Schröpfen und wo es hilft

Schröpfen und wo es hilft

Schröpfen ist ein Heilverfahren, das bereits seit vielen Jahrhunderten erfolgreich zur Behandlung unterschiedlichster Krankheitssymptome angewendet wird. Das Schröpfen gehört zu den ausleitenden Verfahren. Bei der Behandlung werden Gläser auf die Haut aufgesetzt, die einen Unterdruck erzeugen. Damit wird im behandelten Bereich die Durchblutung angeregt. Wie und wo Schröpfen wirkungsvoll ist, erfahren sie im aktuellen Beitrag von naturalsmedizin.com.

Was Schröpfen ist und wie es abläuft?

Schröpfen kann bei vielen gesundheitlichen Problemen helfen

massagenerds / Pixabay – Schröpfen kann bei vielen gesundheitlichen Problemen helfen

Schröpfen (in der chinesischen Medizin: Ba Guan) gehört zu den vielleicht ältesten Therapieverfahren überhaupt. Der Behandlungserfolg durch das Schröpfen hat dazu geführt, dass sich das Schröpfen beinahe in jeder alten Medizinkultur durchgesetzt und entwickelt hat.

Durch das Schröpfen soll die Durchblutung im behandelten Bereich angeregt werden. In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) sollen dadurch die Meridiane angeregt werden. Durch die Schröpfbehandlung wird der Stoffwechsel und der Lymphfluss angeregt.

Die zum Einsatz kommenden Schröpfgläser sind aus Glas oder Plastik. Der Durchmesser der Gläser liegt zwischen zwei bis acht Zentimetern. Durch den erzeugten Unterdruck wird die Haut in das aufgesetzte Glas gesaugt. Der Unterdruck wird entweder durch eine Pumpvorrichtung oder das Abbrennen von Watte im Schröpfglas erzeugt.

Welche Schröpfmethoden gibt es?

Es haben sich unterschiedliche Schröpfmethoden etabliert. Wer sich selbst behandeln möchte, wird auf das unblutige, trockene Verfahren zurückgreifen.

Unblutiges, trockenes Schröpfen

Beim unblutigen Schröpfen wird durch den Unterdruck die Haut in das Schröpfglas gesaugt. Dadurch wird die Durchblutung des behandelten Gewebes angeregt und es treten rote Blutzellen aus. Es entstehen durch die Behandlung blaue Flecken, Rötungen und Schwellungen. In der Regel erwärmt sich auch – durch die verbesserte Verblutung – die behandelte Stelle. Die Behandlungsdauer liegt zwischen zehn bis maximal fünfzehn Minuten.

Blutiges Schröpfen

Bei diesem Verfahren wird vorab die zu behandelnde Körperstelle desinfiziert. Mit einer dünnen Nadel werden anschließend die zu behandelnden Körperareale angeritzt. Im nächsten Schritt werden die Gläser angesetzt. Beim blutigen Schröpfen tritt mit dem Aufsetzen der Gläser Blut aus. Durch das blutige Schröpfen sollen der Lymphfluss und die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden.

Schröpfkopfmassage

Die Schröpfkopfmassage gehört zu den unblutigen Schröpfverfahren. Bei der Schröpfkopfmassage werden die Gläser über eingeölte Hautpartien hin und her bewegt (es gibt hier übrigens bereits sehr gute Geräte, die von guten Therapeuten bei der Behandlung zum Einsatz gebracht werden). Durch die Massage (insbesondere bei der pulsierenden Schröpfkopfmassage) soll das Bindegewebe massiert und angeregt werden.

Wann ist Schröpfen sinnvoll? Bei welchen Symptomen hilft es?

Aus der täglichen Erfahrung heraus können wir bestätigen, dass das Schröpfen bei vielen unterschiedlichen gesundheitlichen Problemen hilfreich und sinnvoll ist. Die Behandlungserfolge unterstreichen die Sinnhaftigkeit dieser natürlichen Behandlungsmethode.

Sehr gute Erfolge kann man mit dem Schröpfen zum Beispiel in der Behandlung von Schmerzen am Rücken, in den Armen und Beinen erzielen. Auch Verspannungen können durch das Schröpfen erfolgreich behandelt werden.

Schröpfen kann bei vielen Erkrankungen helfen

Pusteblume0815 / Pixabay – Schröpfen kann bei vielen Erkrankungen helfen

Bei folgenden Erkrankungen ist das Schröpfen eine gute und unterstützende Heilmethode

Aber auch bei vielen anderen Erkrankungen kann eine Schröpfbehandlung zielführend sein.

Schröpfen und Baunscheidtieren

Nicht selten wird das Schröpfen mit einer anschließenden Baunscheidtier-Behandlung verbunden. Nach der klassischen Schröpf-Behandlung wird das Baunscheidt-Öl auf die Haut aufgetragen, was hautreizend wirk. Nicht selten wird vor der Öl-Anwendung die Haut mit einem Nadel-Hämmerchen (Pflaumenblüten-Hämmerchen) gereizt. Durch die Behandlung mit dem Baunscheidt-Öl sollen giftige Stoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Die eingesetzten Öle sind zumeist Senföl, Wacholderöl, Cantharidin oder Euphorbiumsaft. Durch die Anwendung bilden sich Hautrötungen.

Gua Sha in Kombination mit Schröpfen

Bei Gua Sha handelt es sich um eine Heilmethode, die vor allem in Ost- und Südostasien verbreitet ist. Wie auch beim Schröpfen oder Baunscheidtieren handelt es sich um eine sogenannte Reiztherapie. Die Haut wird bei der Gua Sha Behandlung mit einem Schaber beansprucht und gereizt. Gua Sha soll Muskelknötchen zum Vorschein bringen, die anschließend gezielt behandelt werden können.

Wie auch beim Baunscheidtieren wird der zu behandelnde Bereich zuvor eingeölt. Durch die anschließende Massage werden Blockaden gelöst und die Meridiane belüftet. Anschließend wird mit einem Schaber über die behandelnden Stellen gefahren, was entsprechende Reizungen und Rötungen verursacht. Durch die Behandlung sollen die Lymphe aktiviert werden und Schlacken ausgeleitet werden.

Das Baunscheidtieren regt im Übrigen auch den Stoffwechsel an.

Grundsätzlich birgt das Schröpfen kaum Gefahren und Risiken. Schwangere und Kleinkinder sollten auf eine Schröpfbehandlung verzichten.

Auch Areale mit Hautausschlag, Sonnenbrand und Entzündungen sollten nicht behandelt werden.

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Weiterführende Informationen

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