Hämorrhoiden – alternativ behandeln

Hämorrhoiden sind unangenehm und im fortgeschrittenen Stadium schmerzhaft. Zudem sprechen Betroffene nicht gerne über diese weitverbreitete Erkrankung. Rund jeder Zweite über fünfzig Jahren leidet an diesen arteriovenösen Gefäßpolstern, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen. Das Problem bei Hämorrhoiden ist nicht das Vorhandensein, sondern ihre zunehmende Vergrößerung.

Verschiedene Stadien von Hämorrhoiden

Je nach Ausprägungsgrad unterteilt man die Hämorrhoiden in vier Stadien.

Stadium 1

Dabei handelt es sich um „Aussackungen“, die nur unwesentlich vergrößert sind. Der Stau ist temporär und kann sich von selbst wieder geben.

Stadium 2

Die geschwollenen Knötchen können sich nicht mehr von selbst zurückbilden. Während des „Pressens“ bei der Stuhlentleerung können diese auch zum Teil hervortreten.

Stadium 3

Dieses Stadium ist durch einen Vorfall gekennzeichnet. Dabei schieben sich die Hämorrhoiden ohne große Anstrengung nach außen und bleiben dort. Das Zurückziehen in den Enddarm ist nicht mehr möglich. Diese können lediglich durch manuelle Hilfe wieder zurückgeschoben werden.

Stadium 4

In diesem Stadium schieben sich die Hämorrhoiden, aber auch die umgebenden Schleimhäute, bis zu mehreren Zentimetern aus dem Enddarm heraus. Auch durch manuelle Hilfe können diese nicht mehr zurückgeführt werden.

Wie merkt man, dass man Hämorrhoiden hat?

Im Stadium 1 treten lediglich geringfügige Probleme auf. Häufig werden diese nicht einmal bemerkt. Am häufigsten ist das Jucken am After zu bemerken. Die Blutungen fallen noch leicht und sehr dezent auf. Meistens bemerkt man diese lediglich am Toilettenpapier.

Bereits in Stadium 2 klagen die betroffenen Patienten über ein Brennen, Afterjucken oder ein Stechen während der Stuhlentleerung. Blutungen treten in diesem Stadium häufiger auf und nicht selten bluten die Hämorrhoiden nach.

In Stadium 3 und 4 sind die Symptome deutlich verstärkt. Die Stuhlentleerung wird von Schmerzen und Blutungen begleitet. Manchmal wird zudem eine eitrige Flüssigkeit abgesondert, die in der Unterwäsche sichtbar ist. Zudem klagen Betroffene darüber, dass sie das Gefühl haben, einen Fremdkörper am After zu haben. In ausgeprägten Fällen kann es sogar so weit kommen, dass Patienten nicht mehr in der Lage sind, den Schließmuskel zu kontrollieren.

 

Wichtig:

Jede Blutung, die die Stuhlentleerung begleitet, muss schulmedizinisch abgeklärt werden. Nur so können Sie sicherstellen, dass es sich tatsächlich um Hämorrhoiden handelt.

 

Was können Sie tun, um Linderung und Heilung zu erlangen?

Erste Maßnahme – Ernährung

Wie auch in der Schulmedizin empfohlen, empfehlen Naturheilpraktiker durch entsprechende Ernährungsumstellung einen möglichst weichen Stuhlgang zu erreichen. Dies erreichen Sie durch eine ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeitszufuhr und vor allem durch viel Bewegung.

Zusätzliche Ernährungstipps:

  • Verwenden Sie Kleie
  • Vermeiden Sie scharfes Essen
  • Essen Sie viel Gemüse und Obst
  • Verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke
  • Vermeiden Sie Süßigkeiten
  • Nehmen Sie Flohsamen zu sich
  • Verzichten Sie auf Fast Food und Fertigprodukte

Homöopathische Mittel, die bei Hämorrhoiden helfen

In Bezug auf Hämorrhoiden wird in der Homöopathie gerne auf Hamamelis zurückgegriffen. Salben, die die Zaubernuss enthalten, lindern den Juckreiz und beugen Entzündungen vor. Zudem hat Hamamelis eine blutstillende Wirkung. Bei besonders starkem Juckreiz und Schmerzen bei der Stuhlentleerung hat sich Nux vomica, die Brechnuss, bewährt. Nux vomica, aber auch Sulfur, der bei einem roten After eingesetzt wird, sind als Globuli erhältlich.

Ringelblume und Honig für die Linderung

Mischen Sie Ringelblumensalbe im Verhältnis 1:1 mit Honig. Die Tinktur können Sie direkt auf den After aufstreichen und einwirken lassen.

Ringelblumenzäpfchen:

Eine außergewöhnliche, aber sehr effektive Heilmethode: Machen Sie sich selber Zäpfchen. Drücken Sie dafür 2 cm lange Würstchen aus Ringelblumen oder Hamamelissalbe auf ein Stück Alufolie und kühlen Sie diese Zäpfchen im Eisfach. Täglich 1-2 Mal benutzen.

Cool-packs:

Machen Sie sich „coolpacks“ selber: Füllen Sie dafür die Finger von Gummihandschuhen mit Wasser, verknoten Sie die Finger, schneiden Sie sie ab. Im Tiefkühlfach einfrieren und dann zum Kühlen vor den After legen.

Tipps aus Großmutters Erfahrungsschatz

  • Betupfen Sie die Hämorrhoiden mit Zitronensaft.
  • Tragen Sie Natron gegen den Juckreiz auf.
  • Spannen Sie mehrmals am Tag den After ganz fest an, halten Sie die Anspannung kurz, lassen Sie bewusst wieder los.
  • Trinken sie täglich ¼ Liter Apfelmost oder naturtrüben Apfelsaft.

 

 

Schüssler Salze, die zur Linderung beitragen

Calcium fluoratum ist das Hauptmittel, das bei Hämorrhoiden zum Einsatz kommt. Wenn die Beschwerden nachlassen wird in der Regel auf Kalium Chloratum umgestellt. Je nach Art der Beschwerden kommt auch Ferrum phosphoricum, Magnesium phosphoricum und Kalium phosphoricum zum Einsatz.

Hydrotherapie

Naturheilkundler, aber auch Schulmediziner empfehlen bei vergrößerten Hämorrhoiden ein Sitzbad in Eichenrinde. Eichenrinde wirkt zusammenziehend und austrocknend. Aber auch Sitzbäder in Kamille haben eine angenehme Wirkung.

Kamillendampfbad:

1-2 Handvoll Blüten in einen Eimer schütten, 2,5 l kochendes Wasser darüber gießen. Setzen Sie sich auf den Eimer, decken Sie sich mit einer Decke zu. Den Dampf  nicht länger als 10 Minuten einwirken lassen.

Eichenrindensitzbad:

Kochen Sie dafür 2 Liter Wasser mit 1 kg Eichenrinde für 15 Minuten. Seien Sie diese ab und setzen Sie  den Sud dem Badwasser zu. Die Badedauer beträgt etwa 15 Minuten. Mit diesem Sud kann man auch Kompressen tränken und einmal täglich für 15 Minuten auflegen.

Sebastian Kneipp

hat bei Hämorrhoiden kurze Sitzbäder in kühlem Wasser (maximal 18°C) empfohlen. Dabei sollte laut Kneipp ein Sitzbad nicht länger als 8-15 Sekunden dauern.

 

Verbessern Sie die Funktion ihrer Leber

Gerade bei Hämorrhoiden ist eine gute Durchblutung im Darmbereich von besonderer Bedeutung. Ist die Leberfunktion eingeschränkt, dann kann es zu einem Pfortaderrückstau kommen. Die Leber hat somit eine besondere Bedeutung bei der Bekämpfung der Beschwerden bei Hämorrhoiden. Wie Sie ihre Leber auf Vordermann bringen, erfahren sie hier:

Wie Rüdiger Dahlke Hämorrhoiden sieht

Rüdiger Dahlke geht davon aus, dass Menschen, die unter starkem Druck stehen oder vieles erzwingen wollen, unter Hämorrhoiden leiden. Menschen, die Probleme haben dem Leben seinen Lauf zu lassen („einfach mal lockerlassen“). Er geht davon aus, dass es sich um ein körperliches Symbol für ein Hindernis im Leben der Betroffenen handelt.

Außerdem kann es auch bedeuten, dass etwas nach hinten losgegangen ist. Dazu können seelische Probleme und psychischer Druck zählen.

Louise Hay empfiehlt folgende Affirmation: „Leicht und bequem löse ich mich von dem, was ich im Leben nicht mehr brauche.“

Weitere Kräuter und Heilpflanzen, die sich bewährt haben

  • Arnika
  • Rosskastanie
  • Beinwellwurzel
  • Eichenrinde
  • Ringelblume

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris

Frickenescherweg 5, 6922 Wolfurt

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Hämorrhoiden – alternativ behandeln

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