Löwenzahn ist gesund - Heilpflanzen

Heute wird der Löwenzahn nicht selten als Unkraut bezeichnet. Dabei ist der Löwenzahn gesund und wurde bereits von unseren Ahnen als Heilkraut eingesetzt. Insbesondere für unseren Verdauungstrakt ist der Löwenzahn eine hervorragende Heilpflanze. Der Löwenzahn gehört zu den sogenannten Bitterpflanzen. Als Bitterpflanze regt der Löwenzahn die Verdauung an und verbessert unseren Stoffwechsel. Was der wunderschöne Löwenzahn noch alles kann, dass erfährst du in unserem aktuellen Beitrag auf naturalsmedizin.com.

Welche Inhaltsstoffe machen den Löwenzahn so besonders?

Der Löwenzahn enthält unter anderem:

  • Vitamin C
  • Provitamin A
  • Vitamin K
  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor

In der Wurzel des Löwenzahns befindet sich zudem Inulin. Es handelt sich dabei um einen Ballaststoff, der in unserem Dickdarm verdauungsfördernd wirkt.

Zudem ist der Löwenzahn für folgende Inhaltsstoffe bekannt:

  • Cholin
  • Schleimstoffe
  • Sterole (Cumarine und Flavonoide)
  • Triterpen Taraxsterol
  • Taraxacin (Bitterstoff)
  • Eudesmanolid Tetrahydroiridentin B

Wenn du vom Löwenzahn die Blätter für einen Salat verwendest, solltest du junge Blätter verwenden, da die älteren leicht Bitter sind.

Im Frühjahr gibt es nichts gesünderes als einen leckeren Wildkräutersalat
Im Frühjahr gibt es nichts gesünderes als einen leckeren Wildkräutersalat

Welche Pflanzenteile vom Löwenzahn kann man verwenden?

Der Löwenzahn ist auch diesbezüglich eine kleine Wunderpflanze, denn man kann alle Pflanzenteile verwenden. Dazu gehören:

  • Blätter (hier die jungen bevorzugen)
  • Blüten
  • Blütenknospen
  • Wurzel

Du kannst diese roh, gedünstet oder gebraten werden.

Am häufigsten werden die Blätter verwendet. Aus diesen kannst du unter anderem:

  • Smoothies
  • Pestos
  • Gewürzsaucen
  • oder einen Salat

machen.

Die noch geschlossenen Knospen des Löwenzahns werden gerne in Essig eingelegt und dienen als Kapernersatz. Wenn du die Knopsen dünstest, dann sind sie Kohlsprossen sehr ähnlich.

Löwenzahn und unsere Ahnen

Der Löwenzahn galt bereits in früheren Jahren als wunderbare Heilpflanze. Der Saft des Löwenzahns wurde gerne zur Behandlung von Warzen eingesetzt. Aber auch bei folgenden Leiden wurde der Löwenzahn von unseren Ahnen zur Behandlung eingesetzt:

  • Blutreinigung
  • Entgiftung
  • Leber- und Gallenleiden

Richtig bekannt wurde der Löwenzahn im 11. Jahrhundert. Entdeckt wurde seine Wirkung von einem persischen Mediziner.

Einige Rezepte um die schöne Heilpflanze

Leckerer Frühlings-Salat mit Löwenzahn

Leckerer Frühlingssalat mit Löwenzahn
Leckerer Frühlingssalat mit Löwenzahn
  • junge, frische Löwenzahnblätter (am besten aus dem eigenen Garten oder ungedüngten Wiesen)
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • frischer Blattsalat
  • hochwertiges Bio-Olivenöl (kalt gepresst)
  • etwas Honig vom örtlichen Imker
  • etwas Salz und Pfeffer

Du kannst natürlich auch noch Gänseblümchen aus dem Garten dazu geben. Auch diese schmecken gut und sind gesund. Wenn du noch einen „Abrunder“ brauchst, dann gib frische Bio-Tomaten und wenn du möchtest Schafskäse oder Mozarella dazu.

Tipp: Röste die Kürbiskerne und Sonnenblume in der Pfanne leicht an – das ist gut für das Aroma!

Wer kennt ihn nicht aus der Kindheit – der Löwenzahn-Honig

Für den Löwenzahn-Honig aus Oma’s Rezeptheft brauchst du:

  • etwa 200 frische Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • eine unbehandelte Zitrone
  • 1kg Zucker

Wasche die frischen Blüten gründlich unter fließendem Wasser. Gib die Blüten anschließend in einen Kochtopf und gieße das Wasser darüber. Anschließend schneidest du die Zitrone in dünne Scheiben und legst sie in den Topf.

Koche das Ganze für fünfzehn Minuten auf und lass das Ganze über Nacht stehen. Am nächsten Tag siebst du das Ganze ab und gibst zur gewonnenen Flüssigkeit den Zucker hinzu. Anschließend kochst du das Ganze nochmals auf, bis sich der Zucker verflüssigt hat. Achtung: lass das Ganze auf kleiner Flamme köcheln und rühre dabei immer wieder um. Entnimm mit einem kleinen Löffel immer wieder eine Probe, der Honig ist fertig, wenn er Fäden zieht (dazu musst du die Probe aber etwas auskühlen lassen). Sobald er Fäden zieht, kannst du den Honig in Gläser abfüllen.

Wie man die Löwenzahnwurzel verarbeitet

Die Löwenzahnwurzel erntet man idealerweise im späten Frühling beziehungsweise Anfang Sommer. Du kannst dann die Pflanze mit ihrer Wurzel ausgraben oder aber am unteren Ende der Pflanze, den Löwenzahn nach oben ziehen. Normalerweise kann man so den Löwenzahn mit seiner Wurzel aus der Erde nehmen. Wenn der Löwenzahn auf festem Untergrund wächst, dann wirst du eine Grabegabel benötigen.

Wichtig ist, dass du nur so viel Löwenzahn sammelst, wie du wirklich auch benötigst. Er soll ja im kommenden Jahr wieder Freude machen!

Klopfe die Wurzel unmittelbar nach dem Ausgraben leicht ab.

Die Wurzel des Löwenzahns kann direkt verwendet werden. Du solltest sie jedoch genau von Erdresten befreien und sie ordentlich reinigen. Wenn du eine Wurzelbürste zur Hand hast, dann kannst du auch diese verwenden.

Die Wurzel – ideal und lecker für Gemüsegerichte oder Tee

Anschließend kannst du die Wurzel in Scheiben schneiden. Entweder du dünstet die Stücke fein ab und fügst sie verschiedenen Gemüsegerichten bei oder du brühst dir aus den Wurzeln einen feinen Tee auf.

Löwenzahn-Tinktur

Die Löwenzahn-Tinktur ist ein echtes Lebenselexier
Die Löwenzahn-Tinktur ist ein echtes Lebenselexier

Die Löwenzahn-Tinktur hilft bei:

  • Verdauungsproblemen
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • hohen Cholesterinwerten

Das brauchst du für die Tinktur oder besser das Elexier:

  • frische Löwenzahnwurzeln (du kannst diese auch in der Apotheke kaufen)
  • hochprozentigen Alkohol (70%igen aus der Apotheke)

Und so stellst du die Tinktur her:

Fülle ein Glas bis zu zwei Dritteln mit den gereinigten, klein geschnittenen Wurzeln. Anschließend gibst du den 70%igen Alkohol darüber. Wichtig: die Pflanzenteile müssen ganz bedeckt sein. Dann verschließt du das Glas und lässt dieses sechs Wochen lang an einem dunklen Ort stehen. Schüttle das Glas nach Möglichkeit etwas durch.

Nach den sechs Wochen siebst du das Ganze ab und füllst die Tinktur in dunkle Fläschchen. Fertig ist dein Lebenselexier.

Du kannst davon bis zu fünf mal täglich 5-10 Tropfen einnehmen. Idealerweise vor dem Essen.

Die Wirkung des Löwenzahns oder wo er hilft

Das Bitterkraut hilft bei Verdauungsbeschwerden

Seit jeher wird der Löwenzahn vor allem bei Verdauungsproblemen oder Appetitlosigkeit eingesetzt. Kein Wunder, denn die Inhaltsstoffe der schönen Pflanze steigern die Magensaftsektretion. Das wiederum wirkt krampflösend und appetitanregend.

Bei Verdauungsbeschwerden kannst du die Heilpflanze als Tee, im Salat oder Presssaft anwenden. Oder die oben angeführte Löwenzahn-Tinktur verwenden.

Gut für Galle und Leber

Die Inhaltsstoffe des Löwenzahns regen auch die Produktion der Gallenflüssigkeit an. Dadurch bleibt diese dünnflüssig und verbessert den Fettstoffwechsel. Daher wird der Löwenzahn nicht selten auch bei einer Fettleber eingesetzt.

Neben der Mariendistel ist der Löwenzahn eine wichtige Heilpflanze für die Galle und die Leber. Er kann auch für die Leberreinigung eingesetzt werden. Aber auch bei Hepatitis, Gallensteinen oder Leberzirrhose entfaltet Löwenzahn eine positive Wirkung. Allerdings solltest du bei den zuletzt angeführten Beschwerden niemals ohne Abstimmung mit deinem behandelnden Arzt etwas zu dir nehmen!

Wo der Löwenzahn noch hilft

  • als Antioxidans gegen oxidativen Stress
  • als harntreibendes Mittel bei Harnwegsproblemen

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Weiterführende Information

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Naturheilpraxis Doris Jäger

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Doris Jäger

Doris Jäger – naturalsmedizin.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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