Yoga bei Rückenschmerzen: Rückenprobleme sanft behandeln

Yoga bei Rückenschmerzen: Rückenprobleme sanft behandeln

Kann Yoga bei chronischen Rückenproblemen helfen? Sanfte Yoga-Übungen gegen Schmerzen im Rücken können eine Linderung bieten.

Yoga bei chronischen Rückenproblemen – sinnvoll oder sinnlos?

Ist Yoga bei chronischen Schmerzen sinnvoll?
Ist Yoga bei chronischen Schmerzen sinnvoll?

Knapp 80 Prozent der Erwachsenen leiden mindestens einmal jährlich unter Rückenschmerzen. Meistens handelt es sich dabei um Schmerzen im unteren Rücken. Die Schmerzen können sowohl drücken als auch brennen oder pulsieren. Fakt ist jedoch, dass Rückenprobleme nicht nur Schmerzen mit sich bringen, sondern sich auch anderweitig auf das Wohlbefinden auswirken. Doch Rückenschmerzen müssen Sie nicht einfach hinnehmen, es gibt nämlich Mittel und Wege, was Sie dagegen tun können. In diesem Blogbeitrag gehen wir darauf ein, wie Yoga bei chronischen Rückenproblemen eine Linderung herbeiführen kann.

Yoga bei Rückenschmerzen – Studien aus den USA belegen Erfolge

Der Rücken wird beim Yoga mithilfe der vielen verschiedenen Übungen gestärkt. Doch mittlerweile geht man davon aus, dass Yoga bei chronischen Rückenproblemen helfen kann. Ein Team von Studenten  aus den USA hat sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. Sie nahmen eine Studie vor, bei der 320 Menschen, die unter Rückenproblemen litten, in drei Gruppen geordnet. Die erste Gruppe durfte für drei Monate einmal in der Woche einen Yogakurs besuchen. Die Übungen mussten die Probanden danach noch einmal für neun Monate zu Hause praktizieren.

Die zweite Gruppe durfte für drei Monate insgesamt 15-mal zur Physiotherapie gehen. Die gelernten Übungen wurden ebenfalls zu Hause fortgeführt. Bei der dritten Gruppe kam ein Ratgeberbuch mit Informationen zum Einsatz. Es enthielt viele Informationen und Selbsthilfetipps. Dazu wurden die Probanden dieser Gruppe auch noch mit regelmäßigen Newslettern versorgt. Das Ergebnis der Studie war interessant. Denn in der Yoga-Gruppe und auch in der Physiotherapie-Gruppe nahmen die Beschwerden stark ab. Insofern ist davon auszugehen, dass Yoga einen ähnlichen Effekt wie Physiotherapie haben kann.

Wieso ist Yoga bei Rückenproblemen sinnvoll?

Die Wirbelsäule des Menschen weist eine Doppel-S-Form auf. Doch die meisten Menschen sitzen überwiegend. Dadurch wird die Wirbelsäule belastet und aus ihrer natürlichen Form herausgezwungen. Im Yoga zielen viele Übungen darauf ab, die Krümmung der Lendenwirbelsäule wieder einzunehmen und auch zu stabilisieren. Dazu werden die Rückenmuskeln gelockert und gedehnt.

Rückenschmerzen entstehen bei den meisten Betroffenen nicht erst durch eine geschädigte Wirbelsäule, sondern viel eher durch die umgebende Muskulatur. Das kommt durch das viele Sitzen und die fehlende Bewegung zustande. Neben dem Bewegungsmangel können aber auch psychische Einflüsse die Schmerzen begünstigen. Gerade hierbei kann Yoga effektiv helfen. Denn es geht darum, den Körper zu kräftigen und gleichzeitig Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Alleine durch die Entspannung, die bei der Meditation am Ende entsteht, lässt sich viel bewegen.

Sanfte Dehnung und Lockerung: das kann Rückenyoga

Yogaübungen sind durchaus auch sanfte Dehnübungen. Das ist auch gut so. Denn in vielen Fällen liegen die Ursachen für die Rückenschmerzen darin, dass die verkürzten Muskeln verhärtet sind. Dann sind Dehnübungen genau richtig, um diese Verhärtungen zu lösen. Dazu kann Rückenyoga effektiv zum Kraftaufbau genutzt werden. Gerade die Stärkung der Rumpfstabilität spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Denn gerade in der Lendengegend sind die Wirbel immens auf diese stützenden Muskeln angewiesen. Deswegen wird beim Rückenyoga auch gerne die Stärkung der schrägen und queren Bauchmuskeln einbezogen.

Wie sieht Yoga für den Rücken aus?

Yoga tut dem Rücken gut!
Yoga tut dem Rücken gut!

Mittlerweile gibt es spezielle Kurse mit dem Namen „Rückenyoga“. In der Regel werden diese Yogakurse von Physiotherapeuten veranstaltet, die sie in Form einer Rückenschule anbieten. Es gibt aber in der Zwischenzeit mehrere Angebote und Möglichkeiten, die zur Auswahl stehen. In den Kursen geht es vorwiegend darum, sanfte Übungen durchzuführen. Die wiederum speziell für die Probleme mit Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule oder Brustwirbelsäule sinnvoll sind. Dazu kommen dann verschiedene Entspannungsübungen und Wahrnehmungsübungen. Im Grunde kann man sagen, dass Rückenyoga ein bisschen mit der Wirbelsäulengymnastik zu vergleichen ist. Das Ziel ist immer, den Rücken zu stärken und Muskelschmerzen zu lindern.

Wann ist Rückenyoga sinnvoll?

Wer sich die Frage stellt, ob Yoga bei Rückenbeschwerden sinnvoll ist, der sollte genau hinschauen. Im Grunde lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Jeder Körper reagiert vollkommen anders. Wichtig ist also, auf den eigenen Körper zu hören und zu schauen, welche Übungen sich gut anfühlen. Das ist auch immer das Ziel. Jede Rückenübung sollte sich problemlos ausführen lassen und vor allen Dingen keine Schmerzen verursachen. Sobald sich eine Übung nicht gut anfühlt, sollten Sie abbrechen und die nächste Rückenübung abwarten. Darüber hinaus ist eine gewisse Kontinuität wichtig. Auch außerhalb des Yogakurses müssen Betroffene die Übungen selbstständig durchführen und üben.

Wer bezahlt das Rückenyoga?

In der Zwischenzeit gibt es viele unterschiedliche Yogakurse, die sich speziell mit dem Rücken beschäftigen. Werden diese beispielsweise von Physiotherapeuten durchgeführt, sind die Chancen gut, dass die Kosten von der Krankenkasse zumindest teilweise übernommen werden. Auch Yogaschulen werden oftmals von der Krankenkasse bezuschusst. Sinnvoll ist es, sich vorab mit der eigenen Krankenkasse in Verbindung zu setzen und sich gegebenenfalls Kontaktinformationen zukommen zu lassen. Und dabei auch gezielt auf eine Kostenübernahme anzuspielen. Dank der verschiedenen Angebote ist es durchaus realistisch, dass nur ein geringer Teil der Kosten aus der eigenen Tasche finanziert werden muss.

Sinnvoller Nebeneffekt: Yoga hilft zu entspannen

Rückenschmerzen haben in der Regel körperliche Ursachen. Die Psyche sollte dabei jedoch nicht vernachlässigt werden. Ganz im Gegenteil – die Psyche ist häufig der Grund, warum die Rückenschmerzen schlimmer werden. Und da ist der Stress sicherlich ein entscheidender Faktor. Hier greift das Yoga ebenfalls. Denn beim Rückenyoga spielt die Stressbewältigung ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Druck, der auch durch die Schmerzen entsteht, führt oftmals zu einer Verschlimmerung der Problematik. Entspannungsübungen sind daher ein wesentlicher Bestandteil der Yogakurse. Es geht darum, Gelassenheit zu lernen und sich zu entspannen. Diese erlernte Lockerheit kann durchaus einen positiven Nebeneffekt auf die Rückenschmerzen haben.

 

 

 

Hinweis: bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastbeitrag!

Author: Naturheilzentrum Doris Jäger

Naturheilkunde basiert auf Jahrtausende alten Traditionen und Erfahrungen. Ursprünglich nur geplant als persönliche Weiterbildung, erfasste mich die Begeisterung für dieses umfangreiche Gebiet so sehr, dass ich mich von meinem langjährigen Beruf als Lehrerin verabschiedet und leidenschaftlich der naturheilkundlichen Materie verschrieben habe. Ich besuchte die Paracelsus-Schulen in Lindau, Freilassing und Zürich, das Naturheilzentrum in Eschen/FL, die Dr. Vodder Akademie in Walchsee und bildete mich zudem auf verschiedenen Gebieten der Naturheilkunde fort. Sehr große Erfahrung konnte ich während meiner Assistenzzeit in der Naturheilpraxis des Herrn Arnd Klieme in Lindau mitnehmen. Ich habe zudem die Ausbildung zum lösungsorientierten Kurzzeit-und Highspeedcoaching an der Coach-Akademie von Sabine Asgodom in München absolviert. Ich verfüge über ein umfangreiches Angebot an Möglichkeiten, den Menschen auf allen Ebenen zu erreichen, sei es auf der körperlichen, der seelischen oder geistigen, um ihm zu seiner persönlichen Ausgewogenheit zu verhelfen und ihn zu unterstützen wieder zur Gesundheit zu finden. Sie als Mensch stehen im Mittelpunkt! Nicht die Ausschaltung von Symptomen, sondern die Ursachenfindung steht im Vordergrund. Glücklicherweise kennt die Naturheilkunde viele Antworten zu vielen Fragestellungen. Gerne nehme ich mir die Zeit mit Ihnen den optimalen Behandlungsweg zu erörtern.

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