Heimische Kräuter – nicht nur lecker, sondern auch gesund

Petersilie, Schnittlauch und Basilikum kennt jeder! Und ja, sie sollten in der Tat in keinem Gericht fehlen, denn sie sind nicht nur schmackhaft, sondern vor allem gesund. Aber in unseren Wäldern und Wiesen gibt es viele Kräuter, die früher begehrt und bekannt waren, aber heute in Vergessenheit geraten sind.

Bärlauch – lecker und gesund

Bärlauch - lecker und gesund

Bärlauch – lecker und gesund

Bärlauch ist auch als Waldknoblauch, Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch bekannt. Er gehört zu jenen Wildkräutern, die man im Frühling aals erstes ernten kann. Die Blätter des Bärlauch sind oval beziehungsweise elliptisch. Sie werden zwischen 10 bis 20 Zentimeter lang. Ist der Bärlauch ausgewachsen, bilden sich viele kleine, weiße Blüten.

Der Bärlauch schmeckt nicht nur lecker, sondern zeichnet sich durch seine ätherischen Öle, die organischen Salze und Vinylsulfid aus.

Der Bärlauch ist in ganz Europa verbreitet und wächst bevorzugt in feuchten Laubwäldern. Er gehört zu jenen Kräutern, die nicht im Hochgebirge zu finden sind, sondern bis 1000 Höhenmeter zu finden sind. Die Pflanze liebt es schattig und feucht.

Wer dieses Wildkraut ernten möchte, sollte dies im Frühjahr tun! Er eignet sich für Suppen, zum verfeinern von Speisen, als Pesto und vielem mehr.

Dem Bärlauch werden folgende gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt:

  • antiseptische Wirkung
  • blutdrucksenkende Wirkung
  • reinigende Wirkung
  • anregende Wirkung

 

Wichtig: Bärlauch sieht dem giftigen Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich! Sammeln sie ihn daher nur, wenn sie sich absolut sicher sind. Leider liebt das Maiglöckchen ähnliche Plätzchen, wie das Heilkraut!

Maiglöckchen - tödliche Verwechslungsgefahr mit Bärlauch

Maiglöckchen – tödliche Verwechslungsgefahr mit Bärlauch

Brennnessel – für viele ein Unkraut…

Brennnessel - ist kein Unkraut, sondern ein Heilkraut

Brennnessel – ist kein Unkraut, sondern ein Heilkraut

 

Die Brennnessel wird heute von vielen als Unkraut angesehen! Dabei ist die zähe Pflanze ein Heilkraut im klassischen Sinne und bringt viele positiven Eigenschaften mit sich. Die Pflanze wird bis zu 120cm hoch und hat ihre Stängel mit sogenannten Brennhaaren versehen. Etwas feinere Brennhaare befinden sich auch an den Blättern.

Das Heilkraut ist reich an Ameisensäure, Histamin, Vitamin C und Vitamin K.

Die Brennnessel wächst an stickstoffreichen und humosen Böden. Von der Heilpflanze werden alle Pflanzenteile verwendet. Die jungen Blätter eignen sich als Beigabe zu frischen Blattsalaten, die getrockneten Blätter sind ein idealer Tee für die Blutreinigung. Auch die Wurzel kann verwendet werden.

Folgende Wirkungen werden der Brennnessel nachgesagt:

  • harntreibend
  • blutstillend
  • blutzuckersenkend
  • Rheuma und Arthritis
  • Hautleiden und Gicht
  • entgiftend

Huflattich – Bote des Frühlings

Huflattich - Bote des Frühling

Huflattich – Bote des Frühling

Der Huflattich gehört mit dem Bärlauch zu den ersten Boten des Frühling. Die Blüten des Heilkrautes lachen der Sonne entgegen. Seine Blüten sind goldgelb. Der Huflattich gehört zu jenen Heilkräutern, die nicht selten zwischen den letzten Schneefeldern ihre Fühler ausstrecken.

Der Huflattich enthält Gerbstoffe, Inulin und Pflanzenschleim.

Der Huflattich wächst in ganz Europa und ist eine Pflanze, die sich im Gebirge wohlfühlt. Sie gedeiht am besten an schattigen und feuchten Stellen. Nicht selten ist er auf sandigem Boden anzutreffen.

Mehr zum Huflattich findest Du hier: Heilkräuter: Was blüht denn da? Huflattich

Vom Huflattich werden die Blüten und jungen Blätter gesammelt und getrocknet.

Folgende Wirkung wird dem Huflattich nachgesagt:

  • auswurffördernd
  • hustenlindernd
  • krampflösend
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd

Die jungen Blätter können auch einem leckeren Salat beigemengt werden. Sie enthalten sehr viel Vitamin C und sind daher der Gesundheit zuträglich.

 

 

Waldmeister oder Leberkraut

Waldmeister oder Leberkraut

Waldmeister oder Leberkraut – ein heimisches Wildkraut

Die Blätter des Waldmeisters sind verkehrt eiförmig oder auch spaltenförmig. Die kleinen, weißlichen Blüten bilden größere Doldentrauben.

Das Heilkraut enthält Cumarin, ätherische Öle und Bitterstoffe!

Waldmeister wächst in Laubwäldern, Waldlichtungen und an schattigen Standorten. Er gedeiht am besten auf nährstoffreichen, feuchten und humosen Böden.

Es werden vor allem junge, blühende Pflanzen gesammelt. Wie der Huflattich wird auch der Waldmeister getrocknet. Wichtig: die Pflanzenteile dürfen sich nicht schwarz verfärben!

Dem Waldmeister werden folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • beruhigende Wirkung
  • harntreibend
  • gallentreibend

 

Der Waldmeister wird als Tee, für Getränke (Wein, Magenbitter, Bowlen) und bei Käse als Aromastoff verwendet.

Wildkräuter – gesünder geht es nicht!

Wildkräuter wurden von unseren Ahnen regelmäßig und das aus gutem Grund verwendet.

Wildkräuter enthalten ungewöhnlich viele Mineral- und Vitalstoffe. Wildkräuter waren früher auch in unseren Feldern stark vertreten, wurden aber mit der übermäßigen Dünnung vertrieben. Wiesenschaumkraut, Löwenzahn und Gänseblümchen waren früher fixe Stammgäste in unseren Wiesen und Feldern und sind heute kaum mehr anzutreffen.

Dabei enthalten diese Kräuter nicht selten deutlich mehr gesunde Stoffe für uns, als die sogenannten gesunden gezüchteten Lebensmittel, die wir im Handel erhalten.

Wer Wildkräuter sammeln geht sollte achtsam sein! Nicht nur in Bezug auf das sichere Erkennen der Pflanzen, sondern auch in Bezug auf das genügsame Sammeln. Sammeln sie nur so viel, wie sie für den Eigengebrauch benötigen. Die Tiere des Waldes und andere Menschen werden es ihnen danken! Sammeln sie zudem nur jene Pflanzenteile, die sie auch tatsächlich verwenden. Mit Geschenken von Mutter Natur muss man achtsam sein. Und: sammeln sie nicht an regnerischen Tagen, sondern an sonnigen Morgen!

 

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Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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