Rauhnächte: Räuchern, Rituale & mehr

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Räuchern ist uraltes Brauchtum und wird seit vielen Jahren praktiziert. Insbesondere in den nun bevorstehenden Rauhnächten (25. Dezember – 6. Januar) wurde dieses Brauchtum in früheren Jahren gelebt und intensiv praktiziert. Heutzutage gewinnt das Räuchern wieder an Interesse und Bedeutung. Hier ein kleiner Einblick in die Welt des Räucherns:

Rauhnächte in der Weihnachtszeit und zur Jahreswende:

Vor allem die Weihnachtszeit und die Zeit der Jahreswende waren in früheren Jahren von ganz besonderer Bedeutung, wenn es um das Räuchern ging. Insgesamt spricht man von 12 Rauhnächten. Jede Nacht steht dabei für einen Monat im Jahr. Die erste Rauhnacht beginnt mit dem 25. Dezember.

Jede Nacht hat ihre ganz besondere Bedeutung. Unterschiedliche Rituale wurden in diesen praktiziert. Das Bleigießen in der Silvesternacht ist zum Beispiel eines davon. Unsere Vorfahren waren davon überzeugt, dass in den Rauhnächten die geistige Welt und die jeweiligen Ahnen besonders nahe sind. Nicht selten wurden die Rauhnächte als Orakel (siehe auch Bleigießen) für das bevorstehende Jahr verwendet.

Räuchern und dessen Bedeutung

Durch das Räuchern sollen schlechte Energien und böse Geister vertrieben werden. Das Haus, die Zimmer und auch die Umgebung in der man lebt, sollen für das kommende Jahr gereinigt werden. Positive Energien können so Einzug halten und einem erfüllten neuen Jahr soll nichts im Wege stehen.

Kräuter für die Reinigung und den Schutz

Für die Reinigung und den Schutz wurden und werden vorwiegend folgende Kräuter verwendet:

  • Bartflechte
  • Salbei
  • Mistel
  • Meisterwurz
  • Engelwurz
  • Eschsamen
  • Lavendel
  • Holunder
  • Fichtenharz

Entweder man verwendet diese Pflanzen in getrockneter Form oder setzt Harze ein. Räucherwerk wurde früher in der Regel selbst hergestellt und vorbereitet. Heute kann dies auch im Fachhandel bezogen werden.

Während des Räucherns geht man dreimal gegen den Uhrzeigersinn durch das Haus oder die Wohnung. Gedanklich trennt man sich während des Räucherns in Liebe von nicht mehr benötigten Dingen. Nach dem Ritual der Trennung geht man nochmals dreimal im Uhrzeigersinn durch das Haus oder die Wohnung und füllt die Räume gedanklich mit Liebe.

Räucherwerk zum Oraklen

Wie bereits eingangs geschrieben, wurde früher das Räuchern zum Orakeln verwendet. Dafür wurden vorwiegend folgende Kräuter eingesetzt:

  • Alraunwurzel
  • Schafgarbe
  • Beifuß
  • Mistel
  • Lorbeer
  • Bilsenkraut

Unsere Ahnen haben in den Rauhnächten und –tagen auch das Wetter genau beobachtet. So wie es an diesem Tage war, so sollte es auch in dem jeweils zugeordneten Monat werden.

Besondere Bedeutung wurde auch Träumen in dieser Zeit geschenkt. Denn auch diese wurden als Vorhersage für die jeweiligen Monate im folgenden Jahr herangezogen und gedeutet.

Besondere Rauhnächte

Diese Tage wurden dazu genutzt, schlechte Energien zu vertreiben und schlechte Taten wieder gut zu machen. Dabei hat man sich die jeweilige Situation nochmals vorgestellt und diese anschließend in violettes oder weißes Licht getaucht. Dabei sind unsere Vorfahren davon ausgegangen, dass durch dieses Ritual alles zum Positiven gewandelt werden wird.

Was zum Räuchern benötigt wird

  • Hitzefeste Schale oder ein anderes Räuchergefäß
  • Räuchersand
  • Räucherzange
  • Räucherwerk (getrocknet oder Harze)

Weiterführende Informationen:

Naturheilzentrum Doris Jäger

Wolfurt

Seminare und Kurse:

Räuchern – Uralte Zauberei – Basisseminar (11.11.2015)

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2 Gedanken zu “Rauhnächte: Räuchern, Rituale & mehr

  1. Pingback: Räuchern und Rauhnächte – mehr als nur Brauchtum | Natur als Medizin

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