somit zu jenen Heilpflanzen, die sie im Rahmen der Vorsorge auf jeden Fall berücksichtigen sollten.

Wer seine Umwelt vor Ausdünstung schonen möchte, nimmt den Knoblauch in Form von hochdosierten Tabletten zu sich.

Weißdorn

Weißdornblätter/-blüten müssen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit sie die entsprechende Wirkung entfalten können.

Ginkgo biloba

Hilft bei der Verbesserung der Durchblutung im kapillaren Bereich und der kleinen Arterien.

Artischocke

Die Artischocke ist eine kleine Wunderpflanze und hilft dabei, erhöhte Blutfettwerte zu senken.

Grüner Tee

Der grüne Tee kann den Heilungsprozess unterstützen und gehört auch bei anderen Erkrankungen zu jenen Heilkräuteranwendungen, die sich sehr positiv auf den Organismus auswirken.

Buchweizen

Buchweizen gehört zu den Klassikern bei Schwellungen (Ödeme) durch Krampfadern. Aber Buchweizen vereint aber viele weitere positiven Effekte und hilft auch bei Arteriosklerose.

Bärlauch

Bärlauch reinigt das Blut. Zudem wirkt er blutdrucksenkend und beugt einem Fortschreiten der Arterienverkalkung vor.

Rosmarin

Rosmarin verbessert die Durchblutung im Bereich der körperlichen Peripherie. Für Betroffene, die unter kalten Füßen und Händen leiden, ist somit der Rosmarin die ideale Heilpflanze.

Schüssler Salze

Im Bereich der Schüssler Salze haben sich bei der Behandlung der Arterienverkalkung folgende Salze bewährt:

Calcium fluoratum (D12), Calcium phosphoricum (D6), Natrium chloratum (D6), Magnesium phosphoricum (D6).

Auch hier empfiehlt es sich – wie bei der Homöopathie – einen versierten Experten zu Rate zu ziehen, um den höchstmöglichen Behandlungserfolg erzielen zu können.

Arterienverkalkung aus Sicht der chinesischen Medizin

Die Arterienverkalkung gehört aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) – wie alle anderen Erkrankungen des metabolischen Syndroms – zu den sogenannten Schleimerkrankungen und können laut TCM über den Verdauungstrakt behandelt werden.

In der TCM erfolgt die Diagnose über die Zunge im Rahmen der Zungendiagnostik (-> „Zungendiagnostik – das verrät die Zunge über deine Gesundheit“). Gerade bei der Traditionell Chinesischen Medizin spielt die Diagnostik eine zentrale Rolle. Mehr darüber erfahren sie hier.

Die Behandlung erfolgt in der Regel über chinesische Kräutermedizin, sowie einer begleitenden Diät. Folgendes sollten sie meiden und so gut wie möglich reduzieren:

  • Rauchen, Kaffee
  • Stress
  • Raffinierter Zucker

Ihre Speisen sollten sie dünsten, dämpfen, schmoren oder im Backofen backen. Gänzlich meiden sollten sie Frittiertes und in Fett Gebackenes. Gleichzeitig empfiehlt die TCM die Reduktion von tierischen Fetten. Kürbiskerne, Sojabohnen, Walnüsse und grünes Gemüse sollten bevorzugt werden.

Knoblauch sollte laut TCM gemieden werden. Lediglich in der Vorsorge kann Knoblauch eingesetzt werden, wenn Arterienverkalkung jedoch diagnostiziert ist, empfiehlt die TCM die Meidung von Knoblauch.

Im Bereich der Kräutermedizin werden oft folgende Pflanzen zum Einsatz gebracht:

  • Fructus Crataegi
  • Massa fermentata
  • Fructus Hordei germinatus
  • Radix scutellariae

Sie sollten hier aber keinesfalls zur Selbstmedikation greifen! Gerade bei der Behandlung nach TCM sollten sie unbedingt einen erfahrenen TCM-Experten aufsuchen, um auch eine entsprechend professionelle Anamnese zu erhalten. Nur so ist ein nachhaltiger Behandlungserfolg gewährleistet.

Was sie sonst noch beachten sollten…

Rauchen ist für die Gefäße besonders gefährlich und auch einer der Hauptrisikofaktoren. Sie sollten daher, wenn sie ihren Motor nachhaltig schonen möchten, besser heute, als morgen aufhören zu rauchen.

Reduzieren sie Stress. Natürlich ist das leichter gesagt, als getan! Aber setzen sie auf ihren täglichen Terminplan nehmen den vielen anderen Terminen eine Auszeit von 30 Minuten für sich selbst. Üben sie sich in Entspannungstechniken. Meditieren sie oder versuchen sie sich in Yoga.

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

 

Doris Jäger

Naturheilzentrum

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Ein Gedanke zu “Arteriosklerose – Anzeichen, Ursachen und Therapie

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