Cannabis – reine Natur als Heilmittel

Haschisch wird verteufelt und in den Schatten anderer Drogen gestellt. Die moderne Medizin sieht die Wirkstoffe heute aber in einem anderen Licht und schätzen die therapeutische Wirkung der Pflanze. Die Pflanze wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Nicht ohne Grund ist das Cannabinoid (CBD) heute in vielen europäischen Ländern auf Rezept und Verschreibung erhältlich.

Hintergründe zu Cannabis

Cannabis stammt aus dem lateinischen und bezeichnet die Pflanze Hanf. Hierzulande fallen darunter vor allem die THC-haltigen Erzeugnisse aus dem Hanf. Die Blüten der weiblichen Pflanze zum Beispiel sind die Grundlage für das allseits bekannte Marihuana. Die Pflanze ist durchzogen von 60 verschiedenen Cannabinoiden. Eine davon wirkt psychoaktiv und ist bekannt als THC.

Joint auf Rezept?

Wer nun die Hoffnung hegt, dass aufgrund der jüngsten Erkenntnisse künftig ein Joint auf Rezept zu erhalten ist, der liegt falsch. Allerdings hat sich der Kurs und die Haltung innerhalb der europäischen Union deutlich geändert. Denn die positiven Forschungs- und Behandlungsergebnisse mit Hanf geben in Bezug auf vielerlei Beschwerden Grund zur Hoffnung.

Der Joint auf Rezept bleibt Illusion

Alexas_Fotos / Pixabay – Der Joint auf Rezept bleibt Illusion

Cannabis sativa gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Die Wirkstoffe der Pflanze wirken nachweislich Muskel entspannend.

Die Heilpflanze findet heute in vielen medizinischen Bereichen ihre Anwendung. Sie wird bei der Behandlung von Schmerzen, Appetitlosigkeit, Glaukomen und neurologischen Erkrankungen (wie zum Beispiel Tourette-Syndrom) eingesetzt. Heute wird die Pflanze zudem nicht selten in der Krebstherapie und multipler Sklerose eingesetzt.

Hanf ein lange geschätztes Heilmittel

Die Anwendung von Cannabis als Heilmittel geht weit zurück. Bereits vor 4700 Jahren wurde Hanf als Heilmittel im Kräuterheilbuch von Kaiser Shen Nung als Wunderheilmittel erwähnt. Die Heilpflanze wurde danach von Heilpraktikern und Schamanen jahrelang bei der Behandlung von Patienten eingesetzt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Hanf bekannt für seine Wirkungsweise und wurde dafür geschätzt und auch eingesetzt. Die Firma Merck war damals der führende Hersteller in Europa. Dabei wurden Mittel gegen Depressionen, Schmerzen, Rheumatismus und Neuralgien auf dem Markt angeboten.

Als Anfang des 20. Jahrhunderts synthetische Medikament von der Pharmaindustrie forciert wurden, änderte sich auch die Haltung zu Hanf als Heil- und Kulturpflanze. Sie wurde sogar mit Opium, Heroin, Kokain und Morphium auf die gleiche Stufe gestellt.

Die Inhaltsstoffe von Cannabis

Cannabis - zu Unrecht verteufelt

Cannabis – zu Unrecht verteufelt

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Cannabis sind die sogenannten Delta-9-Tetrahydrocannabinole und das Cannabidiol (CBD). Hanf beziehungsweise Cannabis kann aber 600 weitere Substanzen und Wirkstoffe aufweisen. Nur die wenigsten dieser Inhaltsstoffe sind aber bislang ausreichend erforscht. Die folgenden Wirkungen sind aber nachgewiesen und anerkannt:

  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • nervenschützend/-beruhigend

Diese Wirkungen sind auf die Inhaltsstoffe THC und CBD zurückzuführen. Wichtig zu wissen: diese beiden Inhaltsstoffe entfalten ihre Wirkung erst beim Erhitzen.

CBD im Fokus der Schulmedizin

Das Potentizial und Wirkung von CBD rücken immer mehr in das Interesse der Schulmedizin. Insbesondere bei der Behandlung von folgenden Erkrankungen ist das Interesse an CBD besonders groß:

  • Hirntumoren
  • Morbus Crohn
  • Brustkrebs
  • Multiple Sklerose
  • AIDS
  • Depressionen
  • Glaukomen

Nicht ohne Grund findet die Heilpflanze wieder ihren Platz unter den anerkannten naturheilkundlichen Heilkräutern. Die Wirk- und Inhaltsstoffe der Pflanze sind anerkannt und vor allem die Erfolge bei der Behandlung von Patienten unterstreichen ihre Wirksamkeit. Nichts desto trotz ist wichtig zu wissen, dass nur die verschriebenen Produkte aus der Pflanze rechtlich einwandfrei sind. Oder jene Produkte rechtlich unbedenklich sind, die kein THC beinhalten. Dazu zählen unter anderem die Hanf-Öle. Wichtig auch hier: achten sie auf gute Bio-Qualität und auf einen CBD-Anteil von 10 %.

 

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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