Brustentzündung (Mastitis) natürlich behandeln

Bei einer Brustentzündung (Mastitis) handelt es sich um eine Entzündung der Brustdrüsen beziehungsweise der Milchdrüsen. Diese wird in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien hervorgerufen. Normalerweise sind davon stillende Mütter betroffen. Nur sehr selten sind auch andere Frauen, die nicht stillen beziehungsweise sogar Männer davon betroffen.           

Symptome der Brustentzündung

Folgende Symptome können auf eine Brustentzündung schließen lassen beziehungsweise treten typischerweise auf:

  • Hohes, plötzliches Fieber
  • Überwärmung der Brust und plötzlich auftretende Rötungen
  • Schmerzen in der Brust (nicht selten einseitig) und überempfindliche Brustwarzen
  • Lymphknoten im Achselbereich sind angeschwollen
  • Schmerzen bei Berührung der Brust

Insbesondere stillende Mütter sollten bei auftretenden Symptomen umgehend den Arzt aufsuchen.

Ursachen für eine Mastitis

Hervorgerufen wird eine Brustentzündung durch eine Infektion mit Bakterien. Verursacher können unter anderem Staphylococcus aureus, Streptokokken, Pseudomonas und andere Keime sein. Durch das Stillen können kleine Verletzungen im Brustbereich entstehen, die eben diesen Keimen den Angriff auf den menschlichen Organismus ermöglichen. Keime der angeführten Art befinden sich in der menschlichen Mundhöhle und können so eine Mastitis verursachen beziehungsweise auslösen.

Wichtig:

Eine Brustentzündung kann auch ursächlich auf ein Malignom zurückgeführt werden. Es handelt sich hierbei um einen bösartigen Tumor. Malignome sind in der Regel im Bereich der Brustwarzen angesiedelt, der Brustwarzenbereich ist verhärtet und wird in der Regel von einem Ausfluss durch die Brustwarzen begleitet. Auch aus diesem Grund sollten sie Ursache der Mastitis schulmedizinisch abklären lassen!

Da die Mastitis aber auch zu Abszessen führen kann, sollten vor allem aber stillende Mütter immer eine Hebamme oder einen Arzt zu Rate ziehen!

Wie sie mit natürlichen Mitteln Linderung erzielen können

Kühlen der Brust

Versuchen sie die Brust zu kühlen. Stillende Mütter machen dies nach dem Stillen. Folgende Hausmittel sind geeignet:

Quark-Wickel

Tragen sie für den Quark-Wickel ca. 1cm dick Quark auf ein sauberes Tuch auf und legen sie dieses auf die betroffenen Stellen ihrer Brust. Sie können den Wickel solange auf der Brust lassen, bis die kühlende Wirkung nachlässt. In der Regel ist der Quark dann brüchig und trocken.

Windel-Wickel

Legen sie eine Stoffwindel in das Gefrierfach und legen sie sie anschließend auf ihre Brust. Auch hier können sie die Windel solange auf der Brust belassen, bis die kühlende Wirkung nachlässt.

Retterspitz-Wickel

Retterspitz ist ein kleines Wundermittel, das entzündungshemmend wirkt. Nehmen sie für den Wickel eine Stoffwindel und tauchen sie diese in den Retterspitz ein, winden sie diese anschließend aus und legen sie die Windel auf ihre Brust. Der Retterspitz Wickel hilft im Übrigen auch bei Sportverletzungen oder Gelenksentzündungen.

Kamillentee-Wickel

Setzen sie einen Kamillentee auf und lassen sie diesen abkühlen. Die Kamille hat entzündungshemmende Wirkung. Nachdem der Tee ausgekühlt ist, tauchen sie eine Stoffwindel in den Tee, winden diese anschließend aus und legen sie auf ihre Brust.

Umschläge mit essigsaurer Tonerde

 

Apfelessig-Wickel

Für diesen Wickel nehmen sie ein Glas Apfelessig und zwei Gläser Wasser und mischen dieses. Anschließend tauchen sie ein sauberes Tuch in das Gemisch ein und reiben damit immer wieder ihre Brust ein. Sie können die Anwendung täglich mehrmals wiederholen.

 

Heilkräuter und –pflanzen, die helfen …

Knoblauch

Knoblauch hat antibiotische Eigenschaften und hilft beim Kampf gegen Bakterien. Gleichzeitig stärkt Knoblauch das Immunsystem. Essen sie zwei Gewürznelken und eine Knoblauchzehe auf nüchternen Magen. Wer seine Mitmenschen nicht mit dem Geruch belästigen möchte, der kauft sich in der Apotheke ein entsprechend hochdosiertes Knoblauch-Präparat.

Salben für die empfindliche Brust

Wenn ihre Brustwarzen sehr empfindlich sind, dann sollten sie diese pflegen. Gut geeignet hierfür ist die Hamamelis-Salbe oder auch die Ringelblumen-Salbe.

Homöopathische Mittel zur Behandlung einer Mastitis

Wenn ihre Brust sehr rot, heiß und angeschwollen ist und die Mastitis von starken Schmerzen begleitet wird, dann kann die Behandlung mit Belladonna zielführend sein. Nehmen sie alle 4-5 Stunden je 30 Kügelchen ein. Grundsätzlich sollte nach einem Tag eine Besserung spürbar sein, stellt sich diese nicht ein, dann sollte ein anderes homöopathisches Mittel gewählt werden.

Sind die Symptome weniger ausgeprägt, dann sollten sie Phytolacca30 als Behandlungsmittel wählen. Nehmen sie dieses Präparat wie Belladonna alle 4-5 Stunden ein. Sollte sich eine Besserung einstellen, dann setzen sie Phytolacca30, wie auch das zuvor erwähnte Belladonna wieder ab.

Ebenfalls bewährt hat sich Hepar sulph6 zur Behandlung der Mastitis. Sie können dieses Präparat auch begleitend zu den zuvor genannten jeweils zweimal täglich einnehmen. Sollten sie ein schulmedizinisches Präparat einnehmen, dann achten sie darauf, dass sie Hepar sulph6 in einem Abstand von 3-4 Stunden zu diesem Medikament einnehmen.

Weitere Mittel, die sich bei der Behandlung einer Mastitis bewährt haben:

  • Apis mellifica

Akkupunktur

Vor allem am Beginn einer Brustentzündung kann mit einer gezielt durchgeführten Akkupunktur ein rasches Voranschreiten verhindert werden. Sollten sie bereits Antibiotika einnehmen, dann kann die Akkupunktur auch begleitend eingesetzt werden.

Was sie beachten sollten, wenn sie stillen

  • Stillen sie ihr Kind solange wie möglich weiter
  • Massieren sie ihre Brust vorsichtig
  • Legen sie in ihren BH Weißkohlblätter
  • Sorgen sie für ausreichend Ruhe – vermeiden sie körperliche Anstrengung
  • Wenn sie aufgrund der Schmerzen nicht stillen können, dann pumpen sie ihre Milch ab
  • Erwärmen sie ihre Brust während des Stillens

 

Weiterführende Informationen

Naturheilzentrum Doris Jäger

Frickenescherweg 5, A-6922 Wolfurt

 

š …oder schreiben sie mir ein Mail…

 

Kommentar verfassen