Der Vagusnerv ist wichtig für uns Menschen

Der Vagusnerv ist wichtig für uns Menschen

Kaum einer kennt ihn und dennoch ist der Vagusnerv wichtig für uns Menschen. In Fachkreisen wird der Vagusnerv auch als zehnter Hirnnerv bezeichnet. Der Vagusnerv ist der größte Nerv des Parasympathikus und damit ist er für die Regulation der Tätigkeiten bei fast allen unseren inneren Organen beteiligt. Damit wird seine zentrale und wichtige Rolle für uns Menschen klar. Was sie über den Vagusnerv wissen sollten und wie sie ihm auf die Sprünge helfen können, erfahren sie unserem aktuellen Blogbeitrag.

Welche Funktionen hat der Vagusnerv

Der Vagusnerv zeichnet sich vor allem für vegetative Funktionen verantwortlich. Allerdings übernimmt er auch motorische Funktionen und steuert Kehlkopf, Rachen und die obere Speiseröhre. Der Vagusnerv ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Geschmacksempfindungen aus dem Zungengrund und Berührungsempfindungen aus dem Rachen und dem Kehlkopf an unser Gehirn übermittelt werden.

Der Vagusnerv nimmt also vorwiegend folgende Aufgaben war:

  • Viszerosensibel und viszeromotorisch (Parasympathikus)
  • Sensorisch (Geschmacksempfinden)
  • Somatosensibel (bewusste Wahrnehmung)
  • Somatomotorisch (Steuerung)

Hier nur eine taxative Übersicht der Aufgaben des Vagusnerv:

  • Atmung
  • Herzfrequenz
  • Verdauung
  • Blutdruck und Blutzuckerspiegel
  • Freisetzung von Galle und Testosteronen
  • Tränendrüsen
  • Speichelsekretion
  • Schwitzen

Der Vagusnerv ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt die Steuerung unserer gesamten Organe (von Herz bis Dickdarm). Der Vagusnerv wird gerne auch als Erholungsnerv bezeichnet, denn er ist dafür verantwortlich, dass er die Organe in einen ruhigen, entspannten, aber vor allem funktionalen Zustand bringt.

Seine Aufgaben machen deutlich, dass es bei einer Fehlfunktion für den betroffenen Menschen weitreichende gesundheitliche Folgen haben kann!

Der Vagusnerv und seine Empfängerorgane

Die Empfängerorgane des Vagusnerv liegen vorwiegend im Bereich der Brust und des Bauchs. Der Vagusnerv ist für die Steuerung und Versorgung der Leber, Niere, Milz und dem Magen verantwortlich.

Aber er spielt auch für unseren Darm eine Rolle. Denn der Endpunkt des Vagusnerv, der sogenannte „Cannon-Böhm-Punkt“ liegt im mittleren Abschnitt des Dickdarms.

Welche Beschwerden können bei einer Fehlfunktion des Vagusnerv entstehen?

Ist der Vagusnerv irritiert, dann kann das zu einem bunten Beschwerdebild führen. Nerven sind grundsätzlich sehr empfindlich (müssen sie auch sein) und lassen sich daher auch leicht in ihrer Arbeit irritieren. Je nach Art der Irritation kann es zu einer stärkeren oder langsameren Aktivität des Vagusnerv kommen.

Folgende Beschwerden können ursächlich in einer Irritation des Vagusnerv liegen:

  • Übelkeit
  • kalte Hände und Füße
  • starkes Schwitzen
  • Kopfschmerzen
  • Magenübersäuerung
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Heiserkeit
  • Schluckbeschwerden

Allerdings kann eine Fehlfunktion des Vagusnerv auch weitreichende psychische Beschwerden auslösen (Depression, Angstzustände, Panikattacken, Essstörungen, etc.).

Kann man den Vagusnerv selbst beruhigen oder stimulieren?

Da der Vagusnerv landläufig wenig bekannt ist und diesbezüglich noch wenig geforscht wurde, gibt es nur wenig weiterführende Informationen zur Beruhigung und Stimulation des Vagusnerv. Von einer medikamentösen Behandlung – es sei denn die Diagnostik ist eindeutig und lässt keine andere Wahl – sollte Abstand genommen werden. Durch eine medikamentöse Behandlung soll der Nerv lahmgelegt beziehungsweise beruhigt werden. Wer die Vielfältigkeit der Funktionen des Vagusnerv kennt, weiß, dass die Folgewirkungen weitreichend sein können.

Von außen ist der Vagusnerv nur schwer zugänglich, da er sehr tief im Körper verläuft. Am besten zugänglich ist der Vagusnerv im Bereich des Halses.

Mit Hilfe von Kälte den Vagusnerv stimulieren

Kältebehandlung kann unseren Vagusnerv stimulieren
Kältebehandlung kann unseren Vagusnerv stimulieren

Im Rahmen von diversen Untersuchungen konnten Forscher feststellen, dass durch eine Kältebehandlung der Vagusnerv aktiviert werden konnte.

Wie sie das bewerkstelligen können? Am idealsten mit Wechselduschen am Morgen. Aber es ist auch gesund kurz mit leichter Kleidung raus an die frische Luft zu gehen. Vorausgesetzt es ist auch frisch.

Aber auch Behandlungen nach Dr. Sebastian Kneipp sind absolut empfehlenswert!

Wer sich vor der Kältedusche (mindestens 30 Sekunden mit kaltem Wasser duschen) noch scheut, der sollte im Kleinen anfangen. Brausen sie vorab nur einzelne Körperregionen kalt ab und gewöhnen sie sich so langsam aber sicher an die Schocktherapie.

Wer das Wechselduschen über einen längeren Zeitraum macht, der wird von der Wirkung positiv überrascht sein!

Den Vagusnerv mit Hilfe der Akupunktur stimulieren

Mit Hilfe der Akupunktur oder Ohrakupunktur kann der Vagusnerv ebenfalls stimuliert und unterstützt werden.

Die Akupunktur hat sich vor allem in der Schmerztherapie einen Namen gemacht. Hilft aber – nachgewiesen – auch bei der Behandlung unserer Nerven und vielen anderen leiden. Bei der Behandlung des Vagusnerv sollten sie sich die entsprechenden Punkte regelmäßig behandeln lassen.

Wichtig ist, dass sie sich an einen nachgewiesenen Fachmann im Bereich der Ohrakupunktur wenden.

Übrigens: in unserem Naturheilzentrum bieten wir regelmäßig Kurse im Bereich der Akupunktur an! Beachten sie unser aktuelles Kursprogramm.

Meditation für die Unterstützung des vegetativen Nervensystems

Die positive Wirkung des regelmäßigen Meditierens wurde erforscht und untersucht!

Auch in Bezug auf den Vagusnerv kann mit Hilfe von Meditation eine positive Wirkung erzielt werden. Wichtig ist jedoch, dass sie regelmäßig meditieren! Durch das Meditieren wird der vagale Tonus gesteigert und es werden positive Emotionen gefördert.

Sport für unser vegetatives Nervensystem

Sport in der Natur ist wichtig für unsere Nerven
Sport in der Natur ist wichtig für unsere Nerven

Regelmäßiger Sport in der freien Natur ist wichtig für uns! Sport fördert die Produktion von Wachstumshormonen im Gehirn.

Daher sollten sie für sich, für ihre Nerven und ihre Gesundheit regelmäßig Sport betreiben!

Sie tun damit Körper, Geist und Seele etwas Gutes!

Ernährung als Schlüssel für unsere Gesundheit

Wie schon so oft in unseren Beiträgen gilt auch in Bezug auf unsere Nerven, hier Vagusnerv, dass eine gesunde Ernährung Voraussetzung für ein gutes Funktionieren ist.

Meiden sie folgende Lebensmittel:

  • Fast Food
  • Fertigprodukte

Reduzieren sie gleichzeitig ihren Konsum von Zucker, Salz und industriell verarbeiteten Ölen. Ersetzen sie letztere durch kaltgepresste, hochwertige Öle in Bio-Qualität.

Hier finden sie weitere Informationen zum Thema Ernährung:

Was sie sonst noch für den Vagusnerv tun können

  • lassen sie sich mit Massagen verwöhnen (Lava-Shell Massage)
  • besuchen sie gerade in der kalten Jahreszeit regelmäßig die Sauna
  • achten sie darauf, dass sie ihrem Körper ausreichend Zink zuführen
  • pflegen und achten sie auf ihren Darm (denken sie über eine Darmreinigung nach)
  • hören sie auf zu Rauchen
  • trinken sie Alkohol nur in Maßen
  • machen sie Yoga oder Tai-Chi
  • stärken sie den Darm mit Probiotika

Interessante Beiträge und Information zu unserem Nervensystem

Der Vagusnerv ist Teil unseres komplexen und genialen Nervensystems! Wir haben dazu bereits einige Beiträge geschrieben, die sie unbedingt lesen sollten, da gerade dieser Bereich bei der Ursachenforschung nicht selten außen vor gelassen wird:

Weiterführende Informationen

naturalsmedizin.com – DER naturheilkundliche Blog

Naturheilzentrum Doris Jäger

office@nhp-jaeger.at

Wolfurt, Österreich

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Doris Jäger

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Author: Naturheilzentrum Doris Jäger

Naturheilkunde basiert auf Jahrtausende alten Traditionen und Erfahrungen. Ursprünglich nur geplant als persönliche Weiterbildung, erfasste mich die Begeisterung für dieses umfangreiche Gebiet so sehr, dass ich mich von meinem langjährigen Beruf als Lehrerin verabschiedet und leidenschaftlich der naturheilkundlichen Materie verschrieben habe. Ich besuchte die Paracelsus-Schulen in Lindau, Freilassing und Zürich, das Naturheilzentrum in Eschen/FL, die Dr. Vodder Akademie in Walchsee und bildete mich zudem auf verschiedenen Gebieten der Naturheilkunde fort. Sehr große Erfahrung konnte ich während meiner Assistenzzeit in der Naturheilpraxis des Herrn Arnd Klieme in Lindau mitnehmen. Ich habe zudem die Ausbildung zum lösungsorientierten Kurzzeit-und Highspeedcoaching an der Coach-Akademie von Sabine Asgodom in München absolviert. Ich verfüge über ein umfangreiches Angebot an Möglichkeiten, den Menschen auf allen Ebenen zu erreichen, sei es auf der körperlichen, der seelischen oder geistigen, um ihm zu seiner persönlichen Ausgewogenheit zu verhelfen und ihn zu unterstützen wieder zur Gesundheit zu finden. Sie als Mensch stehen im Mittelpunkt! Nicht die Ausschaltung von Symptomen, sondern die Ursachenfindung steht im Vordergrund. Glücklicherweise kennt die Naturheilkunde viele Antworten zu vielen Fragestellungen. Gerne nehme ich mir die Zeit mit Ihnen den optimalen Behandlungsweg zu erörtern.

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