Hautausschlag mit Hausmitteln behandeln

Hautausschlag kann sehr unangenehm sein und tritt in unterschiedlichsten Formen auf. Rote Flecken, juckende Schuppen und andere unangenehme Begleiterscheinungen können einem das Leben schwermachen. Die Betroffenen leiden nicht selten auch, meistens aufgrund des äußerlichen Auftretens, an psychischen Problemen. Wie man Ausschläge mit einfachen, natürlichen Mitteln in den Griff bekommen kann, erfahren sie in diesem Beitrag.

Psychosomatik – Louise L. Hay

Die Haut ist der Spiegel der Seele. Nicht zuletzt haben Hauterkrankungen oftmals auch seelische, psychische Hintergründe, die es abzuklären gilt. Louise L. Hay geht in ihrem Buch „Heile Deinen Körper“ davon aus, dass Hautausschläge folgende Hintergründe haben können:

  • Der Betroffene ist irritiert aufgrund von Verzögerungen
  • oder es handelt sich um einen Versuch auf sich aufmerksam zu machen.

Als Affirmation empfiehlt sie:

„Ich liebe und akzeptiere mich. Ich bin in Frieden mit dem Prozess des Lebens.“

Sollten auf der Haut Blasen auftreten, dann kann es sich um einen Widerstand handeln oder der Betroffene verfügt über zu wenig emotionalen Schutz. Hautprobleme können aber auch mit Angst oder Bedrohung zu tun haben.

Hintergründe und Ursachen für Hautausschlag

Bakterielle oder pilzbedingte Ausschläge haben gerötete, juckende Hautareale zur Folge, die sich in der Regel zudem weiter ausbreiten können. Sie können im Gesicht, dem Hals, an den Armen, an den Beinen oder auch am Bauch auftreten.

haut

Folgende Erkrankungen können Hautausschläge hervorrufen:

  • Ekzeme
  • Schuppenflechte
  • Herpes
  • Masern
  • Allergische Dermatitis
  • Nesselsucht
  • Krebs
  • Lebererkrankung
  • Nierenerkrankung
  • Lyme Borreliose
  • Windpocken
  • Impetigo

Aus dieser Auflistung heraus sollte jedem Betroffenen klar sein, dass eine gründliche Ursachenforschung mehr als nur zu empfehlen ist. Die Naturheilkunde, aber auch die Traditionell Chinesische Medizin betrachtet Symptome ganzheitlich und schickt eine ausführliche Anamnese voraus.

Natürlich können Hautausschläge auch aufgrund von Chemikalien, Giften oder Umweltverschmutzung auftreten. Aber auch Stress, Angst und genetische Veranlagung können Hautausschläge verursachen.

Symptomatik bei Hautausschlägen

Die häufigsten Symptome bei Hautausschlägen sind:

  • Schwellungen
  • Rötungen
  • Bläschen
  • Juckreiz
  • Hautschuppung

Welche Hausmittel bei Hautirritationen helfen

Kamille

Kamille wurde bereits von unseren Ahnen zur Behandlung von Hautproblemen eingesetzt und verfügt über sehr viele positive Eigenschaften, die zur Linderung und Heilung beitragen können. Kamille wirkt antibakteriell und lindert den Juckreiz. Die Behandlung der betroffenen Stellen erfolgt in der Regel mit einem Kamillentee. Verwenden sie diesen jedoch nicht heiß, sondern lauwarm und tränken sie darin einen Wattebausch, den sie anschließend für 20 Minuten auf die betroffenen Stellen legen. Diese Behandlung ist sehr sanft und eignet sich daher auch für Kinder.

Olivenöl

Auch das Olivenöl ist bereits seit langer Zeit bekannt als Freund der Haut. Verwenden sie für die Behandlung der betroffenen Stellen ein hochwertiges, kalt gepresstes Olivenöl. Idealerweise aus biologischem Anbau. Olivenöl beruhigt die Haut und lindert den Juckreiz. Das Olivenöl wird mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Eine Linderung des Juckreizes ist in der Regel bereits nach kurzer Zeit spürbar.

Tipp: wenn sie Vitamin E zu Hause haben (sie können dieses in der Apotheke kaufen), dann fügen sie dem Olivenöl 3 Tropfen bei und tragen dieses Gemisch auf der Haut auf.

Heilerde

Heilerde haben wir auf diesem Blog bereits des Öfteren bei verschiedensten Erkrankungen als Heilmittel angeführt. Besonders bewährt hat sich die Heilerde aber bei der Behandlung von Hauterkrankungen. Für die Anwendung geben sie Heilerde in eine Schüssel und rühren diese mit etwas Wasser an, bis ein dicker Brei entsteht. Diesen Brei tragen sie auf ein Tuch auf und legen dieses auf die betroffenen Hautareale. Geben sie zusätzlich ein Handtuch darüber und lassen sie das Ganze über Nacht einwirken. Der Wickel kann am nächsten Morgen wieder abgenommen werden.

Heilsame Öle

Folgende Öle lindern den Juckreiz und können bei der Heilung helfen:

  • Nachtkerzenöl
  • Hanföl
  • Schwarzkümmelöl
  • Borretsch Öl

Aloe Vera gegen Juckreiz

Aloe Vera versorgt die Haut mit Vitamin E und ist zudem ein guter Feuchtigkeitsspender. Zudem wirkt Aloe Vera entzündungshemmend und antibakteriell. Entweder können sie für die Behandlung ein entsprechendes natürliches Präparat in der Apotheke kaufen oder sie verwenden dazu frische Aloe Vera Blätter und drücken den gelartigen Saft aus der Pflanze und tragen diesen auf die Haut auf.

Auch Apfelessig hat sich bewährt

Apfelessig wirkt antiseptisch und lindert Juckreiz. Zudem hilft er beim Kampf gegen Bakterien und Pilze. Gleichzeitig wirkt er ausgleichend auf die Balance zwischen Säuren und Basen. Für die Behandlung geben sie etwas Apfelessig auf die betroffenen Stellen und lassen diesen für 30 Minuten einwirken. Nach der Behandlung können sie die entsprechenden Hautareale mit lauwarmem Wasser abspülen.

Verwenden sie sanfte Reinigungsmittel

Betroffene sollten jetzt auf sanfte Reinigungsmittel achten. Verwenden sie am besten ph-neutrale Produkte. Gut bewährt haben sich hier Präparate auf Basis von Aloe-Vera. Achten sie darauf, dass sie Kosmetika verwenden, die frei sind von chemischen Zusätzen.

Welche Schüssler Salz helfen können

Die Mineralstofftherapie mit Schüssler Salzen bietet viele Möglichkeiten, um bei Hautproblemen zu helfen. Wichtig auch hier ist, dass die Ursache genau abgeklärt wird, damit die Behandlung individuell abgestimmt werden kann. Folgende Schüssler Salze werden zum Beispiel bei Juckreiz eingesetzt:

  • Arsenum jodatum Nr. 24
  • Zincum chloratum Nr. 21
  • Kalium aluminium sulfuricum Nr. 20
  • Magnesium phosphoricum Nr. 7

Homöopathische Mittel

Mittel Beschwerden/Symptome
Lycopodium Nässender Ausschlag, der vor allem am Kopf und hinter den Ohren auftritt. Die Haut ist in der Regel trocken und juckt.
Anacardium Rote Hautausschläge mit starkem Juckreiz.
Sulfur Bei juckendem Ausschlag nach der Einnahme von Antibiotika, der durch schwitzen schlimmer wird.
Rhus toxicodendron Ausschlag mit Bläschen und nässenden Ekzemen. Blasen haben oft eitrigen Inhalt. Die Haut brennt und juckt.
Arsenicum Album Trockene Haut und Juckreiz. Teilweise begleitet von brennenden Schmerzen.
Abrotanum Ausschlag bei Säuglingen im Nabelbereich. Aber auch bei juckender und empfindlicher Kopfhaut.
Allium cepa Hautausschlag mit Bläschen. Juckreiz fühlt sich an, wie nach Kontakt mit Brennnessel.

 

Weitere homöopathische Mittel, die je nach Ursache und Ausprägung zum Einsatz kommen:

  • Hypericum
  • Cardiospermum
  • Causticum
  • Staphisagria
  • Teucrium marum verum
  • Graphites
  • Solidago
  • Dulcamara
  • Plantago major

Es handelt sich hierbei um eine taxative Aufzählung. Bei der homöopathischen Behandlung ist eine ausführliche Anamnese für eine erfolgreiche Behandlung unerlässlich.

Verwenden sie natürliche Stoffe bei ihrer Kleidung

Wenn sie unter Hautproblemen leiden, dann sollten sie auch bei ihrer Kleidung auf hochwertige, möglichst natürliche Qualität achten. Verzichten sie auf synthetische Fasern und bevorzugen sie Baumwolle und Leinen. Achten sie auch darauf, dass die Kleidung locker sitzt und atmungsaktiv ist.

Reduzieren sie Stress

Sie sollten jetzt darauf achten Stress zu vermeiden und zu reduzieren. Dies betrifft sowohl beruflichen, als auch privaten Stress. Achten sie auf genügend „Auszeiten“ am Tag und üben sie sich in Entspannungsübungen, wie zum Beispiel Yoga, Meditation oder autogenem Training.

Hautausschläge aus Sicht der TCM

Grundsätzlich geht auch die TCM davon aus, dass die Häufung von Hauterkrankungen in jüngster Zeit auf den hektischen, nicht selten ungesunden Lebensstil zurückzuführen ist. Die Folge dieser Art des Lebensstils führt zu einer inneren Überhitzung, die ihr Ventil in den verschiedensten Arten über die Haut sucht.

Die chinesische Medizin setzt daher mehrschichtig bei der Behandlung an:

  • Ernährung
  • Reduktion von Stress
  • Reduktion von Elektrosmog

Die Behandlung wird nicht selten durch den Einsatz von chinesischer Kräutermedizin abgerundet. Folgende Lebensmittel sollten Betroffene jetzt unbedingt meiden aus Sicht der chinesischen Medizin:

  • Zucker
  • Milch und Milchprodukte (insbesondere Kuhmilch)
  • Bohnenkaffee
  • Scharfe Gewürze
  • Gegrillte, gebratene und fette Gerichte
  • Alkohol
  • Fast Food und Fertigprodukte

Wenn sie ihr Leiden mit TCM in den Griff bekommen wollen, dann sollten sie einen erfahrenen Experten aufsuchen, der mit ihnen gemeinsam eine individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie anbietet.

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Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

Naturheilzentrum

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