Die Kraft der Rauhnächte

Die Kraft der Rauhnächte

Die Kraft der Rauhnächte – den Rauhnächten wohnt ein ganz besonderer Nimbus inne. Mit dem 21. Dezember beginnt die Zeit des Räucherns, der Einkehr und Besinnung. Dass die Rauhnächte Kraft besitzen wussten bereits unsere Vorfahren und das hat seine Gründe. Lesen sie warum die Rauhnächte mehr als nur Mythos sind.

Thomasnacht – die erste der Rauhnächte

Die Thomasnacht am 21. Dezember ist die erste aller Rauhnächte. Sie läutet eine ganz besondere Zeit ein. Eine mystische, eine von Sagen und Ritualen umwobene. Die Thomasnacht geht auf den Apostel Thomas zurück.

Thomas, auch bekannt als der „Zweifler“, war einer der Jünger von Jesu. In den apokryphen Schriften wird Thomas auch als der Zwillingsbruder von Jesu bezeichnet. Und dies obwohl er jener Jünger war, der die Auferstehung erst glaubte, als er seine Finger in die Seitenwunde Jesu legen durfte.

Folgende Volksweisheiten/Sprüche gehen auf die Thomasnacht zurück:

Frierts am kürzesten Tage, so ist’s immer eine Plage.

„Wenn St. Thomas dunkel war, gibt’s ein schönes Jahr.“

 

Bei unseren Vorfahren galt der Thomastag als Unglückstag. Laut Überlieferungen soll an diesem Tag Luzifer aus dem Himmel verbannt worden sein. So verwundert es auch nicht, dass dieser Tag nicht selten von okkulten Gemeinschaften für die Teufelsanbetung als ideal bezeichnet wurde.

Rauhnächte - Thomasnacht, war auch eine Nacht okkulter Bräuche

Rauhnächte – Thomasnacht, war auch eine Nacht okkulter Bräuche

Unsere Vorfahren hingegen haben die Thomasnacht als Mettennacht der Toten begangen. Eine Nacht in der man sich von der Sünde abwenden sollte. Deshalb wurde in der Thomasnacht auch das Feuer der Wintersonnenwende entfacht. Ein Brauch, der in vielen Gebirgstälern auch heute noch Tradition hat.

Dabei verbrannten unsere Vorfahren dürres Geäst, faule Früchte und unbrauchbare, aber brennbare Gegenstände. Die Flammen des Feuers versinnbildlichten Missgunst, Hass, sündhaftes Verhalten und Zwietracht.

Orakel der Thomasnacht – Orakel der Rauhnächte

Unsere Vorfahren haben aber die Thomasnacht auch dazu benutzt, um zu orakeln, ob das neue Jahr Glück oder Unglück bringt. Für junge, heiratswillige Frauen wurde das Orakel gebeten, den künftigen Ehepartner im Traum erscheinen zu lassen.

Orakel-Spruch in der Thomasnacht:

Bettstaffl i tritt di, heiliger Thomas i bitt di, laß mir im Traum erschein, den Herzallerliabsten mein!

In der Thomasnacht wurde auch orakelt

 

Rituale, Aberglauben oder doch mehr

Über die Rauhnächte findet ihr auf naturalsmedizin.com zahlreiche weiterführende und interessante Beiträge. Im aktuellen Beitrag möchten wir auf Bräuche und Rituale eingehen.

Brauch/Aberglaube aus Österreich

Um den künftigen Ehepartner zu erkennen, werden am Heiligen Abend, in der Thomasnacht und in der Johannesnacht Kränze aus neun verschiedenen Arten Holz gefertigt.

In einer sternenklaren Nacht begibt man sich dann mit dem Kranz auf dem Kopf an einen Bach. Der Volksmund sagt, dass man, wenn man nun ins Wasser des Baches blickt, den künftigen Ehepartner im Wasser erkennt.

Mythos aus Österreich – Spiegel der Wahrheit

Wer in der Thomasnacht einen Spiegel zur Hand nimmt und mit einem brennenden Licht sich auf den Weg ins Freie macht, der kann um Mitternacht, wenn er in den Spiegel blickt, erkennen, was diejenige Person tut, die ihm lieb ist.

Aberglaube aus Niederösterreich – Apfelkernzählen

In Niederösterreich hat man in der Thomasnacht einen Apfel in zwei Hälften geteilt und anschließend die Apfelkerne gezählt.

Hat die junge Frau eine gerade Anzahl an Kernen in der Hand, so ging man davon aus, dass eine baldige Heirat bevor stünde.

Bei einer ungeraden Anzahl an Kernen musste sich die Betroffene in Geduld üben.

Schlimmer war es, wenn man beim Durchschneiden des Apfels einen Kern gespalten hat. Dann stand dies dafür, dass ein Streit bevor stand.

Noch schlimmer war es, wenn man zwei Kerne gespalten hatte, dann gingen unsere Vorfahren davon aus, dass dem Partner der Tod bevor stünde.

Apfelkernzählen in den Rauhnächten

Apfelkernzählen in den Rauhnächten

Eine spannende Nacht – eine verkehrte Rauhnacht

In anderen Gebirgstälern wurde die Thomasnacht verkehrt herum begangen. Sie wurde allerdings auch zum orakeln benutzt.

Was musste man tun? Man musste sich verkehrt ins Bett legen. Sprich: dort wo sonst die Füße liegen, musste der Kopf gebettet werden.

Unsere Ahnen gingen davon aus, dass man durch dieses Ritual in die Zukunft sehen konnte, denn alles was man in jener Nacht träumte, sollte im kommenden Jahr eintreten.

Die besonderen Rauhnächte

Insbesondere der Dreikönigsnacht, dem Heiligabend und dem Tag der Kinder (28.12.) werden und wurden eine ganz besondere Bedeutung zu Teil.

Früher war man sogar davon überzeugt, dass in der Heiligen Nacht die Tiere sprechen können. Nicht zuletzt auch deshalb gibt es diesbezüglich Filmmaterial.

Warum gerade zum Jahreswechsel räuchern?

Wie bei vielen Dingen, die wir von unseren Ahnen übernommen haben, hat auch das Räuchern zum Jahreswechsel bei genauerer Betrachtung seinen Sinn.

Zum einen haben Heilkräuter in dieser Zeit ihre größte Wirkung, zum anderen sind an den kürzesten Tagen im Jahr die Erdstrahlungen am Höchsten.

Dadurch können empfindsame Menschen in dieser Zeit tatsächlich körperliche Probleme haben. Zudem waren die Winter in früheren Zeiten härter und von deutlich mehr Schnee geprägt.

Nicht selten war man von anderen Familien und Gehöften viele Tage abgeschnitten. Das Räuchern gab Sicherheit und trug zum Wohlbefinden bei.

Das Räuchern sorgte bei unseren Vorfahren für Sicherheit

Das Räuchern sorgte bei unseren Vorfahren für Sicherheit

Wie in den Rauhnächten geräuchert wurde

Das Räuchern war bei unseren Vorfahren Angelegenheit des Familienoberhauptes. Dabei wurde in der Regel in einem feuerfesten Gefäß Glut angerichtet und entsprechende Kräuter darauf gelegt.

In den meisten Regionen wurde für das Räuchern Weihrauch verwendet. Mit diesem Gefäß ging anschließend das Familienoberhaupt mit einigen oder allen Familienmitgliedern durch alle Räume des Hauses.

Während des Rituals wurde gebetet und nicht selten auch in den jeweiligen Räumen Weihwasser gesprengt.

Unsere Vorfahren haben aber in den Rauhnächten nicht nur geräuchert, sondern sich nicht selten auch folgenden Regeln unterworfen:

  • nach dem Räuchern darf die Stalltür nicht mehr geöffnet werden
  • in den Rauhnächten musste man sich für möglichen Zauber hüten
  • man durfte das Getreide nicht dreschen
  • man musste die Kinder auf Decken wiegen
  • man musste in einen Kübel husten
  • man durfte nicht aus unverdeckten Brunnen trinken

Man sieht, dass unsere Ahnen von vielen Ängsten gejagt wurden. Nichts desto trotz unterstreicht aber all dies, dass den Nächten durchaus eine besondere Kraft inne wohnt!

Tipp: machen sie in den Rauchnächten ausgedehnte Spaziergänge im Wald und in der Natur! Sie werden die besondere Kraft, die diesen Nächten inne wohnt, spüren und entdecken!

 

Weiterführende Informationen

Räuchern und Rauhnächte – mehr als nur Brauchtum

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

Doris Jäger

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