Insektenhotel – wie sie der Natur etwas zurückgeben können

Leider setzt sich das Insektensterben weiter fort! Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Libellen sind in ihrem Bestand bedroht. Umweltverschmutzung und Unkrautvernichtungsmitteln liefern ihren Beitrag dazu. Insekten sind aber wesentlich für eine intakte Umwelt und somit auch ein entscheidender Faktor in Sachen Naturheilkunde. Wie sie helfen können? Schenken sie Mutter Natur etwas zurück und stellen sie ein Insektenhotel in ihrem Garten auf!

Worauf sie beim Kauf achten sollten!

Die Industrie hat es längst erkannt, Nützlingshotels sind ein Hype und damit ein Kassenschlager. Man findet beinahe in jedem Baumarkt und Gartencenter die unterschiedlichsten Modelle. Dabei sind viele dieser angebotenen Insektenhotels nutz- und wertlos. Nicht selten sind die Löcher im Holz zu klein oder zu kurz gebohrt. Oder sie beinhalten gar Materialien, mit denen die Tiere nichts anfangen können.

Hier ein paar Punkte, auf die sie achten sollten:

  • Für Bienen, Wespen und Hummeln verwendet man Röhren von 2,5 mm bis 1 cm für die Nistmöglichkeit
  • Die verwendeten Materialien sollten, nein müssen, wetterfest sein.
  • Käfer und Ohrwürmer (beides Nützlinge) lieben trockene Nester aus Holzwolle und Stroh
  • Wer für Käfer und Ohrwürmer ein Hotel baut, der sollte für Bienen ein separates bauen, da die Ohrwürmer Bienenlarven zum fressen gern haben
  • Für ein Nützlingshotel können sie auch Materialen aus dem Garten verwenden
  • Ein Insektenhotel alleine hilft den Insekten nicht – sie müssen auch darauf achten, dass sich in ihrem Garten die richtigen Nährpflanzen befinden

Die häufigsten Gäste des Insektenhotels

Grundsätzlich ist das Hotel natürlich für möglichst viele verschiedene Insektenarten geöffnet und dennoch hat sich herausgestellt, dass es einzelne Insektenarten gibt, die besonders gerne Urlaub machen. Zu diesen zählen unter anderem Wildbienen, Schmetterlinge, Marienkäfer, Ohrwürmer und Florfliegen.

Die Wildbiene liebt Insektenhotels

AxxLC / Pixabay – Die Wildbiene liebt Insektenhotels

Bauen sie ihr Insektenhotel selbst

Grundsätzliches

Natürlich können sie ihr Nützlingshotel auch selbst bauen. Allerdings sollten sie einige Punkte beachten, damit sie auch Gäste in ihrem Hotel erhalten. Verwenden sie grundsätzlich ausschließlich naturbelassene Materialien! Lacke, Lösungsmittel, Pestizide und Holzschutzmittel sind klare „no-goes“. Alle Materialien, die sie verwenden sollten zudem grundsätzlich trocken sein.

Suchen sie für das Insektenhotel nach Möglichkeit einen etwas windgeschützten Standort. Füllen sie zudem die „Lücken“ im Hotel mit Bio-Baumwolle, Rinde, Moos oder Stroh. Dadurch können sie Zugluft vermeiden und das Nützlingshotel ist so zudem wärmeisoliert.

Achten Sie auch darauf, dass sie einen sonnigen Standort wählen. Richten sie das Hotel nach Süden aus. Idealer Zeitpunkt für die Inbetriebnahme des Hotels ist die Zeit von Februar bis März.

Insektenhotel - ein Beitrag für die Natur

painter23woman / Pixabay – Insektenhotel – ein wichtiger Beitrag für die Natur

Unterschiedliche Bedürfnisse

Alle Insekten haben unterschiedliche Bedürfnisse. Hummeln wühlen sich nicht selten unter die Erde. Sandbienen auf der anderen Seite graben ihre Nester in den Sand. Andere Insekten bevorzugen Holzhaufen, Rinden oder andere Nistmöglichkeiten. Daher ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld mit seinen Gästen auseinandersetzt. Marketing quasi 🙂

Wichtig ist – wie bereits zuvor angeführt – das schönste Hotel wird nicht besucht, wenn sie nicht auch für eine gute Speisekarte Sorge tragen. Daher sollten sie darauf achten, dass sich im Garten Pflanzen befinden, die die Insekten lieben und bevorzugen. Zudem sollten sie keine Gifte im Garten einsetzen. Besonders beliebte Pflanzen sind unter anderem Hasel, Weißdorn, Mädesüß und Kornelkirsche.

Was sie für ein großes Insektenhotel benötigen

  • 5-6 unbehandelte, ungehobelte Fichtenbretter (4mx20cmx2,4mm)
  • 2 Kanthölzer (8x8cm, 1,80m hoch)
  • Dachpappe, Nägel
  • Schrauben
  • Holzleisten
  • 2 Einschlagbuchsen

Die Kanthölzer werden mit Hilfe der Einschlaghülsen in Rechteck-Form eingeschlagen. Ideale Höhe ungefähr 1,80 Meter. Zwischen diesen Kanthölzern befestigt man nun das obere und untere Querbrett. Sollte der Rohbau zu wenig stabil sein, können sie mit Streben auf der Seite für Stabilisierung sorgen. Passen sie die Zimmergrößer (Fächergröße) nun den unterschiedlichen Materialien und Ansprüchen der Gäste an. Anschließend schneiden sie 3 Bretter auf eine Länge von ungefähr 1,40 Meter zu. Diese Bretter werden für die Dachkonstruktion verwendet. Mit den restlichen Brettern können die unterschiedlichen Fächer und Zimmer gebaut werden. Stabilisieren sie das Ganze indem sie abschließend die Bretter mit Schrauben befestigen. Geben sie abschließend auf das Dach die Dachpappe und füllen sie die Zimmer liebevoll.

Im Internet finden sie viele schöne, sehr detaillierte Anleitungen für den Bau eines Hotels. So unter anderem wird ihnen in diesem Video erklärt, wie sie kleinere Pensionen bauen können.

 

Egal für welche Variante sie sich entscheiden:

– verwenden sie keine Gifte (Lacke, etc.)
– verwenden sie gute, trockene Materialien
– stimmen sie das Hotel auf die Bedürfnisse der Gäste ab

 

 

Was hat ein Insektenhotel mit Naturheilkunde zu tun?

Sie haben natürlich Recht – auf den ersten Blick vielleicht nicht viel oder sogar gar nichts. Aber das rasante Insektensterben in unseren Breitengraden setzt sich weiter fort und das hat fatale Auswirkungen auf die Umwelt (Tiere, Pflanzen, etc.), aber auch den Menschen. Insekten gehören zu einer intakten Umwelt. Setzt sich ihr Sterben weiter fort, sind auch wir Menschen gefährdet. Daher ist ein Nützlingshotel/Insektenhotel ein wichtiger Beitrag für eine intakte Umwelt. Ein kleiner, aber sehr wichtiger Beitrag.

Krankheit ist immer die Folge von Disbalancen. Das Sterben von Insekten, der Rückgang der Artenvielfalt sind eine solche und sind somit ein Risiko für die Gesundheit des Menschen, der Tiere und der Natur.

Und seien sie sich bewusst: Allergien auf Insektenstiche sind nicht das Resultat von aggressiveren Tieren beziehungsweise deren Gifte, sondern das Resultat der mittlerweile leistungs- und preisorientierten Landwirtschaft, die nicht selten für den höheren Ertrag auf Unkrautvernichtungsmittel (Glyphosat) oder gentechnisch veränderte Pflanzen zurückgreift! Natürlich sind auch andere Umweltgifte dafür verantwortlich, aber letztendlich sind alle das Werk des Menschen.

Der Einsatz von Glyphosat hat weitreichende Folgen

1737576 / Pixabay – Der Einsatz von Glyphosat hat weitreichende Folgen

In Vorarlberg bekommen sie ein gutes Nützlingshotel hier

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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